Rezept: Bratapfel ohne Rosinen mit Calvados

Bratäpfel mit Calvados - Aira / pixelio.de
Bratäpfel mit Calvados - Aira / pixelio.de
Rezepte für Bratäpfel gibt es viele. Dies ist ein Rezept für Bratapfel ohne Rosinen, dafür jedoch mit Calvados.

Was gibt es Schöneres, als an einem kalten Wintertag nach Hause zu kommen und sich von einem duftenden Bratapfel das Herz erwärmen zulassen?

Der Bratapfel gehört zu den beliebtesten, traditionellen deutschen Spezialitäten in der Weihnachtszeit. Damit ein Bratapfel so schmeckt, wie ein Bratapfel schmecken sollte, ist die Wahl der richtigen Apfelsorte entscheidend. Leider werden viele alte Apfelsorten, die früher auf den Streuobstwiesen wuchsen, heute nicht mehr angebaut. Wer Glück hat, kennt einen Bauern, der noch einige alte Apfelbäume auf seinen Wiesen hat. Ansonsten muss man auf den Boskop Apfel ausweichen, auch ein Holsteiner Cox ist geeignet. Der Boskop Apfel ist wie ein Relikt aus alten Zeiten. Roh wird er nur von wenigen gerne gegessen, gekocht, gebraten oder gedünstet entfaltet er jedoch seine wahre Pracht. Ein Bratapfel aus dem Boskop ist wunderbar mürbe und aromatisch. Außerhalb Deutschlands ist dieser Kochapfel jedoch selten zu finden. Wer einen Bratapfel im Ausland zubereiten möchte, muss auf den weltweit erhältlichen, grünen Granny ausweichen. Die Amerikaner backen aus dem Granny ihre berühmten Apple Pies und tatsächlich schmeckt diese Apfelsorte gebacken besser als man meinen könnte.

Besondere Bratapfelrezepte gibt es viele. Damit weihnachtliche Gefühle aufkommen, sollte man es mit den exotischen Zutaten jedoch nicht übertreiben. Butter, Mandeln, Rosinen und Zimt gehören zum Bratapfel, wie der Christbaum zur Weihnacht. Wenn noch ein wenig Calvados hinzukommt, der schließlich auch aus Äpfeln hergestellt wird, kann dies sicher nicht schaden.

Das Rezept Bratapfel mit Calvados

Zutaten für 4 Personen:

4 Äpfel

150 g Zucker (für Boskop, bei süßeren Äpfeln weniger).

150 g Butter

1/2 Vanilleschote

50 g gemahlene Mandeln

¼ TL Zimt

3 Schuss Calvados

1 Becher Schlagsahne

1 TL Zucker

1 Prise Salz

Zubereitung für das Rezept Bratapfel mit Calvados

Verwenden Sie für dieses Rezept eine gute Butter. Bei Butter gibt es erstaunliche Qualitätsunterschiede. Besonders empfehlenswert ist die französische Fassbutter, die in diesem Falle natürlich ungesalzen verwendet wird. Eine gute Bio- oder Markenbutter tut es natürlich auch.

Zunächst wird der Backofen auf 180° vorgeheizt. Die Äpfel werden vom Kerngehäuse befreit. Dies geht sehr gut mit einem Apfelentkerner, alternativ mit einem scharfen Küchenmesser. Für die Füllung werden die gemahlenen Mandeln in einer Pfanne ohne Zugabe von Fett geröstet, bis sie duften. Die Mandeln dürfen jedoch nicht braun werden. Die Vanilleschote wird halbiert und das Mark mit einem Messer aus einer der beiden Schotenhälften gekratzt. Die zweite Hälfte lässt sich sicher noch in der Weihnachtsbäckerei verwenden. Die Hälfte des Marks kommt in die Füllung, die andere Hälfte wird später zur Aromatisierung der Schlagsahne benutzt. In einer Schüssel werden nun ca. dreiviertel der Butter, 75 g Zucker, Vanillemark, Zimt und Salz zusammen mit den Mandeln verknetet.

Nun werden die vorbereiteten Äpfel in eine ofenfeste Form gestellt. In jeden Apfel kommt etwas Calvados, ca. ein Teelöffel pro Apfel oder auch mehr. Anschließend wird die Füllung mit den Fingern in die Äpfel gedrückt. Bevor die Bratäpfel in den Ofen wandern, werden sie mit der restlichen Butter beflockt und mit dem Zucker bestreut. Einige weitere Spritzer Calvados können den Äpfeln nicht schaden. Im vorgeheizten Backofen brauchen die Bratäpfel ca. 20 min, je nach Größe und Sorte der Äpfel. Sobald sie beginnen aufzuplatzen, sind sie fertig. Zucker, Calvados und Butter sollten zu einer karamellartigen Sauce verschmolzen sein. Während man die Äpfel etwas abkühlen lässt, wird die Sahne zusammen mit dem Vanillemark und zwei Teelöffeln Zucker geschlagen. Zum Servieren gibt man etwas Karamellsauce auf den Teller, setzt einen Bratapfel darauf und gibt eine große Portion Schlagsahne dazu.

Bildquellenangabe: Aira / pixelio.de

Angela Michel, Angela Michel

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