Rezept für indisches Fischcurry aus Goa

Knoblauch gehört auch in das Fisch-Curry - C.v.Gerstenberg
Knoblauch gehört auch in das Fisch-Curry - C.v.Gerstenberg
Die indische Küche ist sehr abwechslungsreich und schmackhaft. Da viele Rezepte wie Currys mit Fisch zubereitet werden, ist sie zudem gesund.

Fisch-Curry aus Goa basiert auf einem original indischen Rezept und ist so scharf, dass es für den europäischen Gaumen nahezu ungenießbar ist. Um es zu entschärfen, werden bei der Zubereitung nicht, wie im Originalrezept vorgesehen, zehn bis zwölf getrocknete Chilis verwendet, sondern „nur“ drei bis vier. Das Gericht ist dann immer noch ziemlich scharf, aber auch für Menschen genießbar, die eine extreme Schärfe nicht gewohnt sind bzw. nicht vertragen.

Für Kochanfänger ist Fisch-Curry nicht geeignet

Für Kochanfänger ist dieses Curry-Gericht übrigens weniger geeignet, da es etwas Erfahrung im Umgang mit exotischen Gewürzen erfordert. Nicht jeder hat schon einmal mit Tamarindenmus gekocht, das bei uns nahezu unbekannt ist. Über eine gewisse Grunderfahrung im Kochen sollte man nach Möglichkeit bereits verfügen, wobei Kenntnisse der abwechslungsreichen und schmackhaften indischen Küche besonders hilfreich sind.

Einige der verwendeten exotischen Zutaten wie Koriander- und Kreuzkümmelsamen, getrocknete Chilis, Kokosflocken oder Tamarindenmus sind nicht im normalen Supermarkt oder im Discounter, sondern nur im Asia-Laden erhältlich. Tamarindenmus bzw. -paste gibt es im Glas. Es ist mit etwa drei Euro etwas teurer als die anderen exotischen Gewürze.

Bei dem Rezept handelt es sich um die Low-Fat-Variante. Pro Portion enthält das Gericht insgesamt nur 8,7 Gramm Fett (davon 2,8 Gramm gesundes ungesättigtes Fett), was einem Kaloriengehalt von lediglich 165 Kilokalorien oder 692 Kilojoule entspricht. Daher eignet sich das Gericht auch für eine kalorienarme Ernährung im Rahmen der Gewichtsreduzierung.

Die Zutaten für das Currygericht (ausreichend für 4 Personen)

  • 3 bis 4 ganze getrocknete Chilis
  • ½ Teelöffel Koriandersamen
  • ½ Teelöffel Kreuzkümmelsamen
  • 6 bis 7 zerdrückte Knoblauchzehen
  • 1 Esslöffel Kokosflocken
  • 450 Gramm Dorsch- oder Schellfischfilet (notfalls auch tiefgefroren)
  • 50 Gramm fein gehackte Zwiebeln
  • 2 Esslöffel neutrales Öl (Sonnenblumenöl, Distelöl, Rapsöl)
  • 1 Teelöffel gemahlener Ingwer
  • 75 Gramm gehackte Tomaten
  • 2 grüne Peperoni
  • 1 Esslöffel Tamarindenmus (das ist ein Fruchtmus aus Tamarindenschoten)
  • 1 Teelöffel Salz

Die Zubereitung des Currygerichts

  1. Die Kokosflocken 15 Minuten lang in 4 Esslöffel warmem Wasser einweichen.
  2. Die getrockneten Chilis, den Koriander- und Kreuzkümmelsamen, Knoblauch und Salz im Mörser zerkleinern und zu einer dicken Paste verrühren.
  3. Das Fischfilet in mundgerechte Würfel schneiden.
  4. Die Zwiebeln in dem Öl bei mittlerer Hitze goldbraun anbraten, die Gewürzpaste dazugeben und 1 bis 2 Minuten unter häufigem Umrühren kräftig erhitzen, dabei öfter etwas warmes Wasser zugeben, bis die Paste dunkler wird.
  5. Vorsichtig Ingwer, Tomaten und Peperoni unterrühren, dann den Fisch dazugeben und ebenfalls unterrühren, anschließend 5 Minuten lang köcheln lassen.
  6. Das Tamarindenmus und die eingeweichten Kokosflocken dazugeben und weitere 15 Minuten köcheln lassen, evtl. noch etwas Wasser hinzufügen, wenn man mehr Soße haben möchte.

Dazu passt, wie bei den meisten indischen Gerichten, feiner Basmati-Reis. Wenn es schnell gehen muss, kann man ausnahmsweise auch auf Langkornreis ausweichen.

Die Autorin in Portugal, C.v.Gerstenberg

Dr. Claudia von Gerstenberg - | Dr. phil. | mit den Schwerpunkten Essen & Trinken: bedeutet für mich Genuss, Lebensfreude und Sinnlichkeit. Deshalb bin ich ...

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