Klar ist, dass Auslandserfahrungen heute keine Besonderheit mehr sind, sondern – vor allem bei Hochschulabsloventen – obligatorischer Bestandteil des Lebenslaufs. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Punkte zusammen, die bei einem Praktikantenaufenthalt in den USA zu beachten sind.
Wie findet sich der geeignete Praktikumsplatz?
Hier ist ein systematisches Vorgehen unabdingbar, da die Möglichkeiten schier unbegrenzt sind: So liefern Suchmaschinen mehrere hunderttausend Treffer für Stichworte wie „Praktikum in den USA“ oder „Arbeiten in den USA“. Orientierungshilfe bieten vor allem die Hochschulteams und die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung der Agentur für Arbeit, Informationsangebote der Universitäten, der DAAD und internationale Jobbörsen. Die Fachhochschule Hannover hat hierzu eine sehr gute Übersicht zusammengestellt: http://usa.fh-hannover.de/.
Ein anderer Weg, um ein passendes Unternehmen in den USA zu finden, geht über gebührenpflichtige Vermittlungsorganisationen.
Visum
Um in den USA ein Praktikum absolvieren zu können, ist ein Visum nötig, mit dessen Antrag ziemlich viel Papierarbeit verbunden ist. Ausreichende Englischkenntnisse sind nachzuweisen, mit dem Praktikumsgeber muss ein Papier zu Zielen und Inhalten des Praktikums erarbeitet und eine finanzielle Absicherung (pro Monat rund 750 Dollar) belegt werden. Der Antrag für ein Praktikantenvisum kann erst dann gestellt werden, wenn ein Praktikumsplatz gefunden ist.
Das Visum wird nicht direkt bei den amerikanischen Behörden beantragt, sondern ausschließlich über Vermittlungsagenturen wie travelworks, die den zukünftigen Praktikanten die erforderlichen Dokumente zur Verfügung stellen und bei deren Bearbeitung helfen. Außerdem bieten diese Agenturen regelmäßig Vor- und Nachbereitungsseminare an, die den Austausch mit anderen zukünftigen Praktikanten ermöglichen und auf die kulturellen Unterschiede zwischen Deutschen und Amerikanern aufmerksam machen, um möglicherweise auftretenden Problemen im Arbeits- und Alltagsleben zuvorzukommen.
Nicht zu unterschätzen sind die Kosten für ein Visum. Für einen dreimonatigen Aufenthalt als Praktikant zahlt man rund 800 Euro, worin eine private Krankenversicherung enthalten ist.
Der letzte Schritt in der Beantragung des Visums ist das persönliche Vorsprechen in einem der amerikanischen Konsulate (Berlin, München, Hamburg).
Finanzierung
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, finanzielle Unterstützung in Form von Stipendien zu bekommen. Eine gute Übersicht hierzu findet sich auf der Website des DAAD, wo man durch Eingabe von Studienfach und akademischem Grad gezielt nach passenden Stipendien suchen kann. Die Unterstützung reicht von Beteiligungen an den Reisekosten bis zu großzügigen Stipendien.
Bei der Vergabe der Förderungen spielen vor allem Fremdsprachenkenntnisse, Noten, die Relevanz des Praktikums für den Studiengang und außeruniversitäre Tätigkeiten (etwa soziales Engagement) eine entscheidende Rolle. Auch um finanzielle Unterstützung zu beantragen, sollten mehrere Monate im Voraus eingeplant werden.
Tipps
Das Thema Praktikum in den USA wird in vielen Blogs und diversen Gruppen in Internet-Communities diskutiert – dort finden sich persönliche Erfahrungsberichte, Tipps und Tricks zur Wohnungssuche und zum Leben und Arbeiten in den USA allgemein.
