Es ist kein offizielles Prequel zum Genre-Meilenstein "Alien" aus dem Jahr 1979. Bezüge sind jedoch überall zu finden, sodass "Prometheus" durchaus die Vorgeschichte des Films erzählt, dank seiner ureigenen Art aber ein perfekter, eigenständiger Film ist. Science-Fiction in Vollendung präsentiert Regisseur und Produzent Ridley Scott ("Alien", "Blade Runner", "Gladiator", "Robin Hood") und lässt damit Fan- und Kritiker-Herzen höher schlagen. "Prometheus - Dunkle Zeichen" mit Noomi Rapace, Michael Fassbender und Charlize Theron startet am 9. August 2012 in den deutschen Kinos.

"Prometheus - Dunkle Zeichen" - Die Handlung des Science-Fiction-Films

80 Jahre in der Zukunft ist ein Forschungsteam im Auftrag der Weyland Corporation unterwegs. An Bord sind unter anderem die Wissenschaftler Elizabeth (Noomi Rapace) und Charlie (Logan Marshall-Green), Weyland-Mitarbeiterin Meredith (Charlize Theron) sowie ihr Android David (Michael Fassbender). Versteckte Symbole an verschiedensten Orten der Welt aus den verschiedensten Jahrtausenden haben das Team auf die Reise durch das Weltall geschickt, um auf einem fernen Planeten nun die wirkliche Herkunft der Menschheit zu erfahren. Schon bald jedoch gerät das Forschungsteam in tödliche Gefahr und es stellt sich die Frage, ob es in Wirklichkeit nicht um die Herkunft, sondern den Untergang der Menschheit geht.

Ridley Scott - Regisseur von "Prometheus" und "Alien"

Mit "Prometheus" geht Ridley Scott in das Genre zurück, mit dem er weltberühmt wurde: Science-Fiction. Faszinierend genug, dass Scott, der nach "Die Duellisten" (1977) mit seinem zweiten und dritten Film, "Alien" (1979) und "Blade Runner" (1982) zwei der größten Science-Fiction-Filme aller Zeiten schuf, seit 30 Jahren dem Genre fern geblieben ist. mit "Prometheus" schuf Scott nun seine Vorgeschichte zu "Alien", die dennoch viel mehr ist als das, denn sie führt den Zuschauer in ein ganz neues Universum und eine völlig neue, faszinierende Geschichte. Abseits der Science-Fiction war der 1937 in England geborene Scott jedoch ebenfalls erfolgreich: Seit 1962 im Filmgeschäft tätig, erhielt Scott unter anderem Ehrungen in Cannes sowie drei Oscar-Nominierungen ("Thelma & Louise" 1991, "Gladiator" 2000, "Black Hawk Down" 2001). Zu seinen weiteren bekanntesten Filmen zählen "Legende" (1985), "Black Rain" (1989), "1492" (1992), "White Squall" (1996), "Die Akte Jane" (1997), "Hannibal" (2001), "Königreich der Himmel" (2005), "Ein gutes Jahr" (2006), "American Gangster" (2007), "Der Mann, der niemals lebte" (2008) und "Robin Hood" (2010). Zusammen mit seinem Bruder Tony gründete er zudem die Produktionsfirma "Scott Free", die unter anderem die TV-Serien "Numbers" (2005-2010) und "Good Wife" (seit 2009) sowie die Filme "Die Säulen der Erde" (2010), "Das A-Team" (2010) und "The Grey" (2011) hervorbrachte.

Noomi Rapace, Michael Fassbender und Co. in "Prometheus"

Viele Darsteller sind in "Prometheus" nicht zu sehen. Doch die, die zu sehen sind, sind allesamt großartige Darsteller, die auch alle in bester Verfassung sind für ihre verschiedenen Rollen. Zu den Glücklichen, die im Film spielen dürfen, zählen beispielsweise Noomi Rapace und Michael Fassbender. Während die 1979 geborene Schwedin Rapace ("Sherlock Holmes 2") mit der Millennium-Trilogie "Verblendung", "Verdammnis", Vergebung" (2009) als Lisbeth Salander zum internationalen Star wurde, ist der 1977 in Heidelberg geborene Fassbender ("Band of Brothers", "300", "Hunger", "Fish Tank") seit 2009 ebenfalls ein gefeierter Leinwand-Künstler und bestach zuletzt durch seine großartigen Leistungen in "Inglourious Basterds" (2009), "Eine dunkle Begierde" (2011), "X-Men: Erste Entscheidung" (2011) und besonders "Shame" (2011). Zum illustren, tollen Ensemble zählen darüber hinaus Oscar-Gewinnerin Charlize Theron ("Snow White & the Huntsman", "Monster"), Logan Marshall-Green ("Devil", "O.C., California"), Idris Elba ("Ghost Rider 2", "Luther", "The Wire"), Guy Pearce ("Lockout", "Memento"), Sean Harris ("Die Borgias", "Red Riding"-Trilogie), Rafe Spall (Shakespeare in "Anonymus", "Hot Fuzz"), Emun Elliott ("Game of Thrones", "Threesome"), Benedict Wong ("The Lady", "Moon"), Kate Dickie ("Game of Thrones", "Die Säulen der Erde") und Patrick Wilson ("Young Adult", "Insidious", "Das A-Team", "Watchmen").

Film-Kritik - "Prometheus - Dunkle Zeichen" von Ridley Scott

Er kann es noch! Und wie er es kann! Als Ridley Scott mit einem Prequel zu "Alien" in Verbindung gebracht wurde, schlugen Fan- und Kritikerherzen gewaltig hoch. Als das erste Bild- und Videomaterial auftauchte, dazu die Besetzungsliste, gab es kein Halten mehr und die ersten fürchteten schon, dass ihre gewaltigen Erwartungen nicht erfüllt werden können. Diese dürften nun jedoch beruhigt sein, wenn sie den fertigen Film sehen, denn "Prometheus" ist Science-Fiction in Vollendung. Grell und doch düster, spannend, atmosphärisch, klasse gespielt und mit schicken Spezial-, 3D- und Überraschungs-Effekten sowie härteren Szenen ausgestattet, bleibt der Streifen absolut nichts schuldig. Der berühmt-berüchtigte Chestbuster aus "Alien" erfährt zudem in "Prometheus" sein ganz eigenes Pendant, das auf beste Weise schockt. Perfekt als Prequel zu "Alien", ebenso perfekt als Einführung in ein ganz neues Universum. "Prometheus - Dunkle Zeichen" ist ganz großes Kino und ein neuer Meilenstein für Science-Fiction-Genie Ridley Scott.

Filmangaben

  • Titel: Prometheus - Dunkle Zeichen
  • Originaltitel: Prometheus
  • Genre: Science-Fiction
  • Land, Jahr: USA, 2012
  • Verleih: 20th Century Fox
  • Regie: Ridley Scott
  • Drehbuch: Jon Spaihts, Damon Lindelof
  • Darsteller: Noomi Rapace, Michael Fassbender, Charlize Theron, Logan Marshall-Green, Idris Elba, Guy Pearce, Sean Harris, Rafe Spall, Emun Elliott, Benedict Wong, Kate Dickie, Patrick Wilson
  • Kinostart: 9. August 2012

Quellen