Pressemitteilungen schreiben leicht gemacht

Der Artikel beschreibt vier Schritte zur Erstellung von optimalen Pressemitteilung.

Eine regelmäßige Öffentlichkeitsarbeit fördert das Firmenimage, erhöht den Bekanntheitsgrad und schafft Vertrauen. Das wohl meist genutzte Instrument der Öffentlichkeitsarbeit ist die Pressemitteilung. Sie informiert über aktuelle Neukeiten, Ereignisse, Produkte oder Veranstaltungen eines Unternehmens oder einer Organisation. Eine gute Möglichkeit, um Pressemiteilungen zu veröffentlichen sind Presseportale im Internet. Professionelle Presseportale sind in den Suchmaschinen gut positioniert und erreichen Medienkontakte und Endverbraucher gleichermaßen. Pressemitteilungen können hier zum größten Teil sogar kostenlos veröffentlicht werden. Ob die Nachricht auf Interesse stößt, hängt von verschiedenen inhaltlichen Faktoren ab. Auch die Presseportale haben verschiedene inhaltliche und formell Kriterien, die erfüllt werden müssen, damit eine Pressemitteilung veröffentlicht wird.

Mit der Beachtung von einigen einfachen Regeln können die Chancen auf eine Veröffentlichungen grundlegend beeinflusst werden. Auch die Wahrscheinlichkeit, dass die Pressetexte auf das Interesse der adressierten Zielgruppen stoßen, werden signifikant erhöht.

1. Interessanten Inhalten wecken das Interesse

Die Informationsflut in den Medien ist hoch. Leser überfliegen meist nur die Überschriften und vertiefen sich nur in Artikel, die sofort ihr Interesse wecken. Pressemitteilungen sollten immer sachliche Informationen enthalten. Werbliche und selbstdarstellende Inhalte sind dagegen wenig erfolgsversprechend. Ein griffiger und aussagekräftiger Titel und Untertitel sorgt dafür, überhaupt erst die Aufmerksamkeit der Leser zu erhaschen. Bestimmte Nachrichtenkriterien entscheiden darüber, ob eine Pressemitteilung dann auch weitergelesen wird. Wenn die Nachricht neu ist und der Informationsgehalt der Pressemitteilung hoch ist, stehen die Chancen für das Leserinteresse sehr gut. Hinzu kommen weitere inhaltliche Faktoren, die den Wert einer Nachricht bestimmen. Dazu zählen Aktualität, Betroffenheit, Folgenschwere, Konfliktträchtigkeit, Dramatik, Prominenz oder Kuriosität einer Nachricht. Je mehr dieser Kriterien in der Pressemitteilung enthalten sind, desto eher wird sie beachtet.

2. Klare Formulierungen sorgen für leichte Verständlichkeit

Der Sprachstil der Pressemitteilung sollte einigen grundlegenden Richtlinien folgen: Für die Textgestaltung ist die Zeitform Präsens, also Gegenwart ideal. Ebenso sollte die Nachricht in der 3. Person verfasst werden (Nicht „Wir eröffnen mit ‚Guenstigerkaufen.de’ einen neuen Onlineshop.“, sondern besser „Handelsunternehmen Müller eröffnet mit ‚Guenstigerkaufen.de’ einen neuen Onlineshop.“).

Klare und verständliche Formulierungen sorgen für eine schnelle Lesbarkeit und ein einfaches Textverständnis. Verschachtelte Satzkonstruktionen mit zahlreichen Nebensätzen erschweren ein schnelles Lesen und Verstehen der Textinformationen. Komplizierte Fachbegriffe, mehrdeutige Ausdrücke oder unverständliche Abkürzungen tragen ebenfalls nicht zu einem einfachen Textverständnis bei und erschweren zudem die Auffindbarkeit der Texte in den Suchmaschinen. Füllwörter wie „eigentlich“, „irgendwann“, „möglicherweise“, „wahrscheinlich“, oder „sicherlich“ sollten ebenfalls in Pressemitteilungen vermieden werden, den sie liefern keine Mehrwerte für den Inhalt.

Eine Pressemitteilung mit einer klaren Ausdrucksweise mit einfachen alltagstauglichen Begriffen sorgt für ein schnelles und einfaches Erfassen der Inhalte und unterstützt außerdem die Auffindbarkeit der Pressemitteilung in den Suchmaschinen.

3. Das Aufbauprinzip der Pressemitteilung: „Das Wichtigste zuerst“

Eine gut strukturierte Pressemitteilung besteht aus:

  • einem aussagefähigen Titel (Header) und ggf. einem Untertitel (Subline)
  • einem Einführungstext (Teaser oder Lead) mit den wichtigsten Inhalten in 2-3 Sätzen
  • dem eigentlichen Pressetext (Body) in 3-5 Absätzen
  • einem Abbinder (Boilerplate) mit den wichtigsten Unternehmensinformationen und
  • den Kontaktinformationen mit Angabe eines Ansprechpartners

Der Aufbau einer Pressemitteilung folgt dem Prinzip einer umgedrehten Pyramide. Aufgrund des großen Informationsangebotes in den Medien, ist die Aufmerksamkeitsspanne eines Lesers nicht sehr groß. Deshalb sollte der erste Absatz die wichtigsten Fakten enthalten und die 6 W-Fragen beantworten: Wer – Was – Wann – Wo – Wie - Warum. Die folgenden Informationen werden dann in absteigender Wichtigkeit angeordnet. Grundsätzlich beginnt die Nachricht also mit der Hauptaussage, dann folgen Hintergrundinformationen und Einzelheiten.

Für eine Veröffentlichung der Pressemitteilung auf Presseportalen ist die Verwendung von Schlagwörtern (Keywords) im Überschriften und Teaser wichtig, um eine bessere Auffindbarkeit der Pressemitteilung in den Suchmaschinen zu gewährleisten.

4. Bilder und Zitate sorgen für mehr Ausdruck und Persönlichkeit

Bilder sagen mehr als tausend Worte. Fotos oder Grafiken sind eine schöne Möglichkeit, um eine Nachricht visuell abzurunden. Wichtig dabei sind eine gute Bildqualität und aussagekräftige Bildunterschriften.

Zitate sind ebenso ein wichtiger Bestandteil einer Pressemitteilung. Sie sind Ausdruck von persönlichen Meinungen und hauchen einer Nachricht Leben ein. Zitate sollten ausdrucksstark sein und Neuigkeitswert besitzen. Leere Floskeln des Geschäftsführers, die den Inhalt der Pressemitteilung nur noch einmal wiedergeben, sind dagegen weniger interessant.

Ist die Pressemitteilung erstellt, wird sie über den klassischen Presseverteiler an die Redaktionen verschickt. Um jedoch weitere Zielgruppen zu erreichen, bieten Verteilerdienste, aber auch viele kostenlose Presseportale im Internet eine ideale Ergänzung. Es lohnt sich also, die Pressemitteilung auf vielen verschiedenen Portalen zu veröffentlichen. Die Reichweite der klassischen Pressearbeit lässt sich so um ein Vielfaches steigern.

Melanie Tamblé, Melanie Tamblé

Melanie Tamble - Melanie Tamblé ist Online-Marketing Expertin und Mitgründerin sowie Gesellschafterin der ADENION GmbH. Sie studierte ...

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