
- Inglourious Basterds - Filmplakat - Universal
Quentin Tarantino ist bereits seit vielen Jahren bei Kritikern und Kinobesuchern beliebt. Sein Film "Inglourious Basterds" heimste allerhand Preise und Lorbeeren ein. Zwei Jahre später gab Tarantino nun bekannt, dass er einen Western drehen wird. Das bereits fast fertige Drehbuch soll noch dieses Jahr verfilmt werden.
Quentin Tarantino - Western angeblich mit Christoph Waltz und "Django" Franco Nero
Bezüglich des Westerns, den Quentin Tarantino inszenieren wird, ist noch fast nichts bekannt. Zu 100 Prozent sicher ist nur, dass er kommen wird, denn Tarantino gab jetzt selbst bekannt, dass er das Skript bereits fast beendet habe. In Kürze werde es dem Produktionsstudio übergeben. Mit der eigentlichen Produktion des Films soll dann auch bereits Ende des Jahres 2011 begonnen werden.
Wer Tarantinos Werke und seine Liebe zum Film kennt, der weiß, dass sein neuester Streich eine Hommage an die großen Westernklassiker von Regisseuren wie Sergio Leone ("Zwei glorreiche Halunken", "Spiel mir das Lied vom Tod", "Für eine Handvoll Dollar") werden wird.
Die Besetzungsliste ist bisher verständlicherweise noch sehr dünn. Bisher gibt es lediglich fundiertere Spekulationen über teilnehmende Schauspieler. Ziemlich fix soll wohl die Nachricht darüber sein, dass Christoph Waltz ("Green Hornet"), Tarantinos Star aus "Inglourious Basterds", mit von der Partie sein soll.
Weiterhin wird in der Gerüchteküche mit den Namen Franco Nero, Treat Williams und Keith Carradine gebrutzelt. Der 69-jährige Nero hatte 1966 seinen großen Durchbruch als "Django" im gleichnamigen Spaghettiwestern, tauchte zuletzt aber hauptsächlich in Nebenrollen auf, unter anderem in "The Rite - Das Ritual" (ab 17. März 2011 im Kino) und "Briefe an Julia". Mit einer Rolle im neuesten Tarantino-Film könnte Nero eine ebensolchen späten zweiten Frühling erwarten wie John Travolta durch "Pulp Fiction", Pam Grier in "Jackie Brown" oder David Carradine in "Kill Bill".
Gerüchte um Treat Williams, Keith Carradine und den Titel "The Angel, the Bad and the Wise"
Auch für Treat Williams, der in den letzten Jahren viel in kleinen Filmen und Serien auftauchte, könnte ein gemunkelter Auftritt gut für ein neues Karrierehoch werden. In den Achtziger Jahren war Williams dreifach für den Golden Globe nominiert ("Hair", "Prince of the City - Die Herren der Stadt" und der TV-Version des Films "Endstation Sehnsucht").
Auch beweisen, dass er noch nicht zum alten Eisen gehört, will angeblich Keith Carradine. Der Halbbruder vom 2009 überraschend verstorbenen "Kill Bill"-Star David Carradine und Sohn der Leinwand-Legende John Carradine taucht ebenfalls fast nur noch in TV-Serien auf, darf aber wenigstens ab 15. September 2011 in "Cowboys & Aliens" als Sheriff schon mal wieder antesten, wie es sich so mit einem Hut vor der Kamera anfühlt.
Ein Filmtitel oder ein Erscheinungstermin stehen noch aus. Allerdings steht das Gerücht im Raum, dass Franco Nero bereits wisse, wie der Film heißt: "The Angel, the Bad and the Wise" soll demnach der Name des Westerns werden und damit eine Anspielung auf "Il buono, il brutto, il cattivo" bzw. "The Good, the Bad and the Ugly" (deutscher Titel: "Zwei glorreiche Halunken" aus dem Jahr 1966).
Gerüchte um das heiß erwartete Projekt des Ausnahmeregisseurs Quentin Tarantino wird es noch viele geben, die bisherigen schüren jedenfalls schon mal gewaltig die Vorfreude.
Quentin Tarantino - Filme für die Ewigkeit beginnend mit "Reservoir Dogs" und "Pulp Fiction"
Der ehemalige Videothekar Quentin Tarantino dreht bereits seit fast 20 Jahren Filme - und alle wirken zeitlos und kultig. 1992 startete Tarantino mit "Reservoir Dogs" über einen schiefgelaufenen Banküberfall. Michael Madsen, Harvey Keitel, Tim Roth, Edward Bunker und Steve Buscemi spielten die Hauptrollen als mit Decknamen versehene Gangster. Tarantino selbst war als "Mr. Brown" dabei und konnte sich direkt über eine Nominierung beim Sundance-Film-Festival freuen.
Ein weiterer Kulthit folgte 1994 mit "Pulp Fiction". John Travolta und Samuel L. Jackson spielten zwei Gangster, die in einer nicht chronologisch erzählten Story unter anderem auf Bruce Willis, Ving Rhames und Uma Thurman trafen. Mit "Pulp Fiction" kamen auch die größten Kritikerehren durch den Gewinn der Goldenen Palme in Cannes und die Nominierung für sieben Oscars, von denen zumindest der für das beste Drehbuch gewonnen werden konnte.
"Jackie Brown" und "Kill Bill Vol. 1+2", garniert mit "Four Rooms" und "Emergency Room"
Nach der Regie für eine Episode der Serie "Emergency Room" und eines Segments des Episodenfilms "Four Rooms - Silvester in fremden Betten", den er sich mit den Regisseuren Robert Rodriguez, Alexandre Rockwell und Allison Anders teilte, inszenierte Tarantino 1997 mit "Jackie Brown" seinen dritten kompletten Spielfilm. Die ruhige Hommage an die Blaxploitation-Ikone Pam Grier ("Foxy Brown") wartete zudem mit den Stars Samuel L. Jackson, Bridget Fonda, Michael Keaton und Robert De Niro auf. Nebendarsteller Robert Forster ("Heroes") bekam zudem eine Oscar-Nominierung, musste sich aber Robin Williams in "Good Will Hunting" geschlagen geben.
Sechs Jahre lang war es dann relativ ruhig um Tarantino, bis er zum Doppelschlag ausholte: "Kill Bill Vol. 1" und "Kill Bill Vol. 2" kamen 2003 bzw. 2004 ins Kino und schickten Uma Thurman auf einen gewaltigen Rachefeldzug, der sie über Lucy Liu, Vivica A. Fox, Daryl Hannah und Michael Madsen zu ihrem "Bill" David Carradine führte.
Quentin Tarantino und Robert Rodriguez - "Sin City" und "Grindhouse - Death Proof"
Eine ganz besondere Beziehung hatte sich inzwischen zu Robert Rodriguez entwickelt. Als Gast-Regisseur half er ihm bei der Arbeit zu "Sin City" mit Mickey Rourke, Bruce Willis und Jessica Alba. Nach der Regie der "CSI"-Serienepisode "Grabesstille" tat er sich erneut mit Rodriguez zusammen: Für das groß angelegte Doppelprojekt "Grindhouse", das den US-Schmuddelkinos vergangener Zeiten Ehre erweisen sollte, steuerte sowohl Tarantino als auch Rodriguez je einen Film bei. Während Rodriguez den Zombiefilm "Planet Terror" inszenierte, schickte Tarantino Kurt Russell als mörderischen Stuntfahrer in "Death Proof - Todsicher" ins Rennen gegen Zoe Bell, Rosario Dawson, Vanessa Ferlito, Rose McGowan und Sydney Tamiia Poitier.
"Inglourious Basterds" dank Christoph Waltz einer der größten Hits von Quentin Tarantino
Kritiker und Kinogänger waren sich einig, dass Tarantinos Folgefilm "Inglourious Basterds" eine ganz besondere Klasse hatte. Der Film, der sich mit der deutschen Nazizeit beschäftigte, überzeugte durch ein grandioses Skript mit fantastischen Zitaten, herrlich inszenierten Charakteren und besonders beeindruckende Darstellerleistungen.
Stars wie Brad Pitt, Mélanie Laurent und Eli Roth taten sich zusammen mit den deutschen Schauspielern Michael Fassbender, Daniel Brühl, Diane Kruger, Til Schweiger und August Diehl. Die Krone setzte sich jedoch Christoph Waltz auf, der als Colonel Hans Landa eine geniale Leistung ablieferte. Hierfür wurde er nicht nur als bester Schauspieler in Cannes geehrte, sondern durfte zu Recht den Oscar und den Golden Globe als bester Nebendarsteller mit nach Hause nehmen. Sieben weitere Oscar-Nominierungen zeugen vom allgemeinen Respekt vor Tarantinos bisher letztem Werk.
Quentin Tarantinos neuester Film, der Western mit voraussichtlich Christoph Waltz in einer Hauptrolle, wird wahrscheinlich im Jahr 2012 in die Kinos kommen.
