
- Gestüt Winterhauchs Amaron ist der Favorit im Köln - Frank Sorge
Der Preis des Winterfavoriten gilt nach wie vor als wichtigstes Rennen für den Nachwuchs in Deutschlands Rennställen. Das ist auch 2011 der Fall. Wenn sich am 16. Oktober 2011 auf der Kölner Rennbahn die Boxen öffnen, ist alles am Start, was Rang und Namen hat bei den Zweijährigen.
Amaron ist der Favorit in Köln
Der Favorit dürfte vor Ort trainiert werden. Denn mit Amaron aus dem Stall von Andreas Löwe kommt ein ungeschlagener Zweijähriger mit Topmeriten an den Start. Der Shamardal-Sohn des Gestüt Winterhauchs gewann beim Debüt an gleicher Stelle im Oppenheim-Rennen gleich auf Listenebene. Anschließend war ein ähnlich leichter Erfolg im Zukunfts-Rennen der Großen Woche in Baden-Baden auf Gruppe-3-Niveau über 1.400m fällig. Allenfalls die um 200m weitere Distanz des Winterfavoriten ist ein Fragezeichen. Bei weiterer Steigerung ist Amaron sicher ein erster Anwärter.
Andreas Wöhler will auch den Winterfavoriten stellen
Gewonnen hat er das Rennen allerdings noch lange nicht. Denn einige der anderen Kandidaten können ebenfalls sehr gute Formen vorweisen. Dabei ist an erster Stelle Novellist zu nennen. Mit dem Sohn der Night Lagoon, die ihrerseits als Zweijährige den Preis der Winterkönigin gewinnen konnte, will Andreas Wöhler nach dem Deutschen Derby ein weiteres wichtiges Jahrgangsrennen gewinnen.
Der Monsun-Sohn gestaltete seinen bislang einzigen Start zu einer wahren Prozession, als er ein Maidenrennen in Düsseldorf mit acht Längen Vorsprung gewann. Der im Stall enorm hoch eingeschätzte Hengst sollte auch hier eine scharfe Klinge schlagen können. Ein Sieg in Köln würde das Doppel für den Stall bei den wichtigsten Nachwuchsrennen 2011 bedeuten, denn mit Monami gewann Wöhler zuletzt bereits die Winterkönigin in Baden-Baden.
Energizer könnte der nächste Star von Jens Hirschberger sein
Die Dreierwette könnte durch Energizer komplettiert werden. Der ebenfalls von Monsun stammende Hengst aus dem Stall von Jens Hirschberger war ebenfalls nur einmal am Start. Dabei gewann er den renommierten Junioren-Preis (L, 1.600m) in Düsseldorf mit sogar zehn Längen Vorsprung. Wie gut er wirklich ist, ist ebenso wie bei Novellist noch nicht absehbar. Georg Baron von Ullmanns Nachwuchshoffnung könnte vielleicht einmal in die Fußstapfen eines Wiener Walzers oder gar Manduros treten.
Peter Schiergen schickt ein Doppel in den Winterfavoriten
Der, Trainer der Arc-Siegerin Danedream, Peter Schiergen schickt mit Amarillo und Spirit Danon ein Duo in das Rennen. Dabei ist Amarillo als Wahl von Stalljockey Andrasch Starke wojl am ehesten die Nachfolge von Vorjahressieger Silvaner antreten. Er gewann auf Anhieb in Düsseldorf, musste aber danach zweimal Amaron deutlich vor sich dulden. Mit etwas Steigerung könnte er aber durchaus ein Platzgeld erreichen. Ähnliche Aussichten dürfte sein Stallgefährte haben, der zuletzt sogar knapp vor ihm war. Beide müssten sich aber massiv verbessert haben, um für den Sieg in Frage zu kommen.
Tai Chi ist ein möglicher Außenseiter in Köln
Ein interessanter Kandidat könnte eventuell Tai Chi sein. Der Starter von Werner Baltromei gewann vor wenigen Tagen bereits sein drittes Rennen in Folge. Mit dem Ferdinand-Leisten-Memorial in Baden-Baden sicherte er sich das höchstdotierte Zweijährigenrennen des Jahres. 100.000 Euro wanderten dabei auf das Konto des Gestüt Hachtsee.
Wenn die Startfolge nicht zu schnell ist, könnte er auch diesmal eine gute Rolle spielen. Er traf aber noch nicht die Jahrgangsspitze und müsste sich weiter steigern. Das gilt noch mehr für den Rest des Feldes, das sich aus Macao und Pacha zusammensetzt. Ersterer gewann immerhin auf Anhieb, während letzterer noch sieglos ist.
