Querfeldein-WM 2012 in Koksijde/Belgien: Alle Ergebnisse

Radcross. 3 Titel für die Niederlande - Rainer Sturm/Pixelio
Radcross. 3 Titel für die Niederlande - Rainer Sturm/Pixelio
Der Radsport-Weltverband UCI hatte die Querfeldein-WM, auch Radcross-WM genannt, für 2012 nach Belgien vergeben. Die Rennen fanden am 28./29. Januar statt.

Koksijde liegt in Belgien ganz in der Nähe des Ärmelkanals. Koksijde-Bad ist direkt am Meer gelegen. Der Ort Koksijde befindet sich wenige Kilometer landeinwärts zwischen Ostende und Dünkirchen, zirka 20 Kilometer nordöstlich von Dünkirchen gelegen. Die Querfeldein-WM liegt nur einer kleinen Radsportgemeinde am Herzen. Aber alle Radsportfans warten alljährlich auf die ist Straßenrad-WM, die als Höhepunkt des Radsportjahres im September in Limburg/Niederlande ausgetragen wird. Dieses Event ist gleichzeitig das Highlight der Radsportsaison, eingebettet in die vielen Welt- und Europameisterschaften im Sportjahr 2012.

Die vier Rennen der WM 2012

An beiden Veranstaltungstagen fanden jeweils zwei Rennen statt. Am 28. Januar schickte um 11.00 Uhr der Starter das Feld der Junioren in ihren Wettkampf und um 15.00 Uhr die Männer U23. Die beiden Höhepunkte einer jeden Querfeldein-WM, die Rennen der Frauen Elite und Männer Elite, wurden ebenfalls um 11.00 Uhr und um 15.00 Uhr gestartet

Der jeweilige Sieger der Rennen bei einer Weltmeisterschaft hat das Recht und auch die Pflicht, ein Jahr lang bei allen offiziellen Rennen bis zur folgenden Weltmeisterschaft das „Regenbogentrikot“ als Zeichen eines Weltmeisters im Radsport zu tragen.

Das Rennen der Junioren

Mit großen Erwartungen, das Siegerpodest zu besteigen und damit das Rennen auf einem der ersten drei Plätze beenden zu können, war der Berliner Silvio Herklotz ins Rennen gegangen. Er war bereits 2011 bei der WM in St. Wendel/Deutschland gestartet und Achter geworden und hoffte nun, ein Jahr älter, kräftiger und erfahrener, auf einen Podiumsplatz. Es wurde aber „nur“ der siebente Platz, mit dem Herklotz, wie er nach dem Rennen im Interview äußerte, überhaupt nicht zufrieden sei. Das Rennen endete mit einem Sieg des Niederländers Mathieu van der Poel. Silber gewann Wout van Aert aus Belgien und Bronze an den Franzosen Quentin Jauregui. Mit genau einer Minute Rückstand auf den Sieger belegte Silvio Herklotz aus Berlin Rang sieben. 15. wurde Felix Drumm aus Zweibrücken, Marco König aus Queidersbach wurde 20., der Herforder Steffen Müller 38.und Johannes Siemermann aus Lohne-Vechta 44.

Das Rennen Männer U23

In diesem Rennen waren die deutschen Männer U23 völlig ohne jede Chance. Es siegte der Titelverteidiger Lars van der Haar aus den Niederlanden vor dem Belgier Wieste Bosmans und dem Niederländer Michiel van der Heijden. Als bester Deutscher belegte der deutsche Meister Michael Schweizer aus Wangen im Allgäu Platz 23. Der Kirchzartener Yannick Eckmann belegte Rang 29, Max Walsleben kam auf Platz 31 und Yannick Mayer auf Platz 39 ins Ziel.

Das Rennen Frauen Elite

Marianne Vos hat sich mit ihrer fünften Weltmeisterschaft nach 2006, 2009, 2010 und 2011 selbst ein Denkmal gesetzt und damit auch die viermalige Weltmeisterin Hanka Kupfernagel an der Zahl der Siege überholt. Kupfernagel hatte gerade eine Erkältung ausgestanden, war aber auch nicht an den Start gegangen, weil sie sich mit aller Kraft auf die Straßensaison und die Olympischen Spiele vorbereiten will. Marianne Vos siegte vor ihrer Landsmännin Daphny van den Brand, die im Schlussspurt auf der Zielgeraden die Belgierin Sanne Cant auf den dritten Platz verwies. Cant war zwar traurig, den zweiten Platz hergeben zu müssen. Ihre Bronzemedaille eröffnete ihrem Land Belgien aber eine völlig neue Dimension: Noch nie hatte eine Belgierin vor ihr auf dem Siegerpodest einer Radcross-WM gestanden.

Die Deutschen Starterinnen belegten die folgenden Plätze: Gesa Brüchmann kam mit einem Rückstand von 3:30 Minuten auf Platz 17 und Sabrina Schweizer schied aus.

Das Rennen Männer Elite

In diesem Rennen endlich konnten die Belgier ihren Heimvorteil nutzen: Sie belegten die ersten sieben (!) Plätze beim Rennen Männer Elite. Es gewann Niels Albert in 1:06:07 mit 24 Sekunden Vorsprung auf Rob Peeters und Kevin Pauwels, der weitere sechs Sekunden dahinter das Ziel erreichte. Dann folgten die vier Belgier Tom Meeusen, Bart Aernouts, Klaas Vantornout und Sven Nys. Der erste Nichtbelgier kam mit dem Tschechen Radomir Simunek auf den achten Platz vor dem Deutschen Philipp Walsleben.

Fazit und Medaillenspiegel

In den drei ersten WM-Rennen hat die niederländische Mannschaft alle drei Goldmedaillen für sich geholt. Im Rennen der Männer Elite hat Belgien eindrucksvoll zurückgeschlagen und dieses Rennen zu einem totalen Triumph gestaltet.

Medaillenspiegel

1. Niederlande 3 Gold-, 1 Silber- und 1 Bronzemedaille

2. Belgien 1 Gold-, 3 Silber- und 2 Bronzemedaillen

3. Frankreich 1 Bronzemedaille

Quellen: Bund Deutscher Radfahrer, Radsport-Weltverband UCI, Live-radsport.ch

Dieter Helmut, Dieter Helmut

Dieter Helmut - Dieter Helmut ist Jurist im Ruhestand und schreibt seit Dezember 2010 für suite101. Seine Themenschwerpunkte sind aktuelle ...

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