Preis von Europa 2011 - Earl of Tinsdal will das Doppel

Revanche: Saltas (links) wieder gegen den
Revanche: Saltas (links) wieder gegen den "Earl". - Marc Rühl
Das letzte Gruppe-1-Rennen des Jahres in Deutschland in der Domstadt sieht ein kleines Feld am Start. Favorisiert wird der Derbyzweite Earl of Tinsdal.

Wenn sich am 25. September 2011 in Köln die Boxen zum Preis von Europa öffnen, wird sich nur ein kleines Feld zum letzten Rennen der höchsten Kategoriedes Jahres hierzulande auf die Reise begeben. Starke ausländische Gäste sind nicht zu sehen. Daher steht der Derbyzweite Earl of Tinsdal im Fokus.

Earl of Tinsdal will das Gruppe-1-Doppel in der Domstadt

Der Dreijährige aus dem Stall von Andreas Wöhler ist bereits ein alter Bekannter in der Domstadt. Zuletzt gewann er den Rheinland-Pokal (Gruppe 1, 2.400m) an gleicher Stätte in Handgalopp. Auch der zweite Platz aus dem Deutschen Derby in Hamburg ist eine erstklassige Empfehlung. Normalerweise führt auch diesmal kein Weg an dem Black Sam Bellamy-Sohn vorbei, denn solche Formen kann sonst kein Teilnehmer im Feld vorweisen.

Saltas sucht die Revanche

Die stärksten Gegner kommen ebenfalls aus dem Derby-Jahrgang. Dabei sucht erneut Saltas erneut die Revanche an Earl of Tinsdal. Es ist bereits das vierte Aufeinandertreffen der beiden Pferde. Bislang war Saltas immer unterlegen. Dabei wurden die Abstände zwischen den beiden immer größer.

Nach dem knappen Ende in einem Frankfurter Gruppe-Rennen im Frühjahr, lagen im Deutschen Derby bereits zwei Längen zwischen dem "Earl" als Zweiten und Saltas als Dritten. Zuletzt im Rheinland-Pokal siegte ersterer dann sogar mit vier Längen. Dementsprechend spricht wenig für eine Formumkehr. Eine Platzierung sollte der Schützling von Peter Schiergen aber wieder sicher haben.

Ibicenco hat Außenseiterchancen im Preis von Europa

Für einen vorderen Platz kommen vor allem die beiden weiteren Dreijährigen in Frage. Von diesen hat Gestüt Schlenderhans Ibicenco auf dem Papier bessere Chancen als Seismos. Er war Achter im Derby, überzeugte aber zuvor und danach mit zwei Platzierungen in kleineren Grupperennen in Frankreich. Seismos, der zweite Vertreter von Andreas Wöhler, ist sicher schwächer einzuschätzen. Der Dalakhani-Sohn gewann zwar aktuell ein Listenrennen in Frankreich. Aber die Gegner sind diesmal so stark wie nie zuvor.

Campanologist vertritt ausländische Interessen in Köln

Einen durchaus schlagbaren Eindruck machen der einzige ausländische Gast, Campanologist. Der Vertreter des Godolphin-Stalls ist ein alter Bekannter. Er siegte im Vorjahr hierzulande sogar zweimal auf höchster Ebene. Von dieser Form ist er aber 2011 weit entfernt. Campanologist begann das Jahr mit einem Ehrenplatz zu So You think im Tattersalls Gold Cup (Gruppe 1, 2.000m) auf dem irischen Curragh. Danach folgten drei schwache Leistungen in britischen Gruppe-Rennen. Zuletzt zeigte er Aufwärtstrend mit einem zweiten Platz in einem Istanbuler Gruppe-2-Rennen. Ob das reicht, darf bezweifelt werden.

Das gilt weniger für Flamingo Fantasy, der das Feld komplettiert. Der Sechsjährige ist seit zwei Jahren sieglos und war in diesem Jahr bei allen Starts ohne Siegchancen. Der Schützling von Sascha Smerczek müsste sich an seine Bestform als Vierjähriger erinnern, um eine Chance zu haben. Damals stieg er im Düsseldorfer Deutschlandpreis zum Gruppe-1-Sieger auf.

Ralph Ammann, Ammann

Ralph Ammann - Ich bin auf Umwegen zum Journalismus gekommen. Als Kind war es mein erster Berufswunsch, aber trotzdem kam erst ein Biologiestudium, bevor ...

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