Praktikum in China

Chinas Wirtschaft wächst und wächst. Immer neue Unternehmen werden im Reich der Mitte gegründet, deswegen werden dort auch immer mehr Praktikanten gesucht

Ein Praktikum muss fast jeder Studierende bis zum Ende seines Studiums absolviert haben. Doch nur wenige kommen auf die Idee, in das ferne China zu reisen, um dem doch eher langweiligen Praktikum allein durch die Fremde des Landes ein wenig Würze zu verleihen.

Chinesischkenntnisse sind nur selten erforderlich. Man kann schon kurzfristig gute Angebote finden, in denen man neben Deutsch- und vielleicht grundlegenden Englischkenntnissen keine weiteren Qualifikationen vorweisen muss.

Gerade für Studenten, die an deutschen Universitäten Chinesisch lernen, ist ein Aufenthalt in China von großem Vorteil. Manche Professoren des exotischen Studiengangs sind sogar dafür, eine Reise in das Reich der Mitte als obligatorischen Teil in das Studium zu integrieren. Doch wer soll das bezahlen?

Stipendium für ein Auslandssemester

Die Antwort ist dann doch recht verblüffend: Es gibt mittlerweile sehr viele deutsche und internationale Einrichtungen wie den DAAD, die über die finanziellen Mittel verfügen, Dutzenden von Studenten den Aufenthalt in China zu finanzieren. Über so ein Stipendium können sogar Sprachsemester an großen chinesischen Universitäten finanziert werden.

Wenn man also keine Lust hat in einem zweitklassigen 08/15-Unternehmen in einem langweiligen deutschen Bundesland mehrere Monate zu verbringen, sollte sich im Internet einfach mal nach Praktika-Vermittlungen umschauen. Man darf nur nicht allzu wählerisch sein. Um eine richtig gute Praktikantenstelle zu finden, muss man sehr lange suchen und über das Quentchen Glück verfügen. Außerdem ist es wichtig, sich so früh wie möglich um den Auslandsaufenthalt zu kümmern. Es gilt: Je früher man sich informiert und bewirbt, desto höher sind die Chancen eine spannende und gutbezahlte Stelle als Praktikant zu bekommen.

Große Vielfalt an Möglichkeiten beim Wahl des Praktikums

Wer jetzt denkt, man würde ohnehin nur bei den Ablegern der großen deutschen Firmen in einer dieser verwestlichten Megastädte landen, der ist falsch informiert. Das immense Wachstum der chinesischen Wirtschaft hat dazu geführt, dass in immer mehr Orten Praktikanten gesucht werden. Und man denke an die enorme Größe des chinesischen Reiches. Je nach Vorliebe kann sich der Suchende entweder für eine Stadt im Norden Chinas entscheiden und dort das eher kühlere und frostige Klima genießen oder er entscheidet sich für den fast tropischen Süden und geht nach Guangzhou.

Es ist aber jedem Interessierten geraten, sich erst einmal nachgiebig über die Region zu informieren, in die man reisen möchte. Allein die Essgewohnheiten der Chinesen in Sichuan kann für den einen oder anderen Deutschen so gewöhnungsbedürftig sein, dass er auch nach mehreren Monaten Aufenthalt keinen Bissen chinesischen Essens herunterkriegt. Der muss dann wohl oder übel jede Woche zu den europäischen oder amerikanischen Restaurants pilgern und sich für teures Geld ein westliches Essen zubereiten lassen.

Entscheidender sind wohl die klimatischen Bedindungen, die von subtropischer Hitze über Sandstürme bis hin zu arktischen Temperaturen variieren können. Der Unterschied von Hongkong zu Peking kann so groß sein wie der zwischen Madrid und Moskau.