Postraumatische Belastungsstörung

Angst und Depression als Teil der PTBS - Gerd Altmann -lizensfrei-pixelio
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Dieser Artikel soll einen Überblick über die zentralen Aspekte der postraumatischen Belastungsstörung geben und wie die therapeutische Intervention erfolgt.

Die postraumatische Belastungstörung ist von der Begrifflichkeit des Traumas zu trennen. Der Unterschied liegt darin, dass aus einem erlebten Trauma eine solche Störung entstehen kann, die etwa ein Viertel aller Trauma-Patienten entwickeln.

Was versteht man unter einer postraumatischen Belastungsstörung?

Auslöser für eine derartige Störung ist in der Regel ein extrem belastendes Ereignis, das so überfordernd ist, dass eigene Defensivmechanismen nicht mehr ausreichen um eine Kompensation zu ermöglichen. Die Verarbeitung ist nicht mehr möglich, psychotherapeutische Hilfe wird dann notwendig. Ein traumatisches Ereignis kann sich aus Gewalterfahrungen, Naturkatastrophen oder Terroranschlägen ergeben. Das Trauma geht meist mit Gefühlen der Hilflosigkeit oder Todesangst einher. Ein Trauma kann als akute Belastungsreaktion charakterisiert werden, dass daraus eine posttraumatische Belastungsstörung entsteht, ist aber ungewiss. Sie liegt vor, wenn folgende Kriterien erfüllt sind.

  • Erinnerungssymptome – ständig wiederkehrende, ungewollte, belastende Erinnerungen an das ehemals Erlebte gehen vielen Traumatisierten fast ohne Unterlass durch den Kopf. Das Erlebte wird häufig in Form von Flashbacks oder Albträumen wieder erlebt.
  • Vermeidungssymptome – als eskapistische Reaktion versuchen die Betroffenen, egal ob bewusst oder unbewusst, Gedanken und Situationen, die sie an das Erlebte erinnern, zu verdrängen und zu vermeiden.
  • Übererregungssymptome – diese zeigen sich durch erhöhte Schreckhaftigkeit, Schlafstörungen oder Konzentrationsprobleme. Oft sind die Traumatisierten extrem reizbar und neigen zu impulsiven Wutausbrüchen

Welche Behandlungsmethoden gibt es?

Das eine traumatisierte Person zunächst Zeit und Abstand zum Trauma auslösenden Ereignis braucht, ist folgerichtig. Hier zählt vor allem die Schutzfunktion des sozialen Umfelds. Etwa 50 Prozent der Betroffenen gelingt es, das Erlebte eigenständig zu verarbeiten. Bei denjenigen, die auch nach Wochen noch intensive Symptome einer Traumatisierung zeigen, ist es notwendig, intervenierend tätig zu werden. Eine möglichst frühzeitige psychotherapeutische Behandlung wird dann wichtig, um Folgeerkrankungen vorzubeugen. Als Ausgangspunkt sollte immer die sorgfältige Analyse des Beschwerdebildes stehen. Darauffolgend sollte die Erstellung eines Behandlungsplans erfolgen, der eine Kombination aus verschiedenen Verfahren beinhaltet. Zu den zentralen Inhalten zählt:

  • Die systematische Bewältigung des Traumas: Durch psychotherapeutische Sitzungen werden die traumatischen Erlebnisse schrittweise psychisch verarbeitet, eine Neuordnung und Bewertung der Erlebnisse wird angestrebt. Ziel ist es primär, die Albträume und Flashbacks zu reduzieren.
  • Abbau von Vermeidungsverhalten: Durch Übungen und neue Erfahrungen wird gezielt versucht, das Vermeidungsverhalten zu reduzieren. Ängste und Depressionen werden durch verhaltenstherapeutische Methoden überwunden. Der Handlungsspielraum des Patienten kann so wieder hergestellt werden.
  • Normalisierung des Gefühlslebens: Durch vertiefende Gespräche, Entspannungsverfahren, Gruppenerfahrungen und körperorientierte Übungen wird versucht wieder einen Zugang zum eigenen Gefühlsleben zu gewinnen.

Postraumatische Belastungsstörung - ein eigenständiges Krankheitsbild

Fakt ist, dass die postraumatische Belastungsstörung in den letzten Jahren immer weiter in den Fokus psychologischer Untersuchungen gerückt ist. Eine Differenzierung zwischen Trauma, akuter Belastung und dieser Störung ist erfolgt. Die postraumatische Belastungsstörung ist ein eigenständiges Krankheitsbild und oft die Folge eines traumatischen Erlebnisses.

Quellen:

Welt Online : Trauma-Patienten wird der Schrecken genommen (25.1.2008).

Praxis Psychologie : Postraumatische Belastungsstörung

Karteikarte.com : Kriterien von PTBS

Kai Wichelmann, Kai Wichelmann

Kai Wichelmann - Ich bin Wirtschaftspsychologe aus Köln Meine journalistischen Interessensgebiete sind breit gefächert, doch interessieren ...

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