Das Filmstudio Glückauf hat seinen Sitz in Essen, der Kulturhauptstadt 2010, und ist zudem noch eines der renommiertesten und ältesten Kinos Nordrhein-Westfalens.
Entstehung, Geschichte und Zerstörung
Alles begann 1924. Dort wurde erstmalig seine Eröffnung gefeiert, nur um 1945 zerstört und später im 50er-Jahre-Stil wieder aufgebaut zu werden.
2001 musste das Glückauf Kino leider geschlossen werden, da das Gebäude baufällig war. 2007 sollte es dann endgültig abgerissen werden, um es nach dem Original aus den 20er Jahren wieder aufzubauen.
Wiederaufbau des Kinos
Im Dezember 2009 feierte man die Wiedereröffnung, u.a. mit dem Film „Nanuk“, der Eskimo von Robert J. Flaherty, der bereits bei der Eröffnung des Filmtheaters 1924 vorgeführt wurde.
Das neue Filmstudio wurde ähnlich dem Original aus dem Jahre 1924 wieder aufgebaut, bietet aber nicht mehr das bisher gewohnte Bild des Nachkriegsbaus.
Hinter der denkmalgeschützten Fassade des Glückauf-Hauses wurde von 2007 bis 2009 ein neues Geschäftshaus errichtet. Hierin ist nun auch das neue (alte) Filmtheater eingegliedert.
Bei einer Fläche von etwa 600 Quadratmetern umfasste das Kino bis zu seinem Abriss 2007 einen Saal mit 300 Sitzplätzen und eine Foyer-Bar, alles schick und edel im 50er-Jahre-Stil. Das Filmstudio passt heute wieder zur denkmalgeschützten Fassade des Glückauf-Hauses. Rund 90 Prozent der Inneneinrichtung konnte sichergestellt werden. Lediglich die Sitzanzahl wurde auf 250 reduziert, um mehr Beinfreiheit zu erreichen, was wiederum den Kinobesuchern zugute kommt. Das Kino selbst wurde bereits mehrfach für seine Jahresprogramme ausgezeichnet und gehört somit zu den am meisten ausgezeichneten Filmtheatern Deutschlands. Zuletzt besaß es eine moderne Beschallungsanlage mit Dolby Surround sowie eine Gulbransson-Stummfilmorgel.
Die Sanierung und der Wiederaufbau des Filmstudios kosteten knapp 2,4 Millionen Euro. Der Hausbesitzer des Glückauf-Hauses, Kölbl Kruse, und der Hauptmieter haben jeweils 250.000 Euro übernommen. Der Restbetrag von 1,8 Millionen Euro wurde über Spenden finanziert, Zuschüsse der Stadt gab es nicht. Im Februar 2008 war der Wiederaufbau durch private Spender, und damit auch der Spielbetrieb für mindestens zehn Jahre gesichert. Das war die Forderung des Landes Nordrhein-Westfalen, das ansonsten seine Fördergelder zurückverlangt hätte. Zuletzt haben rund 1300 Bürger gespendet. Den Betrieb des Kinos sicherten noch etwa 200 weitere Investoren durch Käufe von Fondanteilen. Diese Maßnahme soll gegen mögliche Rückforderungen von Landesmitteln bei einer eventuellen Pleite des Kinobetriebes absichern.
Damit ist das Glückauf-Kino wieder das, was es einmal war. Ein wunderschönes Filmtheater, das besondere „Leckerbissen“ zeigt und immer wieder wert ist, besucht zu werden. Denn nicht nur das Kino selber ist sehenswert, mit seiner besonderen Fassade, sondern auch die Straße, an der es wieder aufgebaut wurde, ist einen Besuch wert. Die Rüttenscheider Straße muss man einfach sehen, eine Vielzahl an Kneipen, Restaurants und Geschäften machen diese Straße und ihren Stadtteil (Rüttenscheid) so sehenswert.
