
- Raja-Yoga-Meditation - http://www.divinewellbeing.com.au/images/cover_med
Die Herkunft von Raja-Yoga ist nicht direkt geklärt; sein Ursprung liegt in Indien, und als System wurde es zuerst von Patanjali Maharishi formuliert. Heute wird Raja-Yoga vornehmlich von der Organisation der Brahma Kumaris World Spiritual University gelehrt.
Definition des Raja-Yoga
Das Wort „Yoga“ bedeutet Einheit oder Vereinigung, „Raja“ heißt soviel wie „Meister“, „König“ oder „Höchster“. Eine der Hauptgrundlagen der Raja-Yoga-Meditation ist die direkte Verbindung zwischen der eigenen Seele und der Höchsten Seele oder Gott. Das Ziel der Meditation ist, den eigenen Geist und die eigene Persönlichkeit zu kontrollieren, und Herr über das physische „Kostüm“, den Körper, zu werden.
Grundverständnis des Raja-Yoga
Die Seele beinhaltet drei Fakultäten: den Verstand/das Bewusstsein, den Intellekt, und das Unterbewusstsein/Gewohnheiten. Der Verstand wiederum produziert permanent Gedanken, ein Phänomen, das wir als Gedankenfluss kennen; das Unterbewusstsein, das alle unsere früheren Gedanken und Erfahrungen enthält, fügt hierzu noch gewisse Emotionen hinzu. Der Intellekt hat eine Kontrollfunktion: mit ihm können wir unsere Gedanken aussortieren und steuern, entscheiden, ob wir Positives oder Negatives denken.
Meditation hilft dabei, den Intellekt zu stärken und zu schärfen, so dass die Kontrollfunktion intensiviert wird und nur noch positive Gedanken zustande kommen. Das Endresultat ist ein Zustand des Wohlbefindens, da Gedanken auch auf den physischen Zustand wirken.
Dieser Effekt wird nicht zuletzt damit erzielt, dass während der Meditation ein direkter Kontakt zur Höchsten Seele, zu Gott, hergestellt werden soll. Bei der Meditation soll die Seele des Meditierenden mit der Höchsten Seele des göttlichen Wesens verbunden werden.
Die acht Stärken in der Raja-Yoga-Meditation
Mit Hilfe der Raja-Yoga-Meditation gelingt es, acht bestimmte Stärken zu entwickeln, die dabei helfen, ein ausgeglichenes und glückliches Leben zu führen:
- Die Stärke der Kooperation
- Die Stärke des Packens und Loslassens
- Die Stärke der Toleranz
- Die Stärke der Anpassung
- Die Stärke des Urteils
- Die Stärke des Rückzugs
- Die Stärke der Unterscheidung
- Die Stärke, sich zu stellen
Diese Stärken entwickelt man, indem man sich auf seine Verbindung mit der Höchsten Seele konzentriert und bereit ist, sich seinen Schwächen und Fehlern in der Meditation zu stellen.
Durchführung der Raja-Yoga-Meditation
Obwohl die physische Durchführung sehr einfach ist, ist es dennoch ratsam, zumindest am Anfang mit einem Lehrer zusammenarbeiten. Dieser wird einen vor allem in die Vorbereitung des Geistes einführen, und einiges an weiterem Hintergrundwissen vermitteln.
Man sitzt bequem, entweder im Schneidersitz auf dem Boden oder auf einem Stuhl. Liegen sollte man nicht, da so der Energiefluss durch den Körper blockiert wird. Rotes (oder zumindest gedämpftes weißes) Licht sollte die Beleuchtung des Raumes sein. Beruhigende Meditationsmusik (z.B. Instrumentalmusik) kann die Stimmung komplettieren; für Anfänger gibt es auch Meditationskommentare auf CD. In der bequemen sitzenden Haltung fokussiert man nun mit offenen Augen einen Punkt, meist einen Lichtpunkt, und konzentriert seine Aufmerksamkeit darauf. Nun bringt man auch seine Gedanken auf einen Punkt, z.B. „Ich bin friedvoll“, „Ich wünsche allen nur Gutes“, „Ich bin Licht“, „Ich bin leicht“, oder ähnliche Meditationen. Mit wachsender Erfahrung wird man seine eigenen Sätze erstellen, am Anfang kann ein Lehrer helfen.
Raja-Yoga-Meditation ist einfach durchzuführen und für jedermann zugänglich. Die Effekte, selbst innerhalb kurzer Zeit, sind oft erstaunlich: ein ruhigeres, ausgeglicheneres Wesen und bessere Beziehungen sind nur einige von wenigen positiven Ergebnissen, die sich mit Raja-Yoga erzielen lassen.
