Jubel bei Sarah, Enttäuschung bei Claudia – die ersten Entscheidungen für die neue "Popstars"-Band, die nach Abstimmung der Fans den Namen "LaVive" erhalten hat, sind getroffen. Und erstmalig in der "Popstars"-Geschichte ausschließlich durch das Publikum; die "Popstars"-Jury um Detlef D! Soost hatte keinen Einfluss auf die Wahl. Drei weitere Band-Mitglieder sollen in den nächsten drei Live-Shows gefunden werden – am 9. Dezember 2010 steht die endgültige Band dann fest. Doch welche Mädels haben die besten Chancen, sich ihren Traum zu erfüllen?
Die besten Sängerinnen
Die besten Stimmen neben Sarah dürften Pascaline und Julia haben. Meikes außergewöhnliche Stimmfarbe hat ebenfalls etwas Besonderes. Sollte es also rein nach der Gesangskunst gehen, müssten diese 3 Mädels den Sprung in die Band schaffen. Doch außer dem Gesang zählen noch andere Einflüsse:
Der Sympathie-Faktor
Auch hier begründet sich der Erfolg von Sarah. Denn es wurde bereits während der Staffel deutlich, dass sich Sarah nicht nur der Sympathie der Jury, sondern auch derer der "Konkurrentinnen" und der Fans erfreut. Sympathisch sind die Mädels eigentlich alle, außer manchmal Esra, wenn sie allzu sehr rumzickt oder Meike, wenn sie mal wieder ihr eigenes Ding macht. Aber auch Claudia war sympathisch. Das hat sie jedoch nicht vor dem Rauswurf bewahrt. Es muss also noch weitere Faktoren geben. Einer davon kommt sicherlich Esra zu Gute:
Der "Exoten"-Faktor
Den hat Esra sicherlich. Durch ihr Auftreten, ihre Frisur und ihre Herkunft. Und dass die türkische Gemeinde hinter ihren Landsleuten steht, weiß man nicht zuletzt durch die Ergebnisse beim Grand Prix d’Eurovision. Auch Diba und Pascaline haben Exotisches im Äußeren und ihren Wurzeln. Und Meike entspricht sicherlich auch nicht dem klassischen Popstar-Bild. Gibt dies schließlich den Ausschlag für die Entscheidung?
Das "Gesamtpaket"
Die Jury spricht gerne vom "Gesamtpaket", das eine "Popstars"-Teilnehmerin haben muss. Bei Yonca ist die Stimme nicht überragend, dafür kann sie sehr gut tanzen und ist hübsch anzusehen. Katrin hat eine gute Stimme und den "Popstars-Style". Jenny hat als Cover-Band-Sängerin schon Gesangstalent und Bühnenpräsenz bewiesen. Doch reicht das, um die Zuschauer zum Anrufen zu motivieren?
Identifikation als Erfolgsrezept?!
Keinesfalls unterschätzen sollte man das Maß, in dem sicher die Zuschauer mit einer Popstars-Kandidatin identifizieren können. Inwieweit sie publikumsnah wirken. Sarahs Kampf gegen die Pfunde ist für viele Mädels der Nachahmung wert. Das Problem kennt man. Mit so einer Person kann man sich identifizieren.
Gleiches könnte für Esra gelten. Impulsiv, chaotisch, charmant, mädchenhaft, aggressiv... – Esra vereint die gesamt Palette. Viele Mädchen werden sich in Esra zumindest teilweise wiederfinden.
Meike – die Außenseiterin. Insbesondere die ZuschauerInnen, die sich selbst als Außenseiter empfinden, erleben in Meike die Chance, jemanden wie "sich selbst" in der Band zu sehen.
Yoncas Erfolg könnte in ihrem Gesamtpaket liegen. Sie sieht gut aus, wirkt nett, kann toll tanzen und auch noch singen – viele Mädchen werden so sein wollen, wie sie.
Was gibt nun letztlich den Ausschlag, in die Band zu kommen?
Schlussendlich zählen nur die Anrufe, die die Kandidatinnen erhalten. Und man muss seine Fans motivieren, für sich anzurufen. Der Fankreis von Jenny dürfte ähnlich wie der von Claudia nicht mehr der Teenager-Generation angehören und daher schwerer zu Anrufen zu motivieren sein. Julia hingegen wird vermehrt die jüngeren Zuschauer ansprechen, die vielleicht eher bereits sind, zum Telefon zu greifen. Diejenigen, die zwar als "ganz nett", aber gleichzeitig als farblos und unauffällig eingestuft werden, werden nicht viele Anrufe erhalten. Wichtig ist Auffallen. Durch überragenden Gesang, tolles Äußeres und/oder besondere Charaktereigenschaften. Damit stünden die Chancen für Esra und Meike besonders gut, Sarah in die Band zu folgen. Da Beide aber extrem polarisieren, bestehen auch für die anderen Mädchen weiterhin gute Chancen – wenn ihre Fans für sie anrufen!
