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Journalisten schreiben viel, rasch, über verschiedenste Themen, und Zeit ist für sie meist Mangelware. Wer ihnen mit brauchbaren Informationen Arbeitszeit ersparen kann, hat gute Chancen, dass seine Presseaussendung berücksichtigt wird. Immer vorausgesetzt, dass das Thema einer breiten Leserschaft in irgendeiner Weise einen Vorteil (Lesernutzen) bringt: Sei es einen Wissensvorsprung oder zumindest gute Unterhaltung.
Aktuelle und besondere Inhalte, Entwicklungen, Innovationen, Zahlen, Daten und Fakten sollen einfach und verständlich erkärt werden. Daraus einen gut formulierten Artikel zu schreiben ist das Handwerk der Journalisten.
Welcher Inhalt für welches Medium?
Je besser die Inhalte einer Presseinformation auf ein Medium abgestimmt werden, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Pressetext verwendet wird. Ein Boulevard-Magazin wird anders über ein Thema berichten, als eine konservative Fachzeitschrift. „Herausragende“ Leistungen oder eine Liste der „prominenten“ Gäste passen bei einigen Medien gut in die Informationsschiene, bei anderen wiederum gar nicht.
Daher landen Aussendungen im Gießkannenprinzip oft bei den falschen Medienleuten und in der Folge im (virtuellen) Papierkorb. Sie werden ebenso als Belästigung empfunden wie leere Worthülsen, Schönfärberei oder Lobhudelei. Besser ist es, nur jene Medien zu beschicken, die sich mit dem Themenbereich auch wirklich beschäftigen. Am Allerbesten ist es, persönliche Kontakte zu Medienleuten herzustellen und abzuklären, welche Informationen für diese von Interesse sind.
In der Kürze liegt die Würze
Pressetexte sind im Idealfall maximal eine bis eineinhalb DIN-A4-Seiten und drei bis vier Absätze lang. Das muss ausreichen, um die wichtigsten Daten und Fakten kurz und bündig zu vermitteln. Schachtelsätze, spezielle Sprachcodes, Fachausdrucke oder Fremdwörter sollten vermieden werden, damit es zu keinen inhaltlichen Missverständnissen kommt und der Sinn auch von Personen verstanden werden kann, die nicht aus dem Fachgebiet kommen. Einzige Ausnahme sind Fachmedien, bei deren Leserschaft man davon ausgehen kann, dass Sie ein ähnliches Sprachverständnis haben.
Formale Richtlinien
Eine gute Presseinformation ist wie eine Pyramide aufgebaut. Zu Beginn kommt das Wichtigste, während weiter unten nur noch Zusatzinformationen stehen, die notfalls vom Journalisten weggelassen werden können, ohne dass bei der Kürzung des Textes Informationen verloren gehen, die für das Verständnis wesentlich sind. Für allfällige Nachfragen sind konkrete Kontaktdaten unbedingt anzuführen.
Die sieben „Ws“: Wer? Was? Wann? Wo? Wie? Warum? Welche Quelle? sind die Grundlage klassischer Pressetexte und sollten bereits in der Überschrift, dem Untertitel und dem Vorspann – dem so genannten Lead – beantwortet werden: z.B. Wer macht was? Wie und warum geschieht etwas? Wann und wo hat sich etwas zugetragen? Wie kam es dazu? Was ist das Besondere daran? Wann und wo ist etwas erhältlich und wie viel kostet es? Warum wurde etwas initiiert? usw.
Das Pressefoto
Ein passendes Pressefoto ist eine gute Ergänzung zum Text. Es heißt: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Aber nur, wenn es in unmittelbarem Zusammenhang mit einem Text steht und erklärt wird, was darauf zu sehen ist. Andernfalls sagt es vielleicht gar nichts aus oder verwirrt nur. Aus dem Fototext (Bildlegende) muss hervorgehen, wer oder was in welcher Reihenfolge auf dem Foto abgebildet ist, wie der Fotograf heißt, wann die Aufnahme gemacht wurde, wer die Fotorechte inne hat und ob der Abdruck des Fotos honorarfrei ist. Das Foto sollte in der Regel digital, mit einer Auflösung von mindestens 300 dpi angeboten werden und die Dateigröße ein Megabyte nicht überschreiten.
Der beste Zeitpunkt
Bevor eine Presseinformation versandt wird lohnt es sich, Informationen über die relevanten Medien einzuholen. Zu wissen wer bei einem Medium zuständig ist und wann Redaktionsschluss ist, kann entscheidend für die Berücksichtigung einer Presseinformation sein. Eine Aussendung an Tageszeitungen und an Agenturen erfolgt am besten am Vormittag, bei Wochen- oder Monatszeitungen rechtzeitig bevor die Ausgabe in Druck geht. Wenn eine Presseinformation zu spät einlangt, war alle (schreiberische) Mühe umsonst.
Ebenfalls wissenswert: Firmenfarben optimal einsetzen; Tipps fürs Corporate Design; Websites optimal erstellen; Tipps für die Pressearbeit.
