Pop steht ihm besser - Seal erneut mit Motown-Sound auf "Soul 2"

Seal, Soul 2, CD-Cover - Reprise Records
Seal, Soul 2, CD-Cover - Reprise Records
Seal covert 11 neuer Lieder von Soullegenden. Nach seinem ersten "Soul"-Album veröffentlicht der Popmusiker wieder in diesem anspruchsvollen Musik-Genre.

Auf seiner aktuellen Tournee mit Alison Moyet im Rahmen der „Aida Night of the Proms“ singt der 4fache Grammy-Gewinner Seal keinen seiner aktuellen Cover-Songs, dennoch sind diese mit seinem langjährigen Produzenten Trevor Horn (The Art of Noise, Propaganda) und der Produzenten-Legende und 15-fachen Grammy-Gewinner David Foster (Whitney Houston - „I will always love you“) produziert worden.

Seal covert alte Soullegenden im neuen Motown-Sound

Seinen Star fand Seal bereits mit Ehefrau und Supermodel Heidi Klum („Germany's next Top Model“), dennoch beginnt das „Soul 2“-Album (Nachfolge-Album der 2008 erschienen CD „Soul“) mit „Wishing On A Star“ - im Original aus dem Jahr 1977 von Rose Royce („Car Wash“, „Love don't live here anymore“). Beim zweiten Cover-Song „Love T.K.O.“ (Regina Belle) merkt man bereits, dass Seals Stimmvolumen nicht nur bei seinen erfolgreichen Popmusik-Produktionen erstklassig läuft, sondern auch als Soul-, Gospel-Instrument, mit Orchester und im Motown-Sound fantastisch ist.

What's going on“-Cover zeigt Seal von seiner musikalisch rauhen Seite

Seal hat bisher noch nie so hoch gesungen, wie beim Song „Ooh Baby Baby“ und fragmentarisch beim Tina-Turner-Cover „Let's stay together“. „What's going on? (Marvin Gaye) singt er ein bißchen rauh, so wie Joe Cocker und Cyndi Lauper das auch mit ihren Covers dieses Klassikers propagierten. Inspiriert wurde „What's going on?“ von der Rückkehr aus dem in den Vietnamkrieg gezogenen Bruder Gayes. Ein weiteres Cover Rose Royces, das bereits Madonna auf ihrem „Like a Virgin“-Album 1985 und als Remix 1996 wieder in die Charts brachte, ist „Love don't live here anymore“.

Seal überzeugt mehr als Popmusiker als mit Motown-Soul

Seal covert auch die American-Music-Award-gekürte Band The O'Jays: „Backstabbers“ war im Jahre 1972 ein englischer Chart-Hit, der die Gefährlichkeit hinterlistiger Personen thematisiert. Bei 80er/90er-Jahre-Künstlern sind Cover-Alben seltsamerweise momentan sehr angesagt (Cliff Richard, Chris de Burgh, Nena, Kim Wilde). Seal covert auf „Soul 2“ insgesamt 11 Songs, darunter „Lean on me“, „Love won't let me wait“ und „Oh Girl“, dennoch ist er mit den richtigen Pop-Produzenten wie beispielsweise Adamski („Killer“) und Stuart Price („Amazing“) weit erfolgreicher und ausgeprägt ausgereifter, überzeugender, wie als Motown-Soul-Sänger.

Trackliste Seal „Soul 2“

  1. Wishing On A Star
  2. Love T.K.O.
  3. Ooh Baby Baby
  4. Let's Stay Together
  5. What's Going On
  6. Love Don't Live Here Anymore
  7. Back Stabbers
  8. I'll Be Around
  9. Love Won't Let Me Wait
  10. Lean On Me
  11. Oh Girl

„Soul 2“ von Seal erschien am 11. November 2011 bei Reprise Records (Warner)

Döringer, Martin, (c) Marlonski

Martin Döringer - Martin schreibt nicht nur Online-Reviews, sondern moderierte/interviewte live bei Radio-ALEX und stellte TV-Clips her, diente dabei ...

rss