Im Januar 2012 ist es so weit - Rente ab 67 kommt

Viel diskutiert und beschlossen, Januar 2012 ist der Monat, ab dem die gesetzliche Altersgrenze des Rentenbeginns stufenweise angehoben wird. Alle Rentenversicherten, ob Arbeitnehmer oder Selbständige, müssen bis zur Rente länger arbeiten. Vorzeitiger Rentenbeginn ist unter bestimmten Voraussetzungen bei der Altersrente für langjährig Versicherte und der Altersrente für schwerbehinderte Mensche und nur mit Abschlägen von bis zu 14,4 Prozent möglich. Es wird immer noch debattiert und diskutiert, ob eine verlängerte Lebensarbeitszeit ökonomisch sinnvoll ist und eine ausreichende Entlastung der Rentenversicherung bringt.

Die Rentenbezugsdauer steigt mit der Lebenserwartung

Im Jahr 2010 betrug die durchschnittliche Rentenbezugsdauer 18,5 Jahre. Vor 50 Jahren waren es noch durchschnittlich 10 Jahre. Diese um 80% längere Bezugsdauer der Rente kostet große Summen und muss durch die Versicherten finanziert werden. Da die Forscher davon ausgehen, dass die Lebenserwartung der Bevölkerung auch in Zukunft weiter ansteigen wird und die Geburtenrate sinkt, muss das Problem der Finanzierung und Entlastung der Rentenkasse gelöst werden.

Obwohl ältere Erwerbstätige, gegenüber jüngeren Arbeitnehmern, schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben, stieg nach einer Studie der Bundesregierung, der Anteil älterer Arbeitnehmer in der Altersgruppe der 55 bis 64 jährigen, von ca. 37% auf ca. 56%. Akzeptanz in der Bevölkerung werden die neuen Altersgrenzen nur erfahren, wenn es für Ältere auch möglich sein wird bis zu dieser Grenze berufstätig zu sein. Die dazu erforderlichen Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt existieren allerdings noch nicht.

Die neuen Altersgrenzen ab 2012

Gegliedert in die drei Bereiche: Regelalterstrente, Altersrente für langjährig Versicherte und Altersrente für schwerbehinderte Menschen, steigt das Renteneinstiegsalter ab Januar 2012 stufenweise an. Betroffen sind, je nach Bereich, Arbeitnehmer ab dem Geburtsjahrgang 1947. Die detaillierten Tabellen der Deutschen Rentenversicherung zeigen die Staffelung der stufenweisen Anhebung der Altersgrenzen. Beginnend mit dem Geburtsjahrgang 1947 erfolgt die Anhebung ab 2012 zunächst in Ein-Monats-, von 2024 an in Zwei-Monats-Schritten, so dass dann für Versicherte ab Jahrgang 1964 die Regelaltersgrenze von 67 Jahren gilt.

Die Altersgrenze für eine abschlagsfreie Altersrente für schwerbehinderte Menschen wird ab dem Geburtsjahrgang 1952 stufenweise von 63 auf 65 Jahre angehoben. Gleichzeitig wird die Altersgrenze für die vorzeitige Inanspruchnahme dieser Rente von 60 auf 62 Jahre angehoben. Damit verbleibt es bei einem maximalen Abschlag in Höhe von 10,8 Prozent bei der frühestmöglichen Inanspruchnahme.

Weitere Informationen, auch zu allen anderen Rentenformen, wie Altersrente für besonders langjährige Versicherte, Altersrente wegen Arbeitslosigkeit oder nach Altersteilzeit, Altersrente für Frauen und zu den Neuerungen bei der Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenrente erhalten Sie bei der Deutschen Rentenversicherung und den Rentenberatern bzw. den Versichertenältesten..

Quelle:

Deutsche Rentenversicherung