Rezension: Ein Jahr in Island. Reise in den Alltag von Tina Bauer

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Cover "Ein Jahr in Island" - Herder Verlag
Das 190 Seiten starke Buch von Tina Bauer beschäftigt sich mit dem Leben auf der nordischen Insel Island, der Stadt Reykjavík und der isländischen Sprache.

Tina Bauer, die Autorin dieses Buches, arbeitet sonst auch als Print- und Fotojournalistin. Sie hat auch schon für das Magazin "Nordis" (ein Nordeuropa-Magazin) berichtet und einen eigenen Blog aus Island verfasst. Die Schreiberin des Berichts in Buchform kennt sich also mit Land und Leuten aus. Das im Herder-Verlag erschienene Werk gliedert sich in zwölf Kapitel, die alle einen Monat als Titel tragen. Beginnend mit dem Mai - dieser wird auf Isländisch geschrieben (maí) - auf Seite neun endet das Buch im apríl auf Seite 190. Dazwischen erstrecken sich wunderbare Geschichten von der schönen Insel. Leute werden vorgestellt und die Sprache introduziert. Leider kann man das Geschriebene nicht anhören, denn die isländischen Laute sind für deutschsprachige Menschen etwas ungewohnt. Doch einige Floskeln lassen sich mit dem Buch erlernen und die Autorin gibt auch gleich eine Übersetzung dazu in der Form: "góðan daginn, guten Tag."

Der Start in den Norden

Die Autorin beginnt ihre einjährige Geschichte mit der Reise nach Island - und zwar nicht wie gewöhnlich mit dem Flugzeug, sondern mit der Fähre. Sie landet in einer Stadt, die östlich von Island angesiedelt ist und den Namen Seyðisfjörður trägt. Dort trifft sie auch gleich auf einen Landsmann, mit dem sie ein bisschen plaudert. Um nach Reykjavík zu kommen, nimmt sie dann die Ringstraße im Norden.

Die Story

Eigentlich könnte die Geschichte auch in einem anderen Land spielen, abgesehen von den Elfen, an die viele Isländer noch glauben. Die Protagonistin versucht in der Ich-Form, den isländischen Way of Life zu finden. Neben Erzählungen von Elfen werden aber auch die Vulkane erwähnt und die Autorin hat sich genau die Zeit des Ausbruchs von Eyjafjallajökull ausgesucht, der heute wohl bekannteste Vulkan Islands. Auch das Essen kommt nicht zu kurz und so werden einige typische isländische Gerichte vorgestellt. Dazu wird der günstigste Supermarkt Islands, Bónus, genannt.

Was der Leser / die Leserin davon hat

In zwölf kurzen Kapiteln wird die isländische Mentalität beschrieben und man bekommt mit Kauf des Buches auch einen kleinen Sprachkurs und eine Einführung in die Geschichte des Landes mit der "Rauchbucht" (Reykjavík) als Hauptstadt. Viele Namen werden dem Lesenden vertraut gemacht, seien es Namen von Leuten, die die Autorin auf ihrer Reise trifft oder Ortsnamen und Straßennamen. Jetzt müsste dann nur noch jemand, der der Sprache mächtig ist, die Namen richtig vorlesen, damit man sie auch aussprechen kann.

Über das Buch

Die Autorin Tina Bauer lebt in Deutschland und Island und wird somit dem Titel "Ein Jahr in Island" nicht zu 100 Prozent gerecht - dem Untertitel "Reise in den Alltag" aber sehr wohl. Sie schreibt eine gut gelungene Reportage über Island und fesselt selbst Fans des warmen Südens.

Der Verlag Herder GmbH brachte das Buch 2011 heraus und man kann es unter der ISBN 978-3-451-06139-4 um 12,90 Euro (Deutschland) erwerben. Es ist außerdem auch als e-book erhältlich.

Ich möchte mich hiermit beim Herder-Verlag für die Zurverfügungstellung des Rezensionsexemplares bedanken!

Daniela in Schönbrunn, ©Daniela Braunshofer

Daniela Braunshofer - Gut behütet wuchs sie im südlichsten Waldviertel auf. Nach einigen Jahren der Erwerbstätigkeit entschloss sie sich zu einem ...

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