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Im Frühjahr erfreuen die ersten warmen Sonnenstrahlen das Gemüt. Dann werden oft in der Wohnungen oder am Haus Schäden die im Winter entstanden sind, von den Besitzern oder Mietern repariert Dann wird oft ein allgemeiner Neuanfang mit der Renovierung der direkten Umgebung begonnen. In einer Zeit, in der viele Menschen sich mit Allergien abplagen, stellt sich vor Beginn des Unternehmens die Frage: „Soll ich in meinem Haushalt ökologische Farben für den Anstrich verwenden?“ oder "Wie kann ich ökologische Farben selber machen?"
Viele Verbraucher scheuen den Kontakt mit neuen Materialien um ihre Wände zu dekorieren weil sie besorgt sind, ob diese ihren Erwartungen entsprechen und unkompliziert in der Anwendung sind. Hier einige Ratschläge und Regeln zum Thema Bauen mit Lehm und Lehmfarben / Lehmputz. Im folgenden Artikel können Grundlagen über die Baubiologie erworben werden.
Die Vorzüge von ökologischer Lehmfarbe
Die Anwendung von Lehmfarbe hat in Deutschland eine lange Tradition. Sie besteht aus den ungiftigen Substanzen:
- Fein gemahlenes Tonmehl
- Marmorsand
- Kreide
- Cellulose
- Pflanzenstärke und Farbpigmente
Lehmfarben haben
- Einen matten Anstrich
- Eine hohe Farbsättigung
Lehmfarben sind
- abriebbeständig
- diffusionsoffen
- Einfach zu verarbeiten
- Beliebig oft zu überarbeiten
- Unbegrenzt lagerfähig
- Frei von Dispersionen
- Ohne oder mit nur einem geringer Anteil an Konservierungsstoffen
Lehmfarben haben keine großen Ansprüche an den Untergrund
Lehmfarbe ist auch für Gipskartonplatten und nicht frisch tapezierter Rauhfaser geeignet. Damit sie gut haftet und nach dem trocknen gut aus sieht, muss ein besonderer Wert auf den Untergrund gelegt werden. Dieser muss, sauber, dauerhaft trocken, tragfähig, frei von Beschädigungen, fest und nicht sandend sein.
So wird die Farbe vorbereitet
Die einzelnen Farbkomponenten werden, je nach Farbwunsch, in den Mischeimer gegeben und trocken, sorgfältig, mit dem Rührquirl, kräftig gemischt.
Dabei gilt folgender Materialverbrauch des Trockenpulvers
- Wird mit der Rolle gestrichen: In der Regel zweimaliger Farbauftrag: 50 bis 90 g/m2 und Lage (ca. 1,25 bis 1,75 Liter Wasser je kg Lehmfarbe)
- Wird mit der Lasurbürste aufgetragen: zweimaliger Farbauftrag40 bis 70 g/m2 und Lage (ca. 2,0 bis 2,2 Liter Wasser je kg Lehmfarbe)
- Wird eine Spritzpistole verwendet: Je nach gewünschtem Effekt
Es wird das erforderliche Wasser in einen zweiten Eimer gegeben und das gemischte Pulver, bei laufendem Rührquirl, zugeben. Dann kräftig durch rühren. Nach 15 bis 30 Minuten Quellzeit das Ganze nochmals kräftig umrühren. Die fertige Farbmischung kann dann, mit dem gewählten Werkzeug, aufgetragen werden. Vorsicht! Da Lehmfarbe aus 100 Prozent natürlichem Material besteht, ist es möglich, dass es innerhalb verschiedener Farb-Chargen zu Farbunterschieden kommt. Wem die Farbe mitten bei der Arbeit ausgeht, dem kann es passieren, dass er beim neu anmischen einen unterschiedlichen Farbton erhält. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, vor Beginn eines jeden Projektes, ein Farbmuster anzulegen.
Lehmfarben zum Leuchten bringen
Kritiker bemängeln, dass einige Lehmfarben nicht brillant genug leuchten. Maler Tobias Büttner, Mitglied der Fachwerk.de-Community rät: „Intensivere Farbtöne nehmen oder mit einer brillanteren Lasur überarbeiten.“ Wenn die Farbe glänzen soll empfiehlt er: „Nicht Leinöl zum Überstreichen nehmen, sondern Kasein, Wasserglas oder wasserlösliches Wachs. Diese sperren den Untergrund nicht so stark ab.“
Der Unterschied zwischen Lehmfarbe und Lehmstreichputz
In Bezug auf Raumklima und Wohlbefinden der Bewohner gibt es keinen Unterschied zwischen den beiden Produkten. Sie unterscheiden sich dadurch, dass die Lehmfarbe glatt ist, der Lehmputz eine leichte Körnung hat und die Farbe intensiver ist.
Kreative Verarbeitungstechniken der Lehmfarbe
Lehmputz und Lehmfarbe lassen keine Farbwünsche offen. Ob als Wandfarbe, Lehmstreichputz, oder als Lehmspachtelputz. Sie begeistert in der Anwendung, weil sie so kreativ, auch in der Schablonenmalerei, eingesetzt werden kann.
- Unterschiedliche Farben können nebeneinander aufgetragen und dann miteinander vertrieben werden
- Lehmfarbe kann aufgetragen werden, in die feuchte Farbe einige Farbkleckse gemalt und dann, mit einem feuchten Malerpinsel,vertrieben werden
- Nach der Trocknung können mit Schablonen oder einer Abklebung Ornamente aufgebracht werden
- Farbkonzentrate und Lasuren lassen sich herstellen, indem Pigmente mit Lehmfarbe angeteigt werden
- Pigmente können auf die noch feuchte Oberfläche aufgestreut, aufgeblasen und danach verrieben werden.
- Die Bandbreite der Farben erweitert sich, in dem Pigmente angeteigt und mit Wasser verdünnt in die Lehmfarbe eingerührt werden.
- Lehmfarbe kann auch als Untergrund für Lasurtechniken genutzt werden.Da Lehmfarbe stark saugt, und schnell trocknet müssen Lasuranrührungen wässrig und noch lichter sein als auf einem normalen Untergrund
- Wer eine rauhe Oberflächenstruktur haben will, kann der Farbe fünf Prozent Lehmedelputz der gleichen Farbe oder Kaseinstreichputz zufügen
Quelle: Lesando Spezialist für Lehmfarben, Lehmputze
Terrafino Spezialist für Lehmfarben, Lehmputze
