
- Lasst uns froh und grausig sein - Cover - © Gmeiner Verlag
Der Titel "Lasst uns froh und grausig sein" mit seiner Untertitelung als bitterböser Weihnachtskrimi trifft den Nagel auf den Kopf. Allerdings ist dieser Krimi, der sehr einem witzigen Roman ähnelt, nicht ganz so grausig, wie man sich das beim Lesen der Überschrift erwartet. Friederike Schmöe, die 1967 in Coburg geborene Schriftstellerin, hat schon mehrere erfolgreiche Krimis geschrieben - diesmal mit Privatdetektivin Katinka Palfy als mordauflösende Protagonistin, die nicht auf den Mund gefallen ist. Der Vorspann des Romans bietet auch schon etwas zum Schmunzeln und verspricht flapsige und zynische Einlagen, die leider viel zu selten vorkommen. Dafür kann man ihn sehr ironisch lesen und manchmal muss man mit Sicherheit lachen.
175 Seiten lustige Spannung - 7 Seiten Rezepte für's Weihnachtsmenü
Spannungselemente finden sich auf der ersten Seite des Krimis, nämlich da, wo das Kapitel "23. Dezember" und die Überschrift 16 Uhr 30 lautet. Logisch, dass da noch etwas auf einen zukommt, bevor der Heilige Abend gebührend gefeiert werden kann. Auf den ersten Seiten erfährt man mehr von der Privatdetektivin Katinka Palfy, die eigentlich einem Kunstdieb auf den Fersen ist, schlußendlich aber vor einem rätselhaften Mord steht, der auf den letzten Seiten für den Leser aufgeklärt wird. Aber wird er es auch für die Teilnehmer am weihnachtlichen Gasthaus-Sitzen bei Nora Molitor, der etwas derben Wirtin?
Beginnt man das Buch um 16:30 Uhr zu lesen, wird man um kurz nach 22:00 Uhr desselben Tages fertig sein. Die Überschriften helfen einem dabei zu kontrollieren, ob man in der Zeit liegt oder schon drüber ist. Die einzelnen Szenen werden mit Geschichten über die Personen, die in diesen Abschnitten vorkommen, gespickt. So hat man einiges an kursiven Zeilen zu lesen, was mit der Zeit etwas anstrengend werden kann.
Ausgeklügelter Fall und überraschendes Ende
Friederiek Schmöe hat mit diesem Krimi ein nettes Weihnachtsgeschenk gemacht. Er ist zeitlos und kann natürlich auch an allen anderen Tagen des Jahres gelesen werden. Vielleicht ist dies sogar zu empfehlen, da man am 23. Dezember für gewöhnlich nicht sehr viel Zeit zum Lesen hat. Fängt man zu lesen an, kommt man so schnell nicht mehr raus. Gewünschte Ablenkungen gibt es dann nicht mehr und der Partner wird zum Störobjekt. Ist man dann fertig, kann man wieder zum Alltag übergehen, muss aber wahrscheinlich beim Gedanken an Lebkuchensterne schmunzeln und länger daran riechen als gewöhnlich.
Fakten und Abschließendes
Erschienen ist der Krimi 2011 im Gmeiner Verlag, Meßkirch. Unter der ISBN 978-3-8392-1186-1 kann man ihn um € 9,90 käuflich erwerben - eine Alternative wäre, dass man ihn auf die Wunschliste für nächstes Weichnachten setzt. Besser, man bekäme den Krimi schon davor. Vielleicht zum Geburtstag im Oktober oder gar schon zu Ostern?
Dankesworte ergehen an den Gmeiner Verlag für die Zurverfügungstellung des Rezensionsexemplares!
