Rätselkrimis - Kriminalgeschichten zum Mitraten

Murder - Simon Howden / FreeDigitalPhotos.net
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Rätselkrimis sind eine besondere Form der Kriminalliteratur. Aufmerksame Leser lösen garantiert jeden Fall! Also aufgepasst ihr Mörder, Diebe und Ganoven!

So abschreckend und angsteinflößend sie auch sein mögen: Diebe, Mörder und Halunken faszinieren die Menschheit und fast jeder hat sicher schon einmal davon geträumt, solch einen Schurken zu fassen! Das spiegelt sich auch in vielen Bücherregalen wieder.

Detektiv- und Kriminalromane als Gattungen der Kriminalliteratur

Kriminalliteratur stellt sowohl für Kinder und Jugendliche, als auch für Erwachsene eine populäre Gattung der Unterhaltungsliteratur dar. Im Brockhaus wird sie folgendermaßen definiert: „Kriminalliteratur umfasst alle das Verbrechen in den Mittelpunkt stellenden literarischen Werke mit ausführlicher Darstellung der Anstrengungen, die zur Aufdeckung und Bestrafung notwendig sind.“ Dabei wird die Kriminalliteratur in Detektivroman und Kriminalroman unterteilt. In Detektivromanen steht die intellektuell-rationale Aufklärung im Vordergrund, während es sich in Kriminalromanen vornehmlich um die aktionsgeladene Verfolgung der Täter dreht.

Die Kriminalliteratur wurde nachhaltig besonders durch englische Autoren geprägt. 1844 vereinte Edgar Allan Poe in „The murders of the Rue Morgue“ zum ersten Mal alle für die Kriminalliteratur typischen Elemente: Tat, Hinweise, Ermittlungen, Verdächtige und Auflösung. In der USA und in Europa entwickelte sich Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts eine Kriminalliteratur, die Spannung mit Gesellschaftskritik vereinte.

TKKG, Die drei ??? und Kalle Blomquist - auch Kinder lieben Krimis

Etwa zur gleichen Zeit wurde das Genre auch in der Kinder- und Jugendliteratur populär: „Emil und die Detektive“ von Erich Kästner bildete den Auftakt. Weitere bekannte Kinderkrimis sind unteranderem „Kalle Blomquist“, „TKKG“ und „Die drei ???“.

Auch in der Schule kommen Rätselkrimis immer wieder zum Einsatz. Unterschiedliche Schwierigkeitsgrade ermöglichen es, Schüler jeden Alters anzusprechen. Rätselkrimis, die sich durch einen offenen Schluss auszeichnen, haben einen hohen Aufforderungscharakter für Schüler. Sie sind spannend erzählt und verleiten die Kinder somit zum Lesen und Weiterlesen einer Geschichte. Um einen Fall lösen zu können, müssen sich die Schülerinnen und Schüler sehr konzentrieren und die Texte, beziehungsweise die dazugehörigen Bilder genau betrachten. Dies erfordert genaues Lesen. Zudem wird sowohl logisches als auch analytisches Denken trainiert und gefördert.

Der Detektiv als Identifikationsfigur

Die „Abenteuer der Schwarzen Hand“, sowie auch die Rätselkrimis der „Lakritzbande“ sind wegen ihrer kurzen Textseiten mit dazugehörigem Rätselbild auch für schwächere Schüler geeignet. Grundschulkinder lieben die Rätselkrimis von Kommissar Kugelblitz. Natürlich regen Rätselkrimis die Fantasie der Kinder an. Sie stellen Erzählanlässe dar, die sowohl mündlich als auch schriftlich genutzt werden können. Durch die literarische Figur des „Detektivs“ erhalten die Schülerinnen und Schüler eine Identifikationsfigur, die es ihnen erleichtert sich in die spannenden Fälle hineinzuversetzen.

Wer sich einmal mit Rätselkrimis beschäftigt und Spass daran gefunden hat, der wird dies immer wieder tun. Und Lehrer können sich diese Faszination an der Literatur leicht im Unterricht zu nutzen machen.

Quellen:

Das Neue Hirschgraben Sprachbuch 1. Handreichungen für den Unterricht. Berlin: Cornelsen, 2004

Der Brockhaus in einem Band. Jubiläumsedition 2005

Sarah Tscholl, Sarah Tscholl

Sarah Tscholl - Unterwegs geboren in Kehl am Rheinaufgewachsen im Schwarzwaldein Highschool-Jahr in Iowa, USA verbrachtzum Lehramtsstudium nach ...

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