Rafael Nadal schlägt in Halle bei den Gerry Weber Open 2012 auf

Rafael Nadal freut sich auf seinen Besuch in Halle - Gerry Weber Open 2012
Rafael Nadal freut sich auf seinen Besuch in Halle - Gerry Weber Open 2012
Es hat endlich geklappt - der spanische Weltranglisten-Zweite kehrt zur zwanzigsten Auflage der Gerry Weber Open ins ostwestfälische Halle zurück.

Deutschlands Tennisfans können sich freuen: pünktlich zum 20. Jubiläum der Gerry Weber Open kehrt der zehnmalige Grand Slam-Gewinner Rafael Nadal im Olympiajahr 2012 zurück nach Ostwestfalen und sorgt damit auch für einen Paukenschlag in der internationalen Turnierszene. „Die Gerry Weber Open sind ein fantastisches Turnier. Ich freue mich sehr, dass ich endlich wieder in Deutschland und vor meinen deutschen Fans spielen kann“, sagte der 25-jährige Mallorquiner Ende November am Rande eines Pressegespräch in der O2-Arena in London.

Nadal debütierte 2005 beim einzigen deutschen Rasenturnier

Rafael Nadal hat bereits 2005, nach seinem ersten French Open-Triumph, einmal bei Deutschlands einzigem ATP-Rasentennisturnier aufgeschlagen, damals verlor er allerdings in der ersten Runde. Beim seinem zweiten Start in Halle will „Rafa“ nun unbedingt den Tite - es wäre der erste in Halle: „Ich spiele einfach unheimlich gerne auf Rasen. Dieser Teil der Saison ist sehr, sehr wichtig für mich“, so Nadal am Rande des ATP World Tour Finals in London, „ein Erfolg in Halle würde mir auch einen großen Schub für Wimbledon und die Olympischen Spiele geben."

Drei-Jahres-Vertrag bis 2014 für einen Auftritt in Deutschland

Nadal unterzeichnete einen Drei-Jahres-Vertrag bis zum Jahr 2014, das Turnier in der kommenden Saison wird vom 9. bis 17. Juni 2012 stattfinden. Der Zustimmung Nadals war ein langes und intensives Werben von Turnierdirektor Ralf Weber vorausgegangen, der seit der letzten Auflage seines Turniers sehr hartnäckig und schließlich dann erfolgreich um den Start des Weltstars kämpfte. „Ich bin überglücklich, dass uns dieser Coup gelungen ist“, sagte Weber, „Rafael Nadal ist immerhin schon jetzt einer der besten Tennisspieler aller Zeiten, ein Spieler, den jeder Sportfan auf der Welt kennt.“

Nadal seinerseits würdigte ausdrücklich dieses Engagement von Turnierchef Weber: „Ich spiele gern bei allen Turnieren, wenn sie mich wirklich haben wollen.“ Der aktuelle Weltranglisten-Zweite verpflichtete sich – eher ungewöhnlich in diesen Tenniszeiten – gleich für drei Jahre bis 2014 in Ostwestfalen anzutreten und es gehört zu den Turnieren, die er freiwillig in seinen Terminplan aufgenommen hat.

2012 ist für die Gerry Weber Open ein Jubiläumsjahr - es geht in die zwanzigste Auflage

2012 in Halle/Westf. werden die Tennisfreunde mit Nadal endlich wieder einen Spieler erleben dürfen, den sie in Deutschland zuletzt nur noch aus den spärlichen Fernsehübertragungen zu sehen bekamen. Wo immer der stolze Spanier und Tennis-Gentleman an den Start geht, ist eines gewiss: Nadal kämpft mit voller Kraft und Leidenschaft um den Titel, macht keine Kompromisse in seinem Ringen um die sportliche Leistung.

Onkel Toni - Nadals Betreuer und Coach ist schon genauso bekannt wie sein Neffe

Seit frühester Kindheit wird Nadal von seinem Onkel Toni trainiert, der einst als Geschichts- und Jurastudent auch in Deutschland für den Abschluss lernte. „Wir haben immer auf eine gute Erziehung Wert gelegt - und auf gutes Benehmen“, sagt Toni Nadal, der von seinem Neffen zwar anständig bezahlt wird, aber 'kein Angestellter' ist. Bis zu seinem zwölften Lebensjahr war der sympathische spanische Superstar noch unentschlossen, ob er sich einer Karriere im Tennis- oder Fußballgeschäft widmen sollte. Schlussendlich entschied er sich dann für den kleineren gelben Filzball, denn so kann Nadal sein eigener Herr sein und bleiben, was in einer Mannschaftssportart wie Fußball vielleicht nicht so möglich ist.

Dass er im Tennis zu Außergewöhnlichem fähig sein würde, wurde dann schnell klar. Schon mit acht schlug er alle anderen Kids bei den balearischen Jugendmeisterschaften, als Junior war er schnell Sieger aller Altersklassen. Und was ihn damals wie heute auszeichnete, sind sein Ehrgeiz, seine hohe Spielintelligenz, eine geniale Hand-Augen-Koordination und die „Never say die“-Mentalität - der Mut, niemals aufzugeben.

Nadal konnte bislang alle Grand Slam-Turniere zumindest einmal gewinnen

Antrainiert hat sich Nadal diese Einstellung eben dadurch, dass er mit 14 und 15 gegen Halbprofis und Berufsspieler bei den unbarmherzigen ATP-Challenger-Turnieren antrat. Wochenlang gondelte er durch die spanische Provinz, kassierte bittere Niederlagen, holte sich die ersten Titel, und lernte ein immer besserer Spieler zu werden. So erreichte er dann bereits im Alter von 19 ein großes Ziel: Er gewann 2005 als Debütant erstmals die French Open. Doch mit der Rolle eines Triumphators der Sandplätze gab sich Nadal nie zufrieden, anders als so viele spanische Granden vor ihm. Auch das hat er sich letztlich selbst bewiesen, denn inzwischen hat er jedes der vier Grand Slam Turniere mindestens einmal gewonnen. Wie und warum er das alles schaffte, beschreibt Onkel Toni so: „Er arbeitet härter als alle anderen. Er ist manchmal gnadenlos zu sich selbst.“

Simone Kemler, Simone Kemler

Simone Kemler - . . . . . nach dem Abitur habe ich erstmal BWL studiert und zwar in Münster und London, bevor ich dann einige Jahre im Management und ...

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