Letscho, das eigentlich kein original ungarisches Gericht ist, sondern eine südslawische Speise, kann sowohl als Hauptgericht als auch als Beilage serviert werden. Seine Zubereitung nach ungarischem Rezept macht bei uns jedoch nur während der warmen Jahreszeit richtig Sinn, wenn es die original ungarischen gelben Spitzpaprika zu kaufen gibt. Nur mit dieser Paprikasorte lässt sich der unverwechselbare, äußerst aromatische Geschmack erreichen, der dieses Gericht so beliebt macht. Zwar haben sich auch die ungarischen Gartenbaubetriebe mittlerweile an den Zeitgeschmack angepasst und produzieren heutzutage andere Sorten als früher. Sie sind süßer und fleischiger und schmecken milder. Man hat ihre gelegentlich auftretende, natürliche Schärfe gezielt weggezüchtet und die Paprikaschoten dadurch an den Geschmack eines weit größeren Kundenkreises angepasst. Mit der Schärfe ging leider auch ein Teil ihres typischen Aromas verloren. Trotzdem sind die gelben Spitzpaprika aus Ungarn immer noch von erstklassiger Qualität und für zahlreiche Gerichte schlichtweg unverzichtbar.

Zutaten für das ungarische Letscho - Paprikaschoten, Tomaten und Reis

  • 1 kg ungarische gelbe Spitzpaprika, (Nur mit dieser Sorte kommt das besondere Aroma des Letschos zustande!)
  • 2 große Zwiebeln
  • 3-4 große Tomaten
  • 100 g Reis
  • Fett zum Rösten bzw. ein Stück geräucherter Speck
  • Salz
  • Ein halber Teelöffel ungarischer Gewürzpaprika
  • (Die Sorte "edelsüß" ist mild, Die Sorte "delikateß" ist leicht scharf)
  • Wer Wurst dazu haben will, kann ein Stück ungarische Paprikawurst, ("kólbasz"), oder leicht geräucherte Fleischwurst, (Lyoner) mit verwenden.

Zubereitung des ungarischen Letschos

  • Die Zwiebeln würfeln und im Fett bzw. mit dem fein gewürfelten und ausgelassenen Räucherspeck goldgelb rösten.
  • Die vom Kerngehäuse befreiten Paprikaschoten in schmale Streifen schneiden und mitrösten, bis sie weich sind. In der Zwischenzeit die Tomaten ohne Stielansatz fein würfeln.
  • Das Paprikapulver zu den Zwiebeln und Paprikaschoten geben und einige Male wenden.
  • Sofort die Tomatenwürfel zugeben und alles gut vermischen, (Das Paprikapulver muß kurz ins heiße Fett, damit sich sein Aroma entwickeln kann. Es darf aber nicht zu lange allein dort bleiben, weil es sonst bitter werden kann und an Aroma verliert. Deshalb auf keinen Fall zu lange warten, bis die Tomaten zugegeben werden!).
  • Den Reis und ein wenig Wasser dazuzugeben und dünsten, bis der Reis gar ist.
  • Wer es noch würziger haben will, läßt ein Stück ungarische "kolbász" mitgaren.
Eine andere Möglichkeit, wodurch das Letscho von der Beilage zum vollwertigen Hauptgericht wird, besteht darin, die geräucherte Lyoner in dünne Scheiben zu schneiden, mit dem fertigen Letscho zu vermischen und sofort zu servieren, (Achtung! Die Wurst soll im Letscho lediglich heiß werden und Geschmack annehmen. Würde sie kochen, könnte sie fad werden).

Wer es ganz anders will, kann, anstatt Reis mitzugaren, 3-4 Eier aufschlagen und gut verquirlen. Die Masse zum fertigen Letscho geben, schnell umrühren und stocken lassen. Sofort servieren.

Rezeptquelle: Familienrezept

Weitere Kochrezepte in den eBooks des Autors:

"Kochkunst aus ... Ungarn" - eBook, Anton Heinzinger, eload24, 2012.

Die Koch-eBooks des Autors mit Rezepten aus vielen Ländern

Die Fantasy-eBooks des Autors (Pseudonym Philipp Tholey):
"Die Legende von Zarador"            "Die Khesin-Saga"

Die Science-Fiction-eBooks des Autors (Pseudonym Philipp Tholey):
"Myceleon"             "Die Space-Legion"

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