
- Reikihände - Dörthe Huth
Inspiriert durch das Buch „Reiki ohne Lehrer“, in dem Purnima und Raj einen alternativen Weg aufzeigen, Zugang zur eigenen Reiki-Kraft ganz ohne Kommerz zu finden, kam die Begründerin des Zen-Reiki-Rings, Sylvia Springer, auf die Idee, Reiki nicht „zu verkaufen“, sondern es als Geschenk an andere Menschen weiterzugeben. 18 Lehrer und über 7900 Schüler des Zen-Reiki-Rings teilen diese Vision mit ihr. „Mit Reiki zu arbeiten, bedeutet, bewusst konzentriert universelle Lebensenergie zu empfangen und für sich oder andere fließen zu lassen“, sagt Sylvia Springer, die Begründerin des Zen-Reiki-Rings.
Reiki: Was es ist und wie es wirkt
Der Begriff „Reiki“ stammt aus dem Japanischen und bedeutet so viel wie "universelle Lebensenergie". Durch das Auflegen der Hände beginnt Reiki-Energie im Energiekörper des Menschen zu fließen. Blockierte Energie kann über unsere Chakren-Punkte wieder ins Fließen gebracht werden. Reiki-Energie kann jeder Mensch für sich selbst nutzen und auch auf einen anderen Menschen übertragen. Sie dient zudem der Tiefenentspannung, der Stressbewältigung, der Anregung der Selbstheilungskräfte sowie der Persönlichkeitsentwicklung. Um Reiki zu spüren, braucht man nur den eigenen Körper und die Gefühle wahrzunehmen und auf das Fließen des Energiestroms zu achten, denn die Reiki-Energie steckt in jedem Menschen. Ebenso wie andere energetische Heilverfahren, geht auch Reiki davon aus, dass eine ausgeglichene Lebensenergie die Voraussetzung für Gesundheit und Wohlbefinden ist.
Der Ursprung von Reiki
Dr. Mikao Usui, ein japanischer Gelehrter (1865-1926), beschäftigte sich mit natürlichen Heilungsmethoden. Ende des 19. Jahrhunderts fand er in der Bibliothek eines kleinen Zen-Klosters bei Kyoto alte Sanskritschriften. Diese Schriften waren für ihn der Ausgangspunkt für sein späteres Usui-Reiki-System. Heute gilt Usui als der erste Reiki-Großmeister der Neuzeit. Einer seiner Schüler, Dr. Chujiro Hayashi, dokumentierte in seiner Klinik die Wirkung von Reiki auf verschiedene Krankheiten und führte Reiki als Heilungsmethode weiter. Die aus den US-Amerikanerin Hawayo Takata, eine Tochter japanischer Einwanderer, brachte Reiki in etwas abgewandelter Form in die westliche Welt. Seitdem hat Reiki sich ständig weiterentwickelt. Eine große Anzahl verschiedener Reiki-Systeme ist entstanden und seit den 90er Jahren erfreut sich die Methode auch in Europa zunehmender Beliebtheit.
Wie der Zen-Reiki-Ring entstand
Der promovierten Elektrotechnikerin Dr. Sylvia Springer begegnete Reiki zum ersten Mal auf einem Plakat beim Zahnarzt. Bis dahin hatte sie bereits einige spirituelle Entdeckungen mit Meditation, Yoga und Osho gemacht. Sie erlernte verschiedene Reiki-Systeme und fand später einen Zugang zu internationalen Lehrern über den Weg des Fernreiki via Internet. Bis dahin hatte sie bereits viel Geld für Reiki-Kurse ausgegeben. „Ich will Reiki nicht verkaufen, ich möchte Menschen Reiki schenken, so wie ich es geschenkt bekommen habe, als göttliche Erfahrung.“
So gründete Sylvia Springer im Jahr 2002 den Zen-Reiki-Ring, der Reiki als Fernkurse mit ausgiebigen Materialien vermittelt und auf Wunsch die dazugehörigen Ferneinweihungen anbietet. Teilnehmen kann an den Reiki-Kursen jeder, allerdings muss er sich einen Lehrer suchen, der bereit ist, ihn zu unterrichten. Auch Sylvia Springers spiritueller Weg geht noch weiter. Sie hat verschiedene Heilerausbildungen ausprobiert, von der Kinesiologie über das Bioenergetische Heilen bis zur Krohne-Schule und weiß noch nicht, wohin ihr Weg sie weiter führen wird. "Im Moment sehe ich meinen Weg als spiritueller Coach. Alles ist offen, alles kann sich entwickeln.“
Lernen im Zen-Reiki-Ring
Der Zen-Reiki-Ring bietet Reiki als Fernlernkurse an, die von einem Lehrer des Zen-Reiki-Rings begleitet werden. Ferneinweihungen sind in verschiedenen Reiki-Systemen möglich. So stehen beispielsweise Usui-Reiki zur Auswahl, Shamballa, Tera-Mai oder Lightarian sowie die Einweihung in Engel-Ki. Während einer Einweihung stellt sich der Lehrer als Reiki-Kanal zur Verfügung und stimmt den Schüler auf den Empfang seiner Reiki-Energie ein. Diese geschieht wie bei einer Meditation, die zwei Menschen zur gleichen Zeit an zwei verschiedenen Orten ausüben. Im Anschluss erhält der Schüler Lernmaterialien und beginnt seine tägliche Arbeit mit der Reiki-Energie. Dadurch stärken und sensibilisieren sich die Kräfte über die Zeit. „Eine Ferneinweihung ist immer nur ein Anfang“, sagt die im Zen-Reiki-Ring aktive Lehrerin, Karin Netzke. „Ich kann die Türe öffnen, arbeiten muss der Schüler alleine. Es ist wie ein Fernstudium, man arbeitet die Unterlagen durch und ich bin als Lehrerin da, um Fragen zu beantworten.“
Lehren im Zen-Reiki-Ring
Karin Netzke entdeckte den Zen-Reiki-Ring im Jahr 2004 für sich. Sie hatte schon im persönlichen Kontakt Reiki erlernt, bemerkte aber, dass sie die Ferneinweihungen sehr viel intensiver erlebte. Die heutige Großmeisterin spürte von Weihe zu Weihe die energetische Weiterentwicklung. Neben den üblichen Reiki-Systemen hat sie auch weitere Methoden erlernt, wie beispielsweise die geistige Begradigungsenergie oder die Meister Kuthumi Tierlichtheilung. „Meine Schüler lernen sicher viel bei mir, bei Zen-Reiki, aber ich lerne auch von ihnen“. Mehr als 560 Schüler hat sie bereits in ihrer Entwicklung begleitet. „Geben und Nehmen, im ausgewogenen Wechselspiel, ergeben erst das Große Ganze“, so die Großmeisterin. Für Sylvia Springer, ist das Lehren soziale Arbeit, bei der sie anderen das weitergeben kann, was sie seilbst bekommen hat. "Es tut gut, so viele Menschen auf den Weg gebracht zu haben, viele Leben haben sich durch uns Zen-Reiki-Lehrer positiv entwickelt, Menschen sind glücklicher geworden, haben ihre Mitte gefunden. Dafür lohnt es sich, es gibt nichts Schöneres als die Verbindung mit dankbaren Menschen", so Sylvia Springer.
Die Reiki-Kraft durch die tägliche Arbeit erwecken
Der Zen-Reiki-Ring bietet nicht nur die Fernkurse an, sondern sorgt auch für Kontakt und Austausch über den Zen-Reiki-Partnerring sowie über die Mailinglisten der Lehrer. Dabei kann man mit anderen Zen-Reiki-Schülern Kontakt aufnehmen und sich austauschen, eine Lerngruppe bilden, Fernreiki untereinander ausprobieren oder einfach die eigenen Erfahrungen weitergeben. "Erst die tägliche Arbeit mit Reiki bringt diese Kraft wirklich zum Leben", sagt die Zen-Reiki-Lehrerin, Karin Netzke. "Jedes Mal, wenn man die Hände auflegt und Reiki fließen lässt oder wenn man anderen Reiki gibt und die Energie durch einen hindurch fließt, dann werden die Energiebahnen des Körpers ein Stückchen weiter und heller und man kann mehr Energie leiten, langsam und Stück für Stück. Vielleicht besteht die schwierigste Aufgabe darin, Reiki wirklich in unser alltägliches Leben zu integrieren."
Quelle und Literaturhinweis
Purnima und Raj: Reiki lernen ohne Lehrer: Einweihung und Praxis von Mensch zu Mensch. BOD 2011
