
- 10 Schritte zum Redeprofi! - Brähler
Wer beruflich durchstarten möchte, braucht mehr als nur Fachwissen und Erfahrung. Rhetorische Fähigkeiten werden immer wichtiger. Es zählt nicht nur, was jemand sagt, sondern auch wie er es sagt.
Mitarbeitergespräche, Diskussionen, Vorträge vor Kollegen, Präsentationen vor Kunden – Anlässe gibt es viele, in denen Menschen im Berufsalltag vor Gruppen sprechen. Reden will gelernt sein. Umfragen belegen immer wieder, dass die Angst, vor anderen sprechen zu müssen, weit verbreitet ist.
„Freies Reden, sympathisch-selbstbewusstes Auftreten vor Kunden und die Fähigkeit, vor Gruppen sprechen zu können, sind heute wichtige Erfolgsfaktoren für eine erfolgreiche Karriereplanung“, weiß Gabriele Lindner, Bewerbungstrainerin in Berlin. „Ich empfehle Menschen, die beruflich vorankommen möchten, gezielt an ihren rhetorischen Fähigkeiten zu arbeiten, damit sie ihr Wissen und ihre Stärken auch in Vorträgen und Präsentationen souverän vermitteln können.“
Aber was sind die Erfolgsfaktoren für eine erfolgreiche Präsentation, wie kommt eine Botschaft tatsächlich bei den Zuhörern an und wie wirkt ein Redner glaubhaft?
Angst vor Reden in der Öffentlichkeit ist weit verbreitet
Zahlreiche Untersuchungen belegen, dass es weniger die Sachinformationen sind, mit denen ein Vortragender punktet. Wer in einer Präsentation überzeugt, erreicht dies nur zu rund 20 Prozent mit gut recherchierten Fakten. Etwa 20 Prozent entfallen auf die Wirkung der Stimme und zirka 60 Prozent auf die Körpersprache.
Wichtig ist klare Struktur
Wer mit einem Vortrag oder einer Präsentation eine Botschaft vermitteln möchte, sollte es den Zuhörern so leicht wie möglich machen, den Ausführungen zu folgen. Hier hilft eine klare Struktur mit der klassischen Dreiteilung – Anfang, Hauptteil, Schluss.
Wichtig ist hierbei ein guter Anfang, der die Aufmerksamkeit des Publikums weckt. Oft besteht er nur aus ein oder zwei Sätzen. Hauptsache ist, dass sie neugierig macht, Spannung aufbaut oder auch mit einer gezielten Provokation Interesse weckt.
Ein Hauptteil sollte einen roten Faden deutlich machen und die Argumente verständlich darlegen. Hierbei unterstützen eine bildhafte Sprache und Beispiele, die Zahlen und Fakten veranschaulichen.
Ein guter Schluss rundet das Gesagte an, fasst Ergebnisse zusammen oder schließt mit einem
konkreten Handlungsappell.
Lebendige Körpersprache
Unser Körper sagt mehr als tausend Worte, heißt es. Rednerinnen oder Redner möchten ihr Publikum mit einem sympathischen Auftreten gewinnen. Niemand hat Lust, jemandem zuzuhören, der einen unmotivierten und in sich gekehrten Eindruck machen. Vielmehr will ein Zuhörender Begeisterung und Leidenschaft spüren.
Mit einer lebendigen Körpersprache bereichert ein Redner seinen Vortrag. Eine gezielte und abwechslungsreiche Gestik unterstreicht im Idealfall gekonnt die sprachlichen Informationen und setzt Akzente. Der Blickkontakt zum Publikum schlägt eine Brücke zwischen dem Vortragenden und den Zuhörern.
Wer lächelt, signalisiert seinem Publikum nicht nur eine positive Einstellung, sondern vermittelt auch Offenheit und Gesprächsbereitschaft.
Mit einer kraftvollen Stimme überzeugen
Ein gut formulierte und strukturierte Rede sowie eine überzeugende Körpersprache allein reichen aber nicht, um auch tatsächlich die Informationen in den Köpfen der Zuhörer zu verankern. Nur mit einer gut hörbaren Stimme kommt ein Vortrag auch tatsächlich an.
Akzente durch bewusste Betonungen, ein Wechsel zwischen schnellem und langsamem Tempo und lauter und leiser Stimme geben einem Vortrag eine dynamische Komponente, die die Aufmerksamkeit des Publikums über eine längere Zeit hält.
Auch das Gefühl für die eigene Stimme will trainiert sein. Wer nicht von Natur aus mit kraftvollen Sprechwerkzeugen ausgestattet ist oder wem die Aufregung die Sprache verschlägt, ist bei einem professionellen Sprechtrainer gut aufgehoben.
Die Technik – Freund oder Störenfried
Kaum eine Präsentation verzichtet heute auf Beamer und PowerPoint. Viele Rednerinnen und Redner bereiten sich zwar intensiv auf den Vortrag vor, bündeln ihre Erfahrungen und erstellen wirkungsvolle Grafiken, aber üben den Umgang mit der Technik nicht.
Übervolle Folien, mit dem Rücken zum Publikum ablesende Redner, nicht miteinander kommunizierende Technik – all dies sind nur einige der Fehler, die immer wieder im Alltag zu beobachten sind.
Wer mit PowerPoint arbeitet, sollte deshalb gezielt den Umgang mit der Technik trainieren – oder ansonsten lieber darauf verzichten.
Wer sich mit dem spannenden Thema Rhetorik beschäftigen möchte, findet zum Beispiel im Internet zahlreiche Hinweise. Ein im Juli 2011 erschienenes eBook „10 Schritte zum Redeprofi!“ wird im Internet unter www.rhetoriktipps.de vorgestellt. Hier kann ein kostenloser Newsletter mit vielen praktischen Tipps abonniert werden.
