Radsport – Die Cyclassics in Hamburg

Seit 1996 treten Profis und Amateure zum wichtigen Radrennen an

Die Hamburger Cyclassics gehören zu den wichtigsten Radrennen im internationalen Rennkalender. Jan Ullrich und Erik Zabel konnten in der Hansestadt siegen.

Seit 1996 zählen die Cyclassics zum jährlichen Pflichtprogramm für Sport- und Radsportfans in Hamburg. Das Eintagesrennen ist zu einer festen Institution in der Hansestadt geworden und lockt jährlich hunderttausende an den Straßenrand. Dabei werden sowohl die Jedermänner als auch die Profis frenetisch angefeuert. Die Cyclassics sind seit 2009 das einzige Radrennen in Deutschland, das zur UCI Pro Tour gehört. Damit zählen die Cyclassics zu den wichtigsten Rennen im internationalen Radsport.

Die Geschichte der Cyclassics

1996 wurden erstmals in Hamburgs Straßen die Cyclassics ausgetragen. Sponsor der ersten Austragung waren die Hamburgische Electricitäts-Werke AG (HEW). Als HEW Cyclassics wurde das Rennen 1998 in den Rad-Weltcup aufgenommen. Der wichtigsten Rennserie im Radsport gehörten die Cyclassics bis 2004 an, ehe die ProTour neu eingeführt wurde. Auch hier zählen die Cyclassics zum festen Bestandteil. Dadurch zählt das Hamburger Rennen noch immer zu den wichtigsten Veranstaltungen im internationalen Radsportzirkus. Erst 2009 ist mit der Deutschland Tour das zweite große Rennen in Deutschland aus dem Kalender der UCI Pro Tour gefallen. Nachdem die HEW in die Vattenfall Europe Hamburg übergegangen ist, heißt das Rennen offiziell Vattenfall Cyclassics.

Der Kurs der Cyclassics

Der Streckenverlauf wird von Jahr zu Jahr neu angepasst. Aber in der Regel wird im Westen und Süden der Stadt gefahren. Die Jedermänner (für diese Rennen kann sich jeder radsportbegeisterte Fahrer anmelden) können dabei aus drei Strecken wählen: 55 Kilometer, 100 Kilometer und 155 Kilometer. Über 20.000 Fahrer haben sich für die Rennen 2009 angemeldet. Die Profis müssen eine Länge von circa 250 Kilometer zurücklegen. Dabei führt der Weg traditionell über die Köhlbrandbrücke und den Waseberg. Der Zieleinlauf ist stets auf der Mönckebergstraße im Zentrum der Stadt.

Die Gewinner der Cyclassics

Oft wird der Gewinner der Cyclassics erst im Schlussspurt ermittelt. Doch nur selten kommt das gesamte Peloton geschlossen im Ziel an. Denn eine Vorentscheidung fällt meistens am Waseberg mit eine durchschnittlichen Steigung von 10 Prozent. Gerade die letzten 300 Meter mit einer Maximalsteigung von 16 Prozent sorgt für eine Auslese im Feld. Nur wer diesen Anstieg gut übersteht, kann am Ende auf der Mönckebergstraße jubeln.

Bisher gelang es noch keinem Fahrer, das Rennen zwei Mal zu gewinnen. Aber schon 1996 wurde deutlich, dass sich besonders Italiener in Hamburg wohlfühlen. Rossano Brasi siegte beim Premierenrennen, und danach entschieden noch fünf weitere seiner Landleute die Cyclassics für sich. Danach folgt aber schon das Gastgeberland. Mit Jan Ullrich und Erik Zabel haben sich schon zwei Fahrer in die Siegerliste eingetragen. Ebenfalls mit zwei Siegen ist auch Australien dabei. Lediglich ein Mal entschieden Fahrer aus den Niederlagen, Belgien, Spanien und USA das Rennen für sich.

  • 1996 Rossano Brasi (Italien)
  • 1997 Jan Ullrich (Deutschland)
  • 1998 Leon van Bon (Niederlande)
  • 1999 Mirko Celestino (Italien)
  • 2000 Gabriele Missaglia (Italien)
  • 2001 Erik Zabel (Deutschland)
  • 2002 Johan Museeuw (Belgien)
  • 2003 Paolo Bettini (Italien)
  • 2004 Stuart O'Grady (Australien)
  • 2005 Filippo Pozzato (Italien)
  • 2006 Óscar Freire (Spanien)
  • 2007 Alessandro Ballan (Italien)
  • 2008 Robbie McEwen (Australien)
  • 2009 Tyler Farrar (USA)
Andre Gierke, Andre Gierke

Andre Gierke - Ich arbeite seit einiger Zeit nebenberuflich als Freier Journalist für diverse Sport-Publikationen und betreibe im Internet meine ...

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