Praktikumssuche – mit den richtigen Mitteln zum Erfolg

Printanzeigen, Online-Börsen, Eigeninitiative - es gibt viele Wege, das geeignete Praktikum zu bekommen. Ein klares System hilft bei der Suche.

Initiativbewerbungen, Vitamin B, Praktikabörsen, Zeitungsanzeigen – es gibt mittlerweile sehr viele Wege ein Praktikum zu bekommen. Diese Vielfalt gestaltet das Ganze aber auch wieder schwierig und häufig verliert man den Überblick und damit im schlimmsten Fall auch die Motivation.

Was kann ich und was will ich?

Dies sind die ersten Fragen auf dem Weg zum Praktikum. Besonders wichtig ist diese Aufstellung vor den ersten praktischen Erfahrungen. Aber auch für alte Hasen kann es sich durchaus lohnen, ab und zu Bilanz zu ziehen und Ist-Stand und Ziele neu zu definieren. In die Kategorie „was kann ich“ fallen alle persönlichen Vorzüge: Soft Skills wie Teamfähigkeit, Organisationstalent oder Flexibilität, aber auch technische Fähigkeiten wie EDV- oder Sprachkenntnisse. „Was will ich“, beschreibt die Karriere-Ziele, wie Bürokauffrau, IT-Fachmann oder Lehrer. Ziele sollten am besten in kurz-, mittel- und langfristig unterteilt werden, um einen genauen Überblick zu erhalten. So entsteht das Grundgerüst.

Ziele genau definieren

Steht das berufliche Ziel fest, überlegt man sich, welche Firmen, Personen oder sogar Branchen damit zu tun haben. Hierbei ist ein Mind Map oder zumindest eine Auflistung sehr hilfreich. Dann folgt die Reflexion darüber, in welchem Bereich man sich ein Praktikum vorstellen könnte, um dem Berufsziel näher zu kommen. Ebenso sollte man entscheiden, ob man in einer größeren Firma oder auch in einer Ich-AG anfragen und arbeiten möchte. Je nach Schwerpunkt hat alles Vor- und Nachteile. Zum Einstieg ist es allerdings häufig leichter, in kleineren Betrieben Erfahrungen zu sammeln. Auch eine Auflistung dazu, was man selbst mit dem Praktikum erreichen möchte, kann bei der Zieldefinition helfen und auch schon ein erster Ansatzpunkt für das Bewerbungsschreiben sein. Die Suche kann beginnen!

Überblick im Anzeigenchaos

Sucht man ortsgebunden, so gibt es die Möglichkeit über die Gelben Seiten oder Branchenverzeichnisse alle in Frage kommenden Firmen im Umkreis zu ermitteln. Es empfiehlt sich dann unbedingt auf die Websites der Unternehmen zu gehen, auf denen häufig Stellen- und Praktika-Angebote ausgeschrieben sind. So erhält man gleich den richtigen Ansprechpartner und zeigt auch Bemühung. Gibt es keine Website, ist eine Suche des Firmennamens über Suchmaschinen eventuell trotzdem lohnend, da viele Unternehmen in Zeitungen inserieren, die dann auch online verfügbar sind. Findet man nichts Brauchbares im Internet, bietet sich durchaus eine Initiativbewerbung an. Ansprechpartner sollten aber, vor allem bei größeren Firmen, in jedem Fall durch ein vorheriges Telefonat herausgefunden werden. Auch ein Blick in die Printmedien kann nicht schaden. Jedoch werden die meisten Praktika-Anzeigen online geschaltet und nicht gedruckt.

Online-Suche

Bei einer regionalen oder sogar internationalen Suche im Internet empfiehlt es sich auch, nach System vorzugehen. Gibt man den Begriff „Praktikum“ in Suchmaschinen ein, so finden sich viele Börsen, die der Reihe nach abgeklappert werden können. Es empfiehlt sich jedoch, alle Kategorien abzuklappern und sich nicht nur auf etwa eine Region zu beschränken. Im besten Fall hat man im Vorfeld schon alle persönlichen Unterlagen so vorbereitet, dass einer direkten Bewerbung nichts mehr im Weg steht. Das Anschreiben sollte jedoch in jedem Fall individuell erstellt werden. Eine systematische Auflistung der Suchergebnisse erleichtert die Entscheidung zur Bewerbung und kann auch eine Hilfe für spätere Bewerbungen sein. Da im Internet häufig sehr viele Angaben stehen, sollte man sich trotzdem nicht abschrecken lassen. Am Ende hilft es vielleicht zu sagen: „Dies und jenes kann ich noch nicht, aber ich freue mich darauf, es bei Ihnen im Praktikum zu lernen.“