Hamburg ist das beliebteste Ziel für Städtetouristen in Deutschland und liegt somit noch vor Berlin und München. Vier Millionen Gäste kamen laut Kultursenat und Hamburger Tourismus GmbH in 2008 in die Hansestadt. Viele davon mit einem relativ kleinen Budget. Diese Zielgruppe hatte Hotelier Kai Hollmann im Auge, als er das Projekt ‚Superbude’ auf den Weg brachte. Eine Herberge für Backpacker, das war seine Vorstellung. Die Frage war jedoch, ob sich das rechnen würde. Da es keine sichere Antwort gab, wurde das Konzept noch einmal überarbeitet. Das Ergebnis ist eine Kombination aus Hotel und Hostel.

Die Aufgabe, das Konzept auszuarbeiten, ging an das Augsburger Büro 3meta. Ziel war es, das etwas andere jedoch auch preisgünstige und maritime Interieur zu entwerfen und dem Ganzen einen passenden Namen zu geben: Superbude.

Preisgünstiges und maritimes Interieur

Was das preisgünstige und maritime Interieur anbelangt, waren der Kreativität keine Grenzen gesetzt und beim Eintreten sehen die Gäste das Ergebnis: Tisch und Sitzgelegenheiten aus dicken Tauen, die an die Reeperbahn und die Schiffe im Hafen erinnern. Gegenüber im sogenannten Kitchenclub: Hocker aus jeweils zwei Bierkisten der Kultbrauerei Astra, Küchenmöbel aus Teekisten und der Toaster mit dem berühmten Totenkopf des FC St. Pauli.

„Über die witzigen Ideen kann man reden, sie liefern Gesprächsstoff“, so Armin Fischer von 3meta.

Bereits zweimal seit der Eröffnung vor einem Jahr ausgezeichnet

Die Arbeit wurde denn auch mit Lob und Preisen belohnt, denn im Herbst 2008 ging der European Design Hotel Award in der Kategorie ‚Café, Bar, Nightclub or Lounge’ an die Superbude. Und tatsächlich ist die Lounge so interessant wie der Rest des Hauses. Die Sofas bestehen aus Europaletten und Polstern, die mit gespendeten Jeans bezogen wurden. Das Kuriose hier: Alle, die sich von ihren Jeans trennten, um sie zu spenden, durften im April 2008 zur Eröffnung kommen. Das brachte auch die Konkurrenz dazu, sich mit Hilfe einer alten Hose eine Einladung zu sichern, um nachzusehen, wie super es denn nun wirklich in der Superbude ist.

Auf der Internationalen Tourismus Börse (ITB) in Berlin wurde die Superbude kürzlich noch einmal ausgezeichnet, und zwar in der Kategorie ‚hotel business’.

Die Atmosphäre ist locker und die Gäste höchst unterschiedlich

Es hat also schon seinen Grund, dass die Superbude seit ihrer Eröffnung bis zu 80 Prozent ausgelastet ist. Zum einen weiß Betriebsleiter Jörn Hoppe, dass er das auch Veranstaltungen wie dem traditionellen Hafengeburtstag und den noch jungen Cruise Days zu verdanken hat. Doch auch die Atmosphäre hat etwas damit zu tun, denn „die ist sehr locker. Wir begrüßen die Gäste per Handschlag und alle duzen sich“, so Hoppe.

Noch zum veränderten Konzept: Das hat sich gerechnet, denn der Gästemix ist durchaus sehr interessant. Es kommen natürlich Backpacker, die sich große Zimmer teilen und dann nur 16 Euro für ein Bett bezahlen. Darüber hinaus kommen Familien, die die Möglichkeit haben, sich nach Beendigung des Frühstücks im Kitchenclub selbst zu versorgen und gratis die Waschmaschinen zu nutzen. Auch Musiker, die beispielsweise in der Markthalle spielen, sind Gäste oder unter der Woche sogar Geschäftsleute. Je nach Geschmack kann man übrigens ein blaues, grünes oder pinkes Zimmer buchen, in denen man dann sicher super schlafen kann. Fazit: Die Superbude scheint für alle super zu sein.

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