"Pop meets classic" in Travemünde mit Pop Symphonic Orchestra

Alexander Witsch als Sänger und Moderator - Sigrid Stephenson
Alexander Witsch als Sänger und Moderator - Sigrid Stephenson
Wengler, Witsch, Stockfisch, Meuthen, Hyzy, Rieper als Solisten, Band, Orchester, Lions - Stars beim Benefiz-Konzert im Maritim-Strandhotel Travemünde.

Die Schar der Fans wächst unaufhörlich. Wieder einmal gab es ein geradezu fulminantes Konzert des "Pop Symphonic Orchestras". Im Travemünder Maritim-Strandhotel fanden sich rund 500 Konzertgäste ein, um mitzuerleben, was Initiator Sven Rieper und seine Musiker sich dieses Mal zum Semesterende hatten einfallen lassen.

Begeisterung für das jüngste Konzert der "Lübeck Pop Symphonics" in Kooperation mit Lions

Freude auf allen Seiten. Die Musiker waren mit spürbarer Begeisterung dabei. Konzertbesucher hielt es gegen Ende nicht länger auf den Sitzen. Standing Ovations waren angesagt. Die Initiatoren, allen voran Moderator und Sänger Alexander Witsch, zeigten sich entzückt vom Travemünder Publikum. Freude auch beim Lions-Club Travemünde, der sich gern bereit gezeigt hatte, das Benefiz-Konzert zu unterstützen. Lions-Club-Präsident Eberhard Ruprecht bedankte sich nach zwei musikalischen Zugaben für einen "wunderbaren Abend“. Auch Hanne Krantz, District Govener der Lions, hatte sich extra die Zeit genommen, das Konzert zu erleben. Sie sprach von einem "großartigen Ereignis“, das zwei musikalische Welten - Klassik und Pop - miteinander verbinde. Grund zur Freude hat auch die Kirchengemeinde St. Lorenz. Der Erlös des Konzertes sowie des Verkaufs von Getränken und Brezeln soll der Jugendband "Soulmates“ zugute kommen.

Lübecker Pop Symphonics auf Erfolgskurs - neues Programm jeweils zum Semesterende

Das aus über 50 "jungen und jung gebliebenen Musikern“ zusammengesetzte Orchester wurde erst vor eineinhalb Jahren von Sven Rieper und drei befreundeten, jungen Musikern und Komponisten gegründet . Seitdem erfreut es sich wachsender Beliebtheit. Jeweils zum Semesterfinale gibt es ein neues Programm, das auch zuvor erfolgreiche Stücke wieder aufgreift. Der Funke der Musikbegeisterung sprang nach einem schwungvollen Konzertbeginn unmittelbar über auf das Publikum. Solistin Julia Stockfisch zeigte gemeinsam mit Alexander Witsch bei "Got to get you into my life“ von Paul McCartney, was sie kann. Franziska Hyzy machte weiter mit "Sunrise" von Norah Jones. So ging es Schlag auf Schlag.

Monique Wengler und Alexander Witsch - starke Stimmen, Geschichten und Gags

Monique Wengler, die laut Konzertprogrammheft bereits "auf Bühnen in der ganzen Welt" gestanden hat, und Alexander Witsch, im Alltag Sozialpädagoge, waren wohl die Stars des Abends, die am meisten für Aufmerksamkeit sorgten. Die lebenslustige Sängerin stellte mit ihrer Wahnsinnsstimme und mit mit viel Humor gepaarter Erotik einige andere Sängerinnen in den Schatten. Dass sie nicht nur Garantin für Spaß ist, sondern auch ausdrucksvoll dramatische Gefühle darstellen kann, bewies sie mit dem Titel "Shadow Land" aus "König der Löwen".

Alexander Witsch, bekannt unter anderem durch seine Konzerte mit der Reinfelder Impro-Blues-Band "Frau Müllers Freunde" sowie Mitglied weiterer Bands und Formationen, outete sich als Fan von Peter Gabriel. Mit seiner Version von "Solsbury Hill“ eroberte er sich ebenso wie mit weiteren Titeln und der Art, wie er mit kleinen Geschichten und Gags durch den Nachmittag und frühen Abend führte, die Herzen des Publikums.

"Gabriellas Song" mit Franziska Hyzy, Thema aus "Schindlers Liste" mit Yuki Meuthen

Gefühlvoll sang die Studentin der Humanmedizin Franziska Hyzy "Gabriellas Song“, bekannt aus dem Film "Wie im Himmel“. Wer mit geschlossenen Augen zuhörte, fühlte sich dem Kino-Original sehr nahe. Das Violinsolo zum Film "Schindlers Liste“, angekündigt als "einfach wunderschön", wurde genau so gespielt von Maria Yukiko Meuthen, die ihre Bachelorprüfung an der Musikhochschule Lübeck mit Auszeichnung bestand und derzeit ein Aufbaustudium absolviert.

Ergebnis einer musikalischen Privatinitiative - professionelle Leistungen

Die Mischung aus Pop und Klassik, aus Solosängern, Chor, Bandmitgliedern und Orchester, erwies sich wieder einmal als überaus gelungene Mischung. Der Festsaal des Strandhotels hatte kaum noch einen freien Platz zu bieten, sowohl im Parkett als auch auf beiden Emporen. Über alle Generationen hinweg waren Sympathie und Begeisterung für die professionelle Leistungsfähigkeit des Ensembles deutlich spürbar. Kleine Unsicherheiten waren da schnell verziehen.

Sven Rieper - Dirigent der Lübecker Pop Symphonics, und Facharzt für Popularmusik in spe

Sven Alexander Rieper, Medizinstudent, bewies Sinn für Humor und bezeichnete sein Berufsziel im Programmheft mit "Facharzt für Popularmusik". Der Initiator der "Lübeck Pop Symphonics“ hielt - anders als beim Konzert im Schuppen 6 am Lübecker Hafen - nicht nur den Dirigentenstab in Bewegung. Er saß außerdem am Keyboard und glänzte zum Schluss mit einem Saxophon-Solo.

Witsch lud alle Konzertbesucher ein, am 28. Januar 2011 ins Audimax der Universität zu Lübeck zu kommen. Ab 20 Uhr wird es da eine Wiederholung des Konzertes geben. Auch das neue Programm ist bereits in Planung. Noch mehr als bisher soll dabei Filmmusik im Fokus stehen.

Sigrid Ruth Stephenson, Sigrid Ruth Stephenson

Sigrid Stephenson - Als Zehnjährige begann ich, meiner kleinen Schwester aus dem Stegreif Geschichten zu erzählen. Etwas später setzte unser ...

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