Randale beim Hamburger Schanzenfest - 42 Festnahmen

Randale beim Hamburger Schanzenfest - renehamburg
Randale beim Hamburger Schanzenfest - renehamburg
05. September 2010. Nach dem Schanzenfest in Hamburg kam es zu den im Vorfeld befürchteten schweren Krawallen von linksextremen Chaoten.

Nach dem Schanzenfest im Hamburg kam es in der Nacht vom 04. auf den 05.September 2010 im Hamburger Schanzenviertel wie befürchtet zu schweren Auseinandersetzungen zwischen linksextremen Chaoten und der Polizei. Im Laufe der Nacht wurden insgesamt 21 Personen von der Polizei festgenommen.

Hunderte Randalierer wüteten nach dem Schanzenfest in Hamburg

Hunderte Randalierer, nach ersten Polizeiberichten rund 500, waren nach Polizeiangaben in mehreren Gruppen unterwegs. Unter anderem bewarfen sie die Scheibe einer Bankfiliale mit Steinen und zerstörten die Schaufensterscheiben eines Modegeschäftes und von zwei Supermärkten. Ein Auto wurde in Brand gesetzt und eine Telefonzelle dem Erdboden gleichgemacht. Außerdem haben die Randalierer eine Bankfiliale mit Molotow-Cocktails angegriffen. Die Scheiben von zwei Polizeifahrzeugen wurden zerstört und Polizeibeamte wurden mit Steinen und Flaschen beworfen. Die Polizei setzte Wasserwerfer gegen die Steinewerfer ein, doch die linksextremen gewaltbereiten Randalierer ließen sich davon nicht abhalten.

Durch die Randale kam der S-Bahnverkehr zwischen den Haltestellen Dammtor und Sternschanze vollständig zum Erliegen und der S-Bahnhof Sternschanze wurde komplett gesperrt, weil Randalierer versucht haben, von den dortigen Eisenbahnbrücken die Bereitschaftspolizei zu attackieren. Insgesamt waren im Hamburger Schanzenviertel mehr als 2.000 Polizisten aus dem gesamten Bundesgebiet im Einsatz, denn wie schon in den Jahren zuvor, musste mit schwerer linksextremer Randale nach dem eigentlich friedlichen Schanzenfest gerechnet werden

42 Festnahmen in der Krawallnacht im Schanzenviertel zu Hamburg

Die Polizei nahm im Laufe der Nacht insgesamt 42 Personen fest, drei weitere wurden in vorübergehendes Polizeigewahrsam genommen. In der Krawallnacht von Hamburg wurden elf Polizeibeamte leicht verletzt, die Polizisten konnten ihren Dienst jedoch fortsetzen. Die Situation rund um das Hamburger Schanzenviertel hatte sich gegen 3:30 Uhr allmählich beruhigt. Das eigentliche Schanzenfest verlief wie schon in den Vorjahren im Großen und Ganzen friedlich und die Polizei hatte den gesamten Tag über keine Probleme, ehe dann in der Nacht gegen 22:30 Uhr die Situation eskalierte und die erwartete Randale begann.

Dies war auch schon in der Vergangenheit der Fall. Am Tag gab es friedliche Schanzenfeste in Hamburg, anschließend folgte die schwere Randale. Im Jahr 2009 hatten sich Linksautonome und gewaltbereite Jugendliche schwerste Auseinandersetzungen mit der Polizei im Hamburger Schanzenviertel geliefert.

Die Anwohner im Hamburger Schanzenviertel kämpften auf ihre Art und Weise gegen die Randalierer und löschten kleinere Brände auf den Straßen mit eigenen Löscheimern und Wasser und versuchten so, größere Schäden zu verhindern. Ein Anwohner im Schanzenviertel sagte gegenüber der BILD: „Die sollen abhauen und die Schanze in Frieden lassen. Ich habe es satt.“ Als einzig glückliches Fazit der Krawallnacht von Hamburg bleibt eigentlich nur, dass niemand ernsthaft und schwer verletzt wurde. Linksextreme Gewalt ist schon seit Längerem ein sicherheitspolitisches Problem in Deutschland.

Stephan Schulz, (c) Stephan Schulz

Stephan Schulz - Stephan Schulz schreibt seit Jahren erfolgreich für diverse Printmedien (unter anderem die Fachzeitschrift "Computer" und die ...

rss