Geld mit der eigenen Website zu verdienen, ist mit der Einbindung von Werbung durch das Werbeprogramm Google AdWords denkbar einfach. Zumindest in der Theorie, denn nur wenn man weiß, welche Keywords ihr Geld wert sind und welche nicht, profitiert man von den Inseraten. Ein praktisch unbekanntes Keyword, das noch dazu nur wenige Cents pro Klick abwirft, rentiert sich nicht und verschlingt beim Auffüllen des Content der Website nur unnötig Zeit und Mühe.
Glücklicherweise stellt Suchmaschinengigant Google mit dem Adwords Tool ein höchst praktisches Werkzeug zur Verfügung, um geeignete Keywords aufzufinden. Die effiziente Nutzung ist ganz einfach, wie wir nachfolgend ausführen werden.
Google Adwords Tool optimal für Keywords nutzen
Ehe man Artikel mit bestimmten Keywords verfasst, sollte man unbedingt überprüfen, ob sich der Aufwand auch wirklich lohnt. Denn: Was nützt ein brillant geschriebener Artikel, der von potenziellen Lesern erst gar nicht aufgefunden wird? Oder wozu sollte man eine Website für bestimmte Suchbegriffe mühsam optimieren, wenn die verwendeten Keywords allenfalls ein paar Cent pro Klick abwerfen?
Das Google Adwords Tool beseitigt derlei ineffiziente Schwachstellen und bietet trotz seines scheinbar bescheidenen Umfangs komplexe Entscheidungshilfen bei der Auswahl von Keywords. Nach dem Aufrufen der entsprechenden Website und dem unumgänglichen Eintippen eines Sicherheitscodes lässt sich das Google Adwords Tool sofort nutzen.
Zunächst sollte man die gebietsspezifische Auswahl der Suchergebnisse eingrenzen. Diese Einstellung nimmt man über den links oben eingeblendeten Punkt: „Ergebnisse werden abgestimmt auf“ vor. Mittels Klick auf „Bearbeiten“ wählen wir für unser erstes Testbeispiel „Deutsch“ sowie „Deutschland“, um uns auf den deutschen Markt zu konzentrieren.
Cost-per-Klick als entscheidender Faktor
Danach folgt ein ganz entscheidender Faktor, der immer noch von vielen Website-Betreibern übersehen wird, weshalb er ganz dick herausgestrichen werden soll: Um herauszufinden, welche Keywords hohe Einnahmen versprechen, klicken Sie auf: „Wählen Sie Spalten für die Anzeige aus:“ und aktivieren Sie hierbei den Punkt: „Schätzung zum durchschn CPC anzeigen“.
Nun steht der effizienten Suche nach vielversprechenden Keywords nichts mehr im Wege und Sie können im Feld: „Geben Sie pro Zeile ein Keyword oder eine Wortgruppe ein:“ beispielsweise „Versicherungen“ als Keyword vorgeben. Ist die Checkbox „Synonyme verwenden“ aktiviert, zeigt das Google Adwords Tool Worte ähnlicher Bedeutung an. Möchte man bestimmte Wörter oder nicht jugendfreie Keywords ausschließen, empfiehlt sich der Einsatz der entsprechenden Filteroptionen. Klicken Sie auf „Keyword-Tool“ und Sie erhalten eine lange Liste mit Wörtern und vielen Zahlen, deren Bedeutung nachfolgend erklärt wird.
Augenmerk auf Cost-per-Klick und Mitbewerberdichte
Die zunächst etwas verwirrend anmutende Liste enthält wertvolle Tipps für die Auswahl der Keywords. Wir wollen uns deshalb mit den drei wichtigsten Spalten, nämlich „Schätzung zum durchschn. CPC“, „Mitbewerberdichte“ sowie „Volumen der lokalen Suche“ eingehender beschäftigen.
- „Schätzung zum durchschn. CPC“ - Hierbei schätzt AdWords die durchschnittlichen Kosten pro Klick auf Anzeigen zum entsprechenden Keyword. Eine vielleicht auf den ersten Blick nutzlos scheinende Funktion, die jedoch höchst wertvolle Informationen bietet. Denn: Je höher dieser so genannte CPC („Cost per Click“, auf gut Deutsch „Kosten pro Klick“) angegeben wird, umso höher fallen die zu erwartenden Einnahmen aus. Sprich: Keywords mit einem CPC von € 0,05 sind für gewöhnlich unattraktiv und sollten deshalb gemieden werden. Achten Sie deshalb auf einen hohen CPC. Tipp: Sortieren Sie den CPC nach absteigender Größe, indem Sie zweimal auf die blau hinterlegte Spaltenüberschrift klicken.
- „Mitbewerberdichte“ -Unter der Mitbewerberdichte versteht das Google Adwords Tool die Anzahl der Kunden, die Gebote für das jeweilige Keyword abgegeben haben. Der Rückschluss, den ein Webseitenbetreiber aus diesem Wert ableiten kann, lautet: Je mehr Mitbewerber, desto attraktiver ist das Keyword einzuschätzen.
- „Volumen der lokalen Suche“ - Zu guter Letzt folgt die wohl wichtigste Information überhaupt, nämlich, wie viele Suchanfragen Google für ein bestimmtes Keyword im vergangenen Monat verzeichnete. So wird etwa nach den Suchworten: „kfz versicherung“ viele tausend Mal monatlich gegoogelt, während nach ganz bestimmten Anbietern ungleich weniger oft gesucht wird.
Freilich hat man als Quereinsteiger kaum eine Chance, mit einer auf KFZ-Versicherungen zugeschnittenen Website mit den Keywords „kfz versicherung“ ganz vorne in den Ergebnislisten von Google zu landen. Es empfiehlt sich daher eine Spezialisierung auf weniger allgemeine, sondern ganz spezifische Keywords mit hohem CPC. Einige tausend potenzielle Kunden, die auf Ihrer Website exakt jene Information finden, nach der sie gegoogelt haben, klicken mit Sicherheit öfter auf Werbeanzeigen als solche, die die Website sofort wieder verlassen, da die Informationen zu vage oder für sie ungeeignet sind.
Fazit der Nutzung des Google Adwords Tool
Nutzen Sie deshalb das durchs Google Adwords Tool gewonnene Wissen für die auf bestimmte Keywords zugeschnittene Content-Erstellung Ihrer Website. Verlieren Sie dabei jedoch nie aus dem Auge, dass Ihre Website dem User und somit dem potenziellen Kunden und nicht einer Suchmaschine dienen soll.
