Qualitätsstufen, Güteklassen von deutschen Weinen

Weine unterschiedlicher Qualitätsstufen - Sylvia Schöbe
Weine unterschiedlicher Qualitätsstufen - Sylvia Schöbe
Deutscher Wein wird in Güteklassen eingeteilt. Vom Tafelwein ohne große Ansprüche bis zum Prädikatswein, der sich strengen Kontrollen unterziehen muss.

Wein ist eines der beliebtesten alkoholischen Getränke weltweit. Dabei kann man ihn in großer unterschiedlicher Qualität genießen, vom einfachen Verschnitt verschiedener Rebsorten bis hin zum teuren "Jahrhunderttropfen".

In Deutschland werden die Weine in vier Güteklassen eingeteilt: Tafelwein, Landwein, Qualitätsweine bestimmter Anbaugebiete (Q.b.A.) und Qualitätswein mit Prädikat (Q.m.P.).

Tafelwein mit der niedrigsten Qualitätsstufe

Um welche Qualitätsstufe es sich handelt, kann man leicht am Etikett erkennen. Sogenannter Tafelwein hat die niedrigste Qualität und unterliegt keiner besonderen Prüfung. Auch muss er nur geringe Anforderungen erfüllen. Beispielsweise muss der natürliche Mindestalkoholgehalt eines Tafelweins in Deutschland. 5% Volumen betragen. Außerdem muss er aus geeigneten Rebsorten von genehmigten Weinbergen stammen.

Deutsche Herkunftsgebiete für Tafelwein sind die Anbauflächen am Main, Mosel, Rhein, Neckar und Oberrhein. Trotzdem dürfen sie keine Herkunftsbezeichnung im Namen tragen. Dies ist ausschließlich den Qualitätsweinen vorbehalten.

Der Landwein, ein gehobener Tafelwein

Über den Tafelwein steht der Landwein. Genaugenommen ist es ein gehobener trockener oder halbtrockener Tafelwein mit einer geschützten Ursprungsbezeichnung. Er darf deshalb nur aus Trauben der Region gekeltert werden, aus der er stammt. Das Herkunftsgebiet muss auf dem Etikett angegeben werden.

Anbaugebiete für deutschen Landwein sind zum Beispiel die Pfalz (Pfälzer Landwein), die Mosel (Landwein der Mosel), das Rheingau (Rheingauer Landwein), das Saarland (Saarländischer Landwein) und ca. 16 weitere.

Landwein ist trocken oder halbtrocken. Der natürliche Mindestalkoholgehalt liegt um mindestens 0,5 % Volumen höher als bei einfachem Tafelwein. Aber es ist eine gängige Methode, Landwein mit Alkohol anzureichern. Einer amtlichen Prüfung muss er sich nicht unterziehen.

Qualitätsweine bestimmter Anbaugebiete

Die zweithöchste Qualitätsstufe besitzen Weine mit der Bezeichnung "Q.b.A.". (Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete) Wie der Name schon sagt, müssen sie aus einem der 13 offiziell klassifizierten Anbaugebieten kommen, zum Beispiel Rheinhessen oder Saale-Unstrut. Außerdem müssen sie aus anerkannten Trauben gewonnen werden. Dazu gehören beispielsweise der Riesling, Müller-Thurgau (auch Rivaner genannt), der Dornfelder oder der Spätburgunder.

Sobald sie einen bestimmten Reifegrad erreicht haben, dürfen sie mit zusätzlichem Alkohol angereichert werden.

Schließlich müssen sich die Weine einer genauen chemischen Untersuchung und einer Geschmacksprüfung unterziehen. Getestet wird beispielsweise die Einhaltung bestimmter analytischer Grenzwerte wie der Mindestalkoholgehalt. Die Herkunft des Weines muss anhand von Büchern und Erntemeldungen nachgewiesen werden. Außerdem wird der Wein von den Prüfern verkostet und die Qualität nach Farbe, Geruch, Geschmack und Harmonie beurteilt.

Die Amtliche Prüfungsnummer

Nur wer die Untersuchung besteht, erhält eine AP-Nummer (Amtliche Prüfungsnummer) auf dem Etikett, die Auskunft darüber gibt, dass das Getränk den gesetzlichen Mindeststandards entspricht. Anhand der Zahlen kann man die Prüfstelle, den Ort des Erzeugers, den Erzeuger, die Charge und das Jahr der Prüfung erkennen.

Qualitätsweine mit Prädikat

Die höchste Qualitätsstufe, die ein deutscher Wein erreichen kann, ist die Auszeichnung "Qualitätswein mit Prädikat". Auch diese edlen Tropfen müssen in einem bestimmten Anbaugebiet erzeugt werden. Ihr Most darf jedoch nicht mit Zucker angereichert werden. Dazu werden sie während des gesamten Herstellungsprozesses überwacht und begutachtet. Überprüft werden die Einhaltung der Anforderungen an Reife, Harmonie, Eleganz und Sortenreinheit.

Solche deutschen Prädikatsweine sind:

  • Kabinett: leichte reife Weine mit geringem Alkoholgehalt
  • Spätlese: Reife Weine mit Fruchtaroma, die ein wenig später geerntet werden
  • Auslese: Weine aus ausgesuchten vollreifen Trauben
  • Beerenauslese: Fruchtige Weine aus überreifen Trauben. Diese können jedoch nicht in jedem Jahr geerntet werden.
  • Trockenbeerenauslese: Wein, der aus edelfaulen Beeren, die wie Rosinen eingetrocknet sind, hergestellt wird. Der Geschmack ist süß und honigartig.
  • Eiswein: Die Trauben haben das gleiche Mindestmostgewicht wie bei der Beerenauslese. Sie werden jedoch in gefrorenen Zustand (unter minus 7 Grad Celsius) gelesen und gekeltert. Das Frucht-Konzentrat wird somit ausgepresst.

Sylvia Schöbe - Liebe Leser und Leserinnen, Vielen Dank für das Interesse an mir und meinen Artikeln. Dann möchte ich mich einmal kurz ...

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