Reisgerichte dieser Welt

Die Unterschiede von Paella, Pilaw & Co.

Ein vielseitiges Korn: Reis - pixelio.de
Ein vielseitiges Korn: Reis - pixelio.de
Bei der Zubereitung von Reisspezialitäten ist das richtige Korn entscheidend. Hier erfahren Sie, ob es rund, lang oder duftig sein sollte.

Die internationale Küche bietet eine große Auswahl köstlicher Reisgerichte. Neben den individuellen Zubereitungsarten und typischen Gewürzen ist vor allem das Korn von Bedeutung, das dabei verwendet wird. Denn zu den meisten Spezialitäten gehört auch eine ganz bestimmte Reissorte.

Safrangelb: Paella

Spanien ohne Paella ist unvorstellbar. Das Reisgericht bildet den Mittelpunkt vieler Feste. Im Garten, am Strand oder auch auf dem Rathausplatz versammelt man sich gesellig um die Paella, es sind dann oft riesige Pfannen, mit denen auch 50 Personen bewirtet werden können. Das Essen ist meist Nebensache, obwohl eine gelungene Paella ein wahrer Traum ist. Der dafür verwendete Rundkornreis wird zuerst für einige Minuten in etwas Fett angebraten, damit er körnig bleibt. Hinzu kommen meist Hühnerschenkel, Meeresfrüchte und Gemüse, vor allem aber das Königsgewürz: Nur Safranfäden verleihen dem Reis dieses leuchtende Goldgelb.

Mit Rosinen: Biryani

Ein Biryani ist eine pikante Reispfanne aus Indien und Pakistan, die dort traditionell zu besonderen Anlässen serviert wird, um Beispiel bei einer Hochzeit. Die Spezialität kann mit Hühner-, Rind- oder Lammfleisch zubereitet werden. Dabei verwendet man vorzugsweise Basmati-Reis und Ghee, ein spezielles Butterschmalz. In einem echten Biryani dürfen auch Rosinen, Mandeln und Cashewnüsse nicht fehlen.

Leicht cremig: Risotto

Das Risotto wird aus speziellem Rundkorn-Reis bereitet, der eigens in Italien angebaut wird. Es gibt zahlreiche Risotto-Rezepte, aber eine gute Fleischbrühe gehört immer dazu. Außerdem kommen verschiedene Gemüse und Gewürze hinein, wobei gilt: Weniger ist mehr. Nur wenige Zutaten sind nötig, um ein himmlisches Ergebnis zu erzielen. Ein gelungenes Risotto hat eine fast cremige Konsistenz, während der Reiskern noch bissfest ist. Das Timing muss genau stimmen, denn die Brühe darf nur nach und nach zum Reis gegeben werden. Übrigens: Anstelle von italienischem Risottoreis tut es zur Not auch Milchreis, da er ähnliche Kocheigenschaften hat.

Im Teigmantel: Pilaw

Heute werden alle möglichen Reisgerichte als „Pilaw“ bezeichnet, aber ursprünglich handelt es sich dabei um eine Spezialität aus dem nahen Osten. Ein echtes Pilaw gleicht einem Auflauf: Rundkornreis wird in Fett glasig gedünstet und dann mit etwas Salzwasser oder Brühe angegossen. Anschließend muss der Reis bei mittlerer Hitze so lange quellen, bis die Flüssigkeit aufgesogen ist. Für die weitere Zubereitung gibt es zahlreiche Varianten. Zum Beispiel das türkische „Pilaw mit Teigbelag“: Ein mit Blätterteig ausgekleideter Topf wird mit der Reismischung gefüllt und schließlich im Ofen gebacken. Dann wird das Gericht aus dem Topf gestürzt und in Scheiben geschnitten serviert.

Deftig: Serbisches Reisfleisch

So heißt das Original. Als Grundlage dient Schweinenacken, der in einem Schmortopf in Gänseschmalz angebraten wird, und klassischer Langkornreis. Hinzu kommen noch gepellte Tomaten, Fleischbrühe sowie Gewürze, vor allem Paprika. Das Ganze wird zu einem leckeren Eintopf zusammengekocht. Reisfleisch kann aber auch in allen Variationen zubereitet werden, zum Beispiel als „Reste-Essen“: Einfach Fleisch und Gemüse mit Reis in der Pfanne anbraten, die Lieblingsgewürze dazu, fertig.

Pikant: Asiatische Currygerichte

Chinesisches Curryhuhn, Rotes und Grünes Thaicurry oder indische Currygerichte – aus Asien stammen die wahren Curryspezialitäten. Die verschiedenen Gewürzmischungen unterscheiden sich zum Teil erheblich: Ein thailändisches Rindcurry hat eine völlig andere Geschmacksrichtung als ein indisches „Chicken Madras“, weil jedes Land seine eigenen Gewürze verwendet. Generell gilt aber: Chinesische und Thai-Gerichte werden mit Duftreis serviert, in Indien isst man Basmatireis.

Christine Lendt - Lebensmittel und Tauchsport haben viel gemeinsam. Zumindest, wenn man für einen Fachverlag textet und nebenbei anderen zeigt, wie das ...

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