Wanzenfinder zur Lauschabwehr

So decken Sie Spionagetätigkeiten auf

Wanzenfinder - Michael Konetzny
Wanzenfinder - Michael Konetzny
Um sich vor unerlaubter Spionage und Wirtschaftskriminalität zu schützen, gibt es heute eine Vielzahl von Produkten, die sich insbesondere um den Abhörschutz kümmern.

Im Zeitalter der Verfügbarkeit modernster Elektronikkomponenten, Kommunikationselektronik und schneller Internetanschlüsse ist es heute jeder Person (ob Hobbyspion oder Industriespion) möglich, sich preiswerte oder zum Teil auch sehr hochwertige Abhörgeräte wie Minisender und andere Abhörtechnik auf dem offenen Markt zu beschaffen.

Das Risiko des Lauschers, bei einer solchen Abhöraktion erwischt zu werden, tendiert gegen null. Wer verfügt schon über eine schützende Lauschabwehreinrichtung, geschweige denn das Wissen, sich gegen diese Vorgehensweise zu schützen.

Will man solchen Attacken wirkungsvoll entgegentreten, sind Vorkehrungen zu treffen, die die Gefahr einer solchen Spionage minimieren. Hierbei sollte man sich vor allem um den Abhörschutz kümmern.

Die Minisender

Vor sogenannten Wanzen - kleinen Minisendern - kann man sich im Zeitalter des Lauschangriffes und wachsender Wirtschaftskriminalität kaum noch sicher fühlen. Durch die fortschreitende Miniaturisierung werden Minisender immer kleiner. Selbst Sender mit integrierter Kamera zur Videoüberwachung sind heute kaum größer als ein Stück Würfelzucker.

Wanzen lassen sich in nahezu jedem Hohlraum verstecken, z. B. in Möbeln, abgehängten Decken, Elektrogeräten etc. Mittlerweile kann man sogar Radiowecker, Steckernetzgeräte, Steckdosenleisten usw. mit integriertem Minispion als Fertiggerät erwerben. Aufgrund des 230-V-Netzanschlusses lassen sich die integrierten Minispione - quasi als Nebeneffekt - dauerhaft betreiben. Ob Lauschangriff der Polizei bzw. Staatsanwaltschaft, Betriebsspionage oder im privaten Bereich, der Anwendung von Minispionen sind kaum Grenzen gesetzt.

Die Montage geht schnell, ist kinderleicht und heute bei Weitem nicht mehr nur „Profis" vorbehalten. Jeder, der Zugang zum Objekt hat (zum Beispiel Mitarbeiter, Besucher, Putzfrauen, Handwerker, Monteure) kann eine Wanze so unterbringen, dass man sie ohne gezielte Suche nicht findet.

Wanzen finden

Wer auf die Suche nach Wanzen aller Art gehen will, braucht ein elektronisches Aufspürgerät, das bis 6 GHz arbeitet (ab etwa 100 Euro). Bei der Suche nach den Spionen sind einige Besonderheiten zu beachten:

  • Schallgesteuerte Minispione treten erst bei einem bestimmten Geräuschpegel in Aktion. Man muss daher für eine gewisse Geräuschkulisse sorgen, wenn man solche speziellen Wanzen finden will.
  • Telefonspione sind eingebaut in Spezialkapseln, die sich von den normalen Sprech- und Hörmuscheln nicht unterscheiden. Sie werden durch den fließenden Sprechstrom aktiv. Deshalb müssen die Telefonhörer der im Raum befindlichen Telefone zunächst abgehoben werden.
  • Ferngesteuerte Minispione senden nur dann Töne oder Bilder, wenn sie zuvor durch einen entsprechenden Fernsteuerimpuls eingeschaltet wurden. Sie können also durch das Suchgerät nicht geortet werden, wenn sie ausgeschaltet sind. Das Erkennen ferngesteuerter Minispione ist deshalb vorzugsweise während eines „vertraulichen" Gespräches Erfolg versprechend.

Die Existenz eines Wanzenfinders sollte man natürlich geheim halten und nur ganz wenige Mitarbeiter davon in Kenntnis setzen. Ein Lauscher geht schneller und vor allem sorgloser zu Werke, wenn er von der Existenz eines Abwehrgerätes nichts weiß.

Funktionsweise des Wanzenfinders

Wanzenfinder sind in vielen unterschiedlichen Ausführungen erhältlich. Einfache und preisgünstige Wanzenfinder verfügen über einen breitbandigen Geradeausempfänger und empfangen somit alle Frequenzen des Empfangsbereiches gleichzeitig. Ein aufgenommenes Signal wird gleichgerichtet und verstärkt. Die Anzeige erfolgt akustisch und/oder visuell. Je nach Frequenzbereich und Empfindlichkeit lässt sich mit diesen Geräten der Großteil aller Minispione finden.

Zur Überprüfung des Objektes wird das Gerät zunächst in einem Raum eingeschaltet, von dem man sicher sein kann, dass er wanzenfrei ist. Anschließend wird mit einem Rädchen die Empfindlichkeit eingestellt.

Im zu untersuchenden Raum tastet man mit der Antenne alle denkbaren Versteckmöglichkeiten für einen Abhörsender ab. Ein verborgenes Sendegerät wird visuell und/oder durch eine Veränderung des Tones signalisiert.

Michael Konetzny, Michael Konetzny

Michael Konetzny - Michael Konetzny, Porta Westfalica, ist seit etwa 20 Jahren vorwiegend in mittelständischen Unternehmen tätig und dort ...

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