Real Steel - Hugh Jackman schickt Roboter in den Kampf

Real Steel - 2011 - Filmplakat - Walt Disney Studios
Real Steel - 2011 - Filmplakat - Walt Disney Studios
Ab 3. November 2011 ist Jackman in einem Boxerfilm im Kino zu sehen. Jedoch schickt Regisseur Shawn Levy in der nahen Zukunft Roboter in den Ring.

Nachdem das Boxerdrama "The Fighter" zuletzt allerhand Preise eingeheimst hat, inszenierte Regisseur Shawn Levy mit "Real Steel" den nächsten Boxerfilm. Völlig neu ist jedoch, dass hier keine Menschen, sondern Roboter aufeinander losgehen. Was plump klingt, ist dank eines klasse Drehbuchs und super Darstellern von Hugh Jackman über Evangeline Lilly und Kevin Durand bis hin zum zwölfjährigen Dakota Goyo tatsächlich ein sehr emotionaler, unterhaltsamer und spaßiger Film geworden. "Real Steel", eine der größten positiven Überraschungen des Herbstes, startet am 3. November 2011 im Kino.

"Real Steel" - Die Handlung des Roboter-Boxerfilms mit Hugh Jackman

Höchst mechanisch und gewaltig geht es in der nahen Zukunft im Boxring zu. Charlie Kenton (Hugh Jackman) muss sich damit arrangieren, dass seine eigene Boxkarriere zu Ende ist, seit die Menschen aufhörten, sich dafür zu interessieren. Stattdessen treten gewaltige Roboter in den Kampf, gesteuert durch verschiedene Mechanismen, Headsets und Fernsteuerungen. Charlie hat jedoch kein gutes Händchen bezüglich seiner Roboter, denn die Geldgier fügt ihm ständig Niederlagen zu und zerstört seine Roboter. Plötzlich muss er sich jedoch um seinen elfjährigen Sohn Max (Dakota Goyo) kümmern, der seit dem Tod seiner Mutter Halbwaise ist. Charlie bleibt nichts anderes übrig, als ihn auf dem Weg zurück an die Boxerspitze mitzunehmen, ständig unterstützt von seiner guten Freundin Bailey (Evangeline Lilly).

Shawn Levy - Regisseur von "Nachts im Museum" und "Real Steel"

Der 1968 geborene Kanadier Shawn Levy legt mit "Real Steel" seinen bisher vielleicht reifsten Film vor. Seit 1997 Regisseur, inszenierte er zu Beginn seiner Karriere zahlreiche Episoden von Fernsehserien, darunter auch "Lassie" (1997–1998). Filmisch ist sein bisheriges Schaffen hauptsächlich im Genre Komödie zu finden. "Lügen haben kurze Beine" (2002) mit den Jungstars Frankie Muniz und Amanda Bynes sowie "Voll verheiratet" (2003) mit Ashton Kutcher und Brittany Murphy führten Levy in die Comedy ein, ehe er sich mit Steve Martin für "Im Dutzend billiger" (2003) und "Der rosarote Panther" (2006) zusammen tat. Seine größten Erfolge feierte Shawn Levy bisher durch die beiden "Nachts im Museum"-Filme (2006, 2009) mit Ben Stiller, während er zuletzt Steve Carell und Tina Fey in eine "Date Night" (2010) schickte.

Hugh Jackman - Vom X-Men-Wolverine zu "Real Steel"

Er spielt ganz oben mit in Hollywood, der 1968 geborene Australier Hugh Jackman. Begonnen hat seine Karriere 1994 mit einigen TV-Serien, ehe der Durchbruch als Mutant Wolverine in "X-Men" (2000) erfolgte. Die Comic-Verfilmung war so erfolgreich, dass es noch zwei Fortsetzungen (2003, 2006) und ein eigenes Spin-Off mit dem Titel "X-Men Origins: Wolverine" (2009) gab. Zu den weiteren Filmen des muskulösen, sympathischen Helden gehören "Männerzirkus" (2001), "Passwort: Swordfish" (2001), "Van Helsing" (2004), Woody Allens "Scoop" (2006), Darren Aronofskys "The Fountain" (2006), "Prestige" (2006), "Australia" (2008) und "Kate & Leopold" (2001), für den er eine Nominierung für den Golden Globe einheimste. Ein Spin-Off-Sequel als X-Men-Mutant soll 2013 mit dem Film "The Wolverine" folgen.

Dakota Goyo, Evangeline Lilly, Kevin Durand und mehr in "Real Steel"

So gigantisch und gewaltig die Roboter in "Real Steel" auch sein mögen: Tatsächlich wird der Film in erster Linie durch die Geschichte selbst und ihre klasse Darsteller getragen. In der Hauptrolle neben Hugh Jackman spielt der junge Dakota Goyo als sein Sohn Max. Goyo wurde zwar erst 1999 in Kanada geboren, hat aber schon beeindruckende 15 Rollen in seiner Vita stehen. Begonnen im Jahr 2005, spielte er unter anderem im Susan-Sarandon-Film "Emotional Arithmetic" (2007), als junger Donnergott in "Thor" (2011) und mit Samuel L. Jackson und Josh Hartnett in einem weiteren Boxfilm, "Resurrecting the Champ" (2007). Dass Goyo in seinen jungen Jahren schon so überwältigend spielt, ist höchst beeindruckend und lässt auf eine glorreiche Zukunft und viele Preise hoffen. Glänzen kann außerdem Evangeline Lilly. Die kanadische "Lost"-Schönheit spielt außerdem 2012 und 2013 in den beiden "Der Hobbit"-Verfilmungen als Elbin Tauriel. Ebenfalls mit dabei in "Real Steel": Kevin Durand ("Lost", "Robin Hood", "Legion", "X-Men Origins: Wolverine"), Anthony Mackie ("Der Plan"), Hope Davis ("American Splendor"), James Rehborn ("Der Duft der Frauen"), Karl Yune ("Die Geisha") und Olga Fonda ("Meine Frau, unsere Kinder und ich").

Film-Kritik - Roboter-Boxerfilm "Real Steel" mit Hugh Jackman

Ein Boxerfilm mit Robotern? Mit Recht waren viele im Vorfeld skeptisch, als "Real Steel" erstmals vorgestellt wurde. Ähnlich überrascht nun aber der finale Film, der tatsächlich kein stumpfes Action-Filmchen ist, sondern in der Tat ein durchaus anspruchsvoller, emotionaler Film mit klasse Darstellern, viel Witz, Spannung und insgesamt einem schönen Drehbuch vom Sportfilm-erprobten Autor John Gatins ("Coach Carter", "Hardball"). Natürlich kann der Film die üblichen Handlungswendungen und vorhersehbaren Geschehnisse nicht aussparen, das tut der Unterhaltung jedoch zu keiner Zeit einen Abbruch, da hier tatsächlich der Weg das Ziel ist. Skeptiker sollten "Real Steel" eine Chance geben. Dann stehen die Chancen verdammt gut, dass man sehr positiv überrascht wird. Ein absolutes Highlight des Herbstes!

Filmangaben

  • Titel: Real Steel
  • Verleih: Walt Disney
  • Land, Jahr: USA / Indien, 2011
  • Genre: Action / Drama
  • Regie: Shawn Levy
  • Drehbuch: John Gatins
  • Darsteller: Hugh Jackman (Charlie Kenton), Dakota Goyo (Max), Evangeline Lilly (Bailey), Kevin Durand (Ricky), Anthony Mackie (Fin), Hope Davis (Deborah), James Rehborn (Marvin Barnes), Karl Yune (Tak Mashido), Olga Fonda
  • Laufzeit: 126 Minuten
  • FSK-Freigabe: ab 12 Jahre
  • Kinostart: 3. November 2011

Quellen

Mathias Wagner, Christine Wagner

Mathias Wagner - Ich bin seit dem 23. April 2010 Mitglied von Suite101 und weiß inzwischen die Möglichkeiten zu schätzen, die mir dieses ...

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