
- Der neue GLK in freier Wildbahn - Daimler AG
Mercedes-Benz bietet mit dem G-Modell sowie der ML- und GL-Klasse bereits eine breitgefächerte Palette an heute SUV (Sports Utility Vehicle) genannten Geländewagen an. Während der ML mehr für die Prachtboulevards der Welt geschaffen wurde, bieten die seit über 25 Jahren gefertigte G-Klasse und der GL echte Geländequalitäten. Der GLK wurde entwickelt, um im Segment kleinerer SUVs gegen die Konkurrenten BMW X3, Volkswagen Tiguan sowie den Audi Q5 anzutreten. Der X3 fährt schon seit vier Jahren gute Verkaufszahlen ein; der Tiguan wurde vom Start weg so erfolgreich, dass nur Sonderschichten die Nachfrage befriedigen können. Mercedes-Benz musste also nachlegen, um sich auch an diesem lukrativen Geschäftsfeld ein Stück vom Kuchen zu sichern.
Der neue GLK setzt mit seinem kantigen Design Akzente
Verwechslungsgefahr mit anderen Autos seiner Klasse besteht beim GLK nicht. Er orientiert sich am Design des kantigen G-Modells und sorgt somit für Abwechslung im Straßenbild. Ecken und Kanten sind am GLK dermaßen ausgeprägt und dominant, dass er dadurch extrem auffällt. Doch der Verzicht auf Rundungen steht dem Neuen gut: Er wirkt dynamisch und modern. Wäre er ein Schauspieler, würde man ihm ein hohes Maß an Bildschirmpräsenz bescheinigen. Die viertürige Karosserie des Offroaders zeigt aber auch mittels ihrer kompakten Außenmaße, wohin die Zukunft der SUV führt: In eine neue Bescheidenheit, die bei aller Liebe zu Freiheit und Abenteuer auf den immer knapper werdenden Verkehrsraum Rücksicht nimmt und damit Pluspunkte beim Image sammelt.
Das Interieur des GLK mit der Baumusternummer X204
Auch im Interieur finden sich fast ausschließlich Ecken und Kanten. Die Armaturentafel bietet eine hochwertige Verarbeitungsqualität und ein breites Paneel in Aluminium- oder Holzoptik. Alu und Holz findet der Käufer je nach gewählter Ausstattung auch reichhaltig an Türen und Mittelkonsole. Für das Auge wird demnach viel geboten; Wohlfühlen und Sich-sicher-fühlen steht an erster Stelle. Negativ: Die billig wirkenden, großflächigen Innenverkleidungen der Türen. Zu viel Plastik; ein Jahreswagen der E-Klasse bietet für den Hälfte des Preises eines GLK mehr Stoff und angenehmere Haptik.
Zweiteilig umklappbare Rückenlehnen im Fond sorgen für Flexibilität beim Transport: Fahrräder oder Kühlschrank – nichts bleibt zu Hause. Einer der meist geschätzten Vorteile dieser Fahrzeuggattung ist die hohe Sitzposition. Der Fahrer bleibt gelassener, weil er die Verkehrssituation um sich herum besser überblicken kann. Ein Vorteil, der sich ihm auch im GLK bietet und als echtes Sicherheitsplus gelten darf. Großzügige Rundumsicht und ein großzügiges Raumgefühl gibt es serienmäßig ohne Aufpreis.
Vier Motoren stehen bei der Markteinführung im Oktober 2008 zur Wahl
Der GLK basiert auf der neuen C-Klasse W204. Seine Preisliste beginnt mit 40.341 Euro. Alle Varianten haben ein Siebengangautomatikgetriebe und Allradantrieb. Der Vierzylinder GLK 220 CDI bietet 125 kw (170 PS), der GLK 320 CDI sechs Zylinder und 165 kw (224 PS). Die Sechszylinder-Benziner mit den Bezeichnungen GLK 280 und GLK 350 leisten 170 kw (231PS) und 200 kw (272 PS). In 2009 wird es weitere Varianten geben; auch preiswertere Einstiegsmodelle nur mit Heckantrieb.
Der GLK spielt Geländegängigkeit nicht nur vor, sondern ist ein Fahrzeug, das sich tatsächlich auch abseits ausgebauter Straßen behauptet. Der Böschungswinkel vorne beträgt 22 Grad; derjenige hinten 24,8 Grad. Die Wattiefe (Wasserdurchfahrt) mißt 300 mm; die maximale Steigfähigkeit beträgt bis zu 68 Prozent. Mittels Offroadpaket kann man nicht nur optisch aufrüsten, sondern durch Unterfahr- und Unterbodenschutz auch die Technik schützen. Berganfahrhilfe und ESP sowie Bremsassistent und Intelligent Light System sorgen serienmäßig für mehr Sicherheit. Front- und Heckschürzen mit schwarzen Offroad-Pads oder Bordkantenzierstäbe in Chrom: Der Käufer entscheidet selbst über den optischen Auftritt der hochwertig gefertigten GLK-Karosserie.
Sex and the City – frühe Performance in allen Städten
Die Automobilbranche bedient sich schon seit langem der Filmwirtschaft, um die Einführung eines neuen Wagens zu begleiten. Auch der GLK macht da keine Ausnahme. Im Kinofilm zu der erfolgreichen Fernsehserie Sex and the City war Mercedes Placementpartner und stellte eine S-Klasse, den SLR Roadster und den GLK werbewirksam ins Bild. Der neue GLK feierte so schon ein halbes Jahr vor seiner eigentlichen Vorstellung eine unfreiwillige Premiere, weil Fotos von den Dreharbeiten gewollt oder ungewollt in die Presse gelangten. Schauspielerin Kim Cattrall an einem weißen GLK – ein Bild, das um die Welt ging.
Presseteams sind in Innenstädten der Metropolen unterwegs; silberne, sandfarbene und weiße GLK wecken das Interesse der Passanten. Prospekte und aufwändig gestaltete Bildbände werden großzügig verteilt. Auf der Königsallee in Düsseldorf – dem Inbegriff für Chic und Mode – lenkt ein GLK weibliche wie männliche Besucher schon vor seiner Premiere vom Shoppen ab. Die Beachtung des neuen Mercedes ist immens. Im Übrigen auch als Modellauto vom GLK, nach dem die Nachfrage groß ist.
So fällt es auch nicht schwer, dem Wagen trotz seines hohen Preises und seiner ellenlangen Aufpreisliste eine erfolgreiche Zukunft vorauszusagen. Aufpreise haben die Klientel von Mercedes noch nie gestört. Aber glücklicherweise sind alle Sicherheitsfeatures ebenso ohne Aufpreis mit an Bord, wie der kantige und damit außergewöhnliche Auftritt des GLK für eine willkommene Abwechslung im Straßenbild sorgt und dabei die Schonung knapper Ressourcen nicht aus dem Auge verliert.
