Reinhard Habeck: Texte, die es nicht geben dürfte

Texte, die es nicht geben dürfte - Ueberreuter
Texte, die es nicht geben dürfte - Ueberreuter
Spannend und einleuchtend führt Reinhard Habeck zu ungelösten Schrifträtseln aus aller Welt. Eine Rezension.

Bereits in den letzten Jahren machte der freie Schriftsteller und Illustrator Reinhard Habeck mit den „Kräften“, „Bildern“ und „Dingen, die es nicht geben dürfte“ auf sich und vor allem den rätselhaften Sachen, die er in seinen Büchern beschreibt, aufmerksam. In diesem Jahr wurde seine Reihe mit „Texte, die es nicht geben dürfte“ um ein weiteres interessantes Werk erweitert.

Texte, die es nicht geben dürfte – rätselhafte Inschriften und Hieroglyphen

In Museen finden wir oftmals rätselhafte Inschriften der alten Ägypter oder primitiv anmutende Zeichen von Urvölkern und auch die Anfänge der Schrift wollen Historiker bereits entdeckt haben. Während seinen Recherchen zu „Texte, die es nicht geben dürfte“ ist Habeck jedoch auf etliche bislang unentschlüsselte Schriften und Glyphen gestossen. Manche davon weissen ein weitaus höheres Alter auf, als die bis anhin als „Schriftanfänge“ dokumentierten historischen Zeugnisse. Auch fand er erstaunliche Ähnlichkeiten zwischen einzelnen Schriftbelegen aus komplett unterschiedlichen Regionen, etwa der Indus-Kultur und der Osterinseln, welche einen frühgeschichtlichen Handel zwischen den Urvölkern nahelegen. Zudem stiess er auf Schriften zu technischen Apparaturen, die Jahrtausende vor deren Erfindung erstellt wurden und alchemistische Codes, die bis heute nicht entschlüsselt werden konnten.

Von den Ägyptern bis zum Goldenen Dachl von Innsbruck

Das Hauptaugenmerk des Buches liegt bei den Hieroglyphen der alten Ägypter und dem Geheimnis, welches insbesondere die Cheops-Pyramide und den Sphinx umgibt sowie dem Goldenen Dachl in Innsbruck. Letzteres ist nicht nur mit einem goldenen Dach versehen, sondern auch mit rätselhaften Schriftzeichen, die bis heute nicht entziffert werden konnten. Reinhard Habeck hat sich mit allen Schriften, Zeichen und Glyphen, die er in „Texte, die es nicht geben dürfte“ eingehend befasst und weitgehende Recherchen durchgeführt. So gelingt es ihm auch interessantes Wissen an den Tag zu legen und Theorien aufzustellen, die in sich vollkommen schlüssig sind und mehr als einmal am gewohnten Geschichtsbild rütteln. Weshalb es nicht verwundert, dass sich etliche Historiker gegen weitere Untersuchungen einiger von Habeck erwähnten Texten und Orten sträuben.

Wissenschaftlich und trotzdem voller Spannung

Obwohl sich Habeck stark auf Ägypten und das Goldene Dachl von Innsbruck fixiert hat, werden auch viele weitere rätselhafte Schriften behandelt und jedes einzelne Thema intensiv und verständlich erläutert. Die interessanten Funde, Thesen und nicht zuletzt die spannenden, mit gesundem Zynismus angereicherten Ausführungen des Autors lassen die „Texte, die es nicht geben dürfte“ zu einem kurzweiligen Leseabenteuer in die Geheimnisse der Schrift und der Sprache werden.

Fazit zu „Texte, die es nicht geben dürfte“

Leicht verständlich und spannend hinterfragt Reinhard Habeck etliche Aspekte der bekannten Geschichtsschreibung bezüglich der Schrift, Zeichen und Sprache. Seine Ausführungen zeugen dabei von intensiver Recherche und weitgehendem Wissen. „Texte, die es nicht geben dürfte“ ist ein Buch, dass es auf jeden Fall geben sollte und dem sich für Geschichte und Geheimnisse interessierenden Leser vollumfänglich zu empfehlen ist. Habecks neuestes Werk vermittelt nicht nur Wissen auf äusserst spannende Weise, sondern regt ebenso zum Nachdenken und Hinterfragen an.

Das Buch:

Reinhard Habeck, Texte, die es nicht geben dürfte, Ueberreuter 2011, 40 s/w und 30 farbige Abbildungen, Hardcover, 223 Seiten, ISBN: 978-3-8000-7498-3, Preis: 19.95 Euro (D)

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Sarah A. Friedli - Kurzvita: Geboren wurde ich 1985 in der Schweiz. Nach der Schulzeit absolvierte ich den Vorkurs für Gestaltung und anschliessend ...

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