Reis ist älteste und wichtigste Getreideform

Leichte Gerichte lassen noch in der Vorweihnachtszeit Kalorien schmelzen. So stehen dem Weihnachtsbraten keine überflüssigen Pfunde im Weg.

Reis ist die älteste und bekannteste Art von Getreide, über die Hälfte der Weltbevölkerung zählt ihn zu ihren Grundnahrungsmitteln. Es gibt Reis in über 10.000 Sorten, von denen inzwischen viele auch in deutschen Läden erhältlich sind.

Weißreis besitzt Schliff und Politur

Weißreis ist ein Reis, der bereits behandelt wurde. Man hat die äußeren Schichten entfernt, ihn geschliffen und poliert. Unterschieden werden folgende Weißreissorten:

  • Langkornreis: Man nennt ihn auch Patnareis. Diese Sorte ist die meistgekaufte auf der Welt. Importiert wird Langkornreis hauptsächlich aus Thailand, Siam, Suriam und den USA. Langkornreis eignet sich hervorragend für die Zubereitung von Pilaw- oder Kreolenreis. Eine eher ungewöhnliche Spezialität ist der mit Langkorn gefüllte Reisapfel. Hierfür wird ein großer Apfel ähnlich dem hierzulande bekannten Bratapfel gewaschen, entdeckelt und ausgehöhlt. Für die Füllung werden gegarter Patnareis, Honig, Ingwer, Rosinen und Zimt benötigt. In einer Auflaufform backt der gefüllte Apfel anschließend bei 225 Grad für 20 Minuten im Ofen.
  • Der Rundkornreis, der ebenfalls zum Weißreis zählt, wird während des Kochvorgangs breiig. Verwendet wird er für Milchreisgerichte, Süßspeisen und Risottos.
  • Schnellkochreis, die dritte Art des Weißreises, gart in weniger als 6 Minuten. Er wurde bereits vorgegart, wobei die Stärke von der Getreideoberfläche entfernt wurde.

Naturreis reich an Vitaminen, Eiweißen, Mineralien und Ballaststoffen

Wer auf eine gesunde Ernährung setzt, greift zum Naturreis. Dieser ist unpoliert, lediglich seine Spelzen wurden entfernt. Mediziner sind sich inzwischen einig, dass Naturreis im Gegensatz zum weißen Reis das Risiko senkt, an Diabetes zu erkranken. Im Vergleich zum Weißreis benötigt Naturreis allerdings eine längere Garzeit.

Parboiled-Reis erfährt Spezialverfahren

Das Parboiled-Verfahren verhilft dem Reis dazu, dass seine B-Vitamine und Mineralstoffe von der Schale in das Getreidekorn gelangen. Dazu wird er zunächst vorgeweicht, dann wasserdampfbehandelt, getrocknet und geschält. Seine Garzeit ist ebenso kurz wie die von Weißreis. Durch das Parboiling kleben die Reiskörner auch nach dem Kochen an den Oberflächen nicht zusammen. Deshalb ist er für Risotto und Sushi-Gerichte nicht geeignet. Im Wok allerdings hat er sich längst bewährt. Beispielsweise zusammen mit Möhren und Tofu, wo er mit Lauchzwiebeln, Chilli und Knoblauch ergänzt und mit Sojasoße, Curry abgeschmeckt wird. So ein Möhrenreis-Tofu-Gericht enthält lediglich 12 Gramm Fett pro Protion.

Wildreis kein Getreide

Entgegen aller Vermutungen handelt es sich beim Wildreis nicht um ein Getreide. Er wird aus dem Samen des Wassergrases (Zizania) gewonnen, das zu den Süßgräsern gehört. Bei der Trocknung dunkeln die Früchte. Als reines Naturprodukt enthält Wildreis mehr Eiweiße und Mineralien als jeder andere Reis. Man bezeichnet ihn auch als Indianerreis und schätzt seinen nussartigen Geschmack.