Die Tage werden zunehmend kälter und ungemütlicher. Mit dem Herbst kommt die Schnupfen- und Erkältungszeit, überall schnieft, schnauft und hustet es. Wer sich davor schützen möchte, kann ganz natürlich seine Abwehrkräfte stärken, indem er sich gesund ernährt und regelmäßig Sport treibt.

Wen es trotzdem erwischt, hat meist ab September in Apotheken und Drogerien die Qual der Wahl bei den Hustensäften und der Erkältungsmedizin. Wer nicht auf den zu erwerbenden Saft zurückgreifen möchte, gerade weil man mitunter auch nicht so recht weiß, was da wohl alles so drin ist, kann sich einen wirksamen Trank aus natürlichen Zutaten selbst herstellen.

Natürliche Heilkräfte gegen die Erkältung

Lästige Symptome einer Erkältung, wie Halsschmerzen, Husten oder Schnupfen, können mit einfachen, aber wirkungsvollen Methoden bekämpft werden. Zu Großmutters Zeiten gab es Hustensäfte, selbst hergestellt aus Zwiebeln oder aus schwarzem Rettich, die auch in der heutigen Zeit wieder mehr an Bedeutung zunehmen.

Glücklich der Mensch, der dieses Gemüse im eigenen Garten anbauen kann, denn er kann sich sicher sein, dass keine Schadstoffe in den Früchten sind. Wer sich seinen Hustensaft selber herstellen möchte, sollte beim Kauf des Gemüses unbedingt auf Bio-Qualität achten und dieses wenn möglich auf dem Wochenmarkt oder im Bio-Laden kaufen.

Hustensaft aus Schwarzem Rettich herstellen

Ein wirkungsvolles Hustenmittel zur Schleimlösung ist der Saft vom schwarzem Winterrettich. Das Rezept für den Saft, ein altes traditionelles Hausmittel, kann in den Wintermonaten leicht selber hergestellt werden und lässt sich in einem Schraubglas im Kühlschrank einige Zeit aufbewahren.

Dazu braucht man:

  • einen Rettich mit schwarzer Schale
  • braunen Zucker oder Honig
Beim Rettich den oberen Teil abschneiden und das Fruchtfleisch etwas aushöhlen. Dann diese Vertiefung mit dem braunen Zucker oder dem Honig befüllen. Durch den Saft vom Rettich löst sich der Zucker sehr schnell auf und damit dieser abfließen kann, wird ein Loch bis zum unteren Ende des Rettichs gebohrt. Er sollte auf einem Gefäß stehen, damit der Hustensaft gut aufgefangen werden kann. Wenn sich der Zucker, beziehungsweise der Honig komplett aufgelöst hat, kann dieser Vorgang wiederholt werden. Dafür wird dann wieder eine Schicht Rettich abgeschnitten und die Vertiefung wieder mit Zucker oder Honig befüllt.

Hustensaft aus Zwiebeln selber herstellen

Eins der bekanntesten alten Hausmittel ist der Zwiebelsaft, welcher bereits im Mittelalter bei Husten, Heiserkeit und Erkältungskrankheiten eingesetzt wurde. Die Zwiebel ist stark schleimlösend und hilft die in den Bronchien festsitzenden Schleimpfropfen zu lösen.

Dazu braucht man:

  • 1 bis 2 Zwiebeln
  • Zucker oder Honig
Die Zwiebel wird ganz fein gerieben oder mit einer Küchenmaschine ganz fein zerkleinert. Nun wird der Zucker oder der Honig dazugegeben. Dieser Zwiebelbrei wird etwa 10 Minuten stehen gelassen und danach Löffelweise über den Tag verteilt eingenommen.

Der Zwiebelsaft sollte jeden Tag neu zubereitet werden. Erwachsene und ältere Kinder können diesen Saft bei Beschwerden einnehmen.

Bitte beachten Sie, dass Suite101-Artikel niemals fachlichen Rat – zum Beispiel durch einen Arzt – ersetzen können.