Die Basis einer Vielzahl von Kuchen, Torten und Kleingebäcken ist der traditionelle Mürbeteig. Er findet Verwendung als Boden für gebackene Obstkuchen - wie Pflaumen- oder Apfelkuchen - oder als Basis für frische Obsttorten, Sahne- oder Cremetorten. Zudem wird er verwendet zur Herstellung verschiedenster Kleingebäcke, wie Pfauenaugen, Nougatringe oder Nussknacker. Selbstverständlich unverzichtbar ist der Einsatz eines feinen Butter-Mürbeteigs bei der traditionsreichen Herstellung der unterschiedlichsten Weihnachtsgebäcksorten, wie Buttergebäck, Hildabrötchen oder Husarenkrapfen. Die Herstellung eines wohlschmeckenden Mürbeteigs ist - sofern man sich an gewisse Grundprinzipien bei der Zubereitung hält - eine relativ einfache Angelegenheit. Sorgfalt bei Auswahl und Verwendung der Zutaten und die Einhaltung der Rezeptvorgaben sind die Grundvoraussetzung für ein gelungenes Ergebnis. Hat man erst einmal eine gewisse Routine erlangt, stellen auch verschiedene Variationen der Rezeptur kein Problem dar.

Die Zutaten zur Herstellung eines Butter-Mürbeteigs

  • 200 g Zucker
  • 400 g Butter (nicht zu kalt)
  • 600 g Weizenmehl (Type 405 oder Type 550)
  • 1 Ei
  • 10 g Zitronenabrieb
  • 1 Prise Salz
Das verwendete Hühnerei sollte mindestens ein Gewicht von 65 g aufweisen (Gewichtsklasse L). Eine zu geringe Eizugabe durch ein zu kleines Hühnerei würde sich bei dieser relativ kleinen Teigmenge spürbar auswirken. Die Butter sollte um circa 10° C kälter sein als die Raumtemperatur. Dies ist deshalb wichtig, weil gerade das Arbeiten mit reiner Butter bei zu hoher Temperatur zu Fehlern in der empfindlichen Beschaffenheit des Mürbeteiges führen kann.

Die Herstellung des Butter-Mürbeteigs

Als erstes wird das Weizenmehl auf dem Arbeitstisch so verteilt, dass in der Mitte ein genügend großer "Krater" für die anderen Zutaten entsteht. Die Butter, den Zitronenabrieb, etwas Salz und den Zucker in den vorbereiteten Mehlkrater legen und vorsichtig miteinander vermengen. Alternativ kann zum Vermengen dieser Zutaten auch eine Küchenmaschine verwendet werden. Wenn die Buttermasse glatt gearbeitet ist, kommt das Ei hinzu bis die Masse eine gleichmäßige Beschaffenheit aufweist. Hier ist es wichtig, dass die Zutaten nicht zu lange bearbeitet werden, um eine zu starke Erwärmung zu verhindern. Als letztes wird das Weizenmehl darunter geknetet. Auch dieser Vorgang sollte so schnell und so "kühl" als möglich vonstatten gehen. Ein allzu langer Knetprozess würde den Teig "brandig" werden lassen (die Verbindung zwischen Mehl und Butter würde zerstört und es entstünde ein "Streusel-artiges" Gemisch!) Sobald aus den Zutaten durch behutsames kneten ein glatter Teig entstanden ist, wird er am besten in Alufolie verpackt und in den Kühlschrank gelegt Bevor man den Buttermürbteig weiter verarbeitet, sollte man ihn zwei bis drei Stunden durchkühlen lassen. Viel Erfolg und viel Spaß beim Backen der leckeren Sachen aus Butter-Mürbeteig!

Quelle:

Aus dem Rezeptbuch des Konditormeisters Waldenmaier