Loveparade - Schaller und AXA bieten Sofort-Hilfe für Betroffene

Trauer um die 21 Todesopfer der Loveparade - Thommy Weiss / pixelio.de
Trauer um die 21 Todesopfer der Loveparade - Thommy Weiss / pixelio.de
Rainer Schaller, Veranstalter der Loveparade und der AXA-Konzern bieten den Betroffenen des tragischen Unglücks auf der Loveparade finanzielle Soforthilfe.

Laut der Nachrichtenagentur Pressetext.de bietet Rainer Schaller, Veranstalter der Loveparade, gemeinsam mit dem AXA-Konzern Köln, finanzielle Soforthilfe für die Opfer der Loveparade an. Rund eine Millionen Euro, hauptsächlich aus der Kasse des Versicherers aber auch dem Privatvermögen Schallers, werden für Betroffene, die sich durch die tragischen Ereignisse der Loveparade in einer finanziellen Notlage befinden, bereitgestellt.

Rainer Schaller betont, dass es sich bei der Bereitstellung der Soforthilfe nicht um ein Schuldanerkenntnis handele, sondern um Verantwortung im Sinne der Betroffenen. Der AXA-Konzern behält sich vor, die eigentlichen Verantwortlichen später für diese Schadensfälle in Regress zu nehmen. Dies bedeute nicht, dass die Betroffenen das Geld später zurückzahlen müssen, man werde es nicht von ihnen zurückfordern.

Friedhelm Martin, Leiter des Bereiches Schaden bei der AXA bittet darum, dass nur wirklich notleidende Betroffene sich melden. „Das Geld soll dort ankommen, wo es jetzt am dringendsten gebraucht wird. Hierbei denken wir in erster Linie an die Hinterbliebenen der Verstorbenen."

Anträge sollen unter Angabe folgender Daten schriftlich eingereicht werden:

  • Name und Geburtsdatum des Opfers
  • Name, Anschrift und Telefonnummer des Absenders
  • Begründung und Informationen zur finanziellen Notsituation
  • Angabe der entstehenden oder entstandenen Kosten
  • Bankverbindung

Adresse für Schadenmeldungen an die Soforthilfe:

AXA Versicherung AG

Hauptverwaltung

Bereich Haftpflicht-Schaden

Stichwort "Soforthilfe Loveparade"

51171 Köln

Zu den Hintergründen der Loveparade

Rainer Schaller reagiert mit der Bereitstellung der Soforthilfe auf den Vorwurf von Presse und Politik, dass er sich aus der Verantwortung ziehe. Auf der Pressekonferenz am 28. Juli 2010 bezeichnete der NRW Innenminister Ralf Jäger (SPD) den Zustand, dass sowohl Stadtverwaltung als auch Veranstalter die Verantwortung von sich weisen noch bevor alle Fakten geklärt sind als "unerträglich". Jäger sieht die Verantwortung für die Geschehnisse innerhalb des Partygeländes klar beim Veranstalter, der Lopavent GmbH. Die Verantwortung für die inzwischen heftig kritisierte Sondergenehmigung für die Veranstaltung sieht Jäger hingegen bei der Stadtverwaltung Duisburg.

Auf der Loveparade am 24. Juli 2010 in Duisburg kamen 21 Menschen aufgrund einer Massenpanik ums Leben, etwa 500 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt.

Am kommenden Samstag, dem 31. Juli 2010, genau eine Woche nach den tragischen Ereignissen auf der Loveparade, findet in der Duisburger Salvatorkirche ein ökumenischer Gottesdienst im Gedenken an die Opfer statt. Rund 550 Trauernde finden in der Duisburger Salvatorkirche Platz. Jedoch werden inzwischen mehr als 10.000 Menschen von der Polizei erwartet, die Zahl könnte noch höher liegen, sagte ein Polizeisprecher dem Focus Magazin. Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel (CDU) und Bundespräsident Christian Wulff werden ebenfalls unter den Trauergästen erwartet. Der Gottesdienst wird im Duisburger Fußballstadion per Video-Leinwand übertragen. Dr. Franz-Josef Overbeck, Bischof von Essen und Nikolaus Schneider, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, werden die Gedenkfeier leiten.

Bild: Thommy Weiss / pixelio.de

Lea Wagner - About me: 28 Jahre, in Köln lebend, Studium: Dipl. Betriebswirtin, Beruf: Executive Marketing Manager und sonst: ab September 2010 ...

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