Im Kampf gegen die Parasiten des Menschen wie Läuse und Milben kommen unterschiedliche Präparate zum Einsatz. Eine Bekämpfung dieser Schädlinge ist nötig, da sie Krankheitserreger auf den Menschen übertragen können.
Behandlungsmöglichkeiten von Parasiten
Ziel einer jeden Behandlung von Parasiten ist immer das vollständige Abtöten der Schädlinge sowie die Vernichtung ihrer Gelege. Nur so lässt sich eine Wiederausbreitung wirksam vermeiden. Meist werden Muskel- und Nervengifte eingesetzt, um die Schadinsekten zu vernichten. Unter Umständen ist eine Wiederholung der Behandlung nötig. Gegen die verschiedenen Parasiten kommen unterschiedliche Wirkstoffe zum Einsatz. Hier ein Überblick über die wichtigsten Wirkstoffe:
Allethrin gegen Krätzemilben, Kopfläuse und ihre Eier
Allethrin wird zur Behandlung von Krätzemilben, Kopfläusen und ihren Eiern (Nissen) eingesetzt. Entwickelt wurde dieser Wirkstoff aus Inhaltstoffen der Blüten von Chrysanthemen. Als starkes Muskel- und Nervengift bekämpft es effektiv die schädlichen Organismen. Um die insektizide Wirkung von Allethrin zu verstärken, wird es mit Piperonylbutoxid kombiniert. Der Wirkstoff sollte sorgfältig in der betroffenen Region eingesetzt werden und darf nicht mit Augen und Schleimhäuten in Berührung kommen. Die Hände sind daher nach der Anwendung zu waschen, es sei denn eine Behandlung der Hände ist nötig. Bei größeren Verletzungen oder Entzündungen der Haut sollte Allethrin nicht verwendet werden. Für Kinder unter einem Jahr, Schwangere und stillende Mütter ist der Wirkstoff ebenfalls nicht geeignet. Vorsicht ist auch bei chronischen Atembeschwerden und Asthma angezeigt. Rücksprache mit dem behandelnden Arzt ist unerlässlich. Gelegentlich können allergische Reaktionen und Hautreizungen auftreten. Bei solchen Reaktionen sollten Sie Sie sofort Ihren Arzt oder Apotheker konsultieren.
Benzylbenzoat gegen Krätze
Benzylbenzoat bekämpft die Krätze (Scabies), indem das Mittel äußerlich auf die Haut aufgetragen wird. Der Wirkstoff tötet zuverlässig Milben, die die Krätze, eine stark juckende, nicht allergische Hauterkrankung, verursachen. Es sollte bei der Anwendung darauf geachtet werden, dass die Schleimhäute (Auge, Nase, Mund, Scheide, Darm) nicht in Kontakt mit dem Präparat kommen, ebenso wie offene Wunden oder stark entzündete Haut. Kleinkinder und Säuglinge sollten nur nach ausdrücklicher Empfehlung durch den Arzt mit diesem Wirkstoff behandelt werden. In der Zeit einer Schwangerschaft darf Benzylbenzoat nicht angewendet werden. Während der Stillzeit sollte der Einsatz im Bereich der Brust unterbleiben. Gelegentlich kann es zu allergischen Reaktionen auf den Wirkstoff kommen. In einem solchen Fall ist unverzüglich ein Arzt oder Apotheker aufzusuchen. Eine Hautreaktion kann auch durch Überempfindlichkeit ausgelöst werden. So kann es zu Rötung, Juckreiz, Ausschlag oder der Bildung von Quaddeln kommen.
Crotamiton gegen Krätzemilben und Läuse
Crotamiton wurde im Zweiten Weltkrieg gegen eine Krätzemilben-Epidemie entwickelt und wird heute noch bevorzugt gegen Krätzemilben eingesetzt. Läuse soll der Wirkstoff ebenfalls effektiv bekämpfen. Der typische, starke Juckreiz bei Krätzemilben-Befall wird durch crotamitonhaltige Präparate reduziert. Es sollte bei der Anwendung darauf geachtet werden, dass die Schleimhäute (Auge, Nase, Mund, Scheide, Darm) nicht in Kontakt mit dem Präparat kommen, ebenso wie offene Wunden, nässende Hautausschläge oder stark entzündete Haut. Kleinkinder und Säuglinge sollten nur nach ausdrücklicher Empfehlung durch den Arzt mit diesem Wirkstoff behandelt werden. Während der Schwangerschaft und der Stillzeit darf das Medikament nur in Ausnahmefällen nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt eingesetzt werden. Gelegentlich kann es zu allergischen Reaktionen auf den Wirkstoff kommen. In einem solchen Fall ist unverzüglich ein Arzt oder Apotheker aufzusuchen. Eine Hautreaktion kann auch durch Überempfindlichkeit ausgelöst werden. Es kann zu kurzfristiger Erwärmung der behandelten Stelle, Hautrötung oder -reizung kommen.
Bitte beachten Sie, dass ein Suite101-Artikel generell die fachliche Beurteilung durch einen Arzt nicht ersetzen kann! Besprechen Sie sich also im Zweifelsfall mit Ihrem Hausarzt.
