
- Räumliche Mobilität und berufliche Flexibilität - Stefan Dassler
Räumlich mobil ist ein Schulabgänger oder ein Auszubildender, der bereit ist, für eine Ausbildungsstelle auch um- oder weiter weg zu ziehen. So lässt sich Arbeitslosigkeit vermeiden.
Räumliche Mobilität
In Ballungsgebieten von Großstädten bestehen in der Regel größere Chancen, eine Ausbildungs-/Arbeitsstelle zu erhalten als in ländlichen Regionen. Zudem sind im Allgemeinen die Chancen in den alten Bundesländern besser als in den neuen Bundesländern. Wer in einem Konzern arbeiten möchte, muss auch räumlich mobil sein, wenn er Karriere machen möchte.
Stellenanzeige
Mobilität wird manchmal auch in Stellenanzeigen gefordert.
Beispiel:
Kontakt: Elektro AG, Konzernzentrale, Hafenstr. 123, 01234 Hamburg
http://www.elektro-ag.de
Ansprechpartner: Herr Jansen
Wir suchen: Zwei Auszubildende zum Elektroinstallateur
Ihr Aufgabenbereich: Sie bauen elektrische Anlagen in Wohnhäuser und Fabrikationsanlagen ein. Sie nehmen Licht- und Kraftanlagen in Betrieb. Bei Störungen führen Sie die Fehlersuche und Reparatur durch. Wir bieten Ihnen im Konzern zukunftsorientierte Aussichten und berufliche Perspektiven.
Unsere Anforderungen: Gute Noten in naturwissenschaftlichen Fächern, technisches Verständnis, Selbstständigkeit, Zuverlässigkeit, Einsatzbereitschaft und räumliche Mobilität.
Wir freuen uns auf Ihre Onlinebewerbung unter jansen@elektro.de
Berufliche Flexibilität
Auch durch berufliche Flexibilität während und nach der Ausbildung kann man Arbeitslosigkeit vermeiden. Wenn man einen Traum- oder Wunschberuf hat, sollte man sich auch Alternativen (andere Möglichkeiten) dazu überlegen. Eine Schulabgängerin strebt etwa den Traumberuf Flugbegleiterin an. Alternativ wären die Ausbildungsberufe Assistentin für Freizeitwirtschaft, Fremdsprachenkorrespondentin, Kauffrau für Tourismus und Freizeit, Reiseverkehrskauffrau und Luftverkehrskauffrau denkbar.
Erhöhen Sie Ihre räumliche Mobilität als Azubi, indem Sie so bald wie möglich die Führerscheinprüfung absolvieren. Versteifen Sie sich nicht auf einen einzigen Wunschberuf, bleiben Sie beruflich flexibel. Berufliche Flexibilität heißt auch, für eine Umschulung mit Hilfe der Agentur für Arbeit aufgeschlossen zu sein, wenn man eine Berufsausbildung abgeschlossen hat und keine Stelle findet.
Man sollte sich überlegen, wie man durch räumliche Mobilität seine Chancen auf eine Ausbildungsstelle verbessert. Durch die Argumente für und gegen berufliche Flexibilität kann man einen eigenen Standpunkt dazu finden.
Erste Trainingsaufgabe
Aus welchen Gründen könnte in der obigen Stellenanzeige auch Mobilität gefordert sein? Notieren Sie sich Stichpunkte.
Zweite Trainingsaufgabe
Bilden Sie Zweiergruppen. Übernehmen Sie die Rollen von Herrn Jansen von der Elektro AG und eines Bewerbers in einem Telefongespräch. Der Bewerber erkundigt sich, was die Elektro AG unter räumlicher Mobilität versteht.
Dritte Trainingsaufgabe
Was spricht für und was gegen berufliche Flexibilität (das heißt, dass man sich Alternativen zum Wunschberuf überlegt)? Erstellen Sie in der Kleingruppe eine Liste mit Pro- und Contra-Argumenten zur beruflichen Flexibilität. Welche Argumente sind Ihnen am wichtigsten?
