
- Frisch gebackener Stollen - S. Arif
Die Geschichte des Christstollens als traditionelles weihnachtliches Gebäck in Deutschland ist lang und legendenumwoben – erstmals Erwähnung findet er als Fastenspeise, die an das gewickelte Christkind in der Krippe erinnern soll, im 14. Jahrhundert.
Gebackene Vielfalt - Butterstollen, Mandelstollen, Mohnstollen, Rotweinstollen
Wie schon berichtet, ist die Geschichte des Weihnachtsstollens alt – ganz natürlich, dass sich im Laufe der Zeit unterschiedlichste Rezepte entwickelt haben. Wer modern sein will, kann seinen Stollen zum Beispiel mit Rotwein statt Milch backen – ganz neu ist der edle Champagnerstollen. Auch Schokoladenstückchen oder Haselnüsse statt Mandeln und verschiedene Trockenfrüchte wie Äpfel, Aprikosen, Cranberries oder Kirschen kann man im Stollenrezept kreativ verwenden.
Rezept für selbstgebackenen Marzipanstollen
Wem es nach einem Marzipanstollen gelüstet, der sollte seinem Rezept einfach 500 g Rohmarzipanmasse hinzufügen. Hieraus formt man lange Rollen, die in die Mitte des fertigen Stollenteigs eingeschlagen und mitgebacken werden.
Rezept für Dresdner Stollen® und das Markenrecht
Egal ob das Rezept für Dresdner Christstollen® in der eigenen Familie überliefert wurde oder seit Jahrzehnten im guten Backbuch verewigt steht: Seit 1997 darf Weihnachtsstollen, der nicht im Dresdner Raum gebacken wurde, nicht mehr so genannt werden. 2009 ließen die Dresdner Bäcker die Abmahnwelle – dankenswerterweise ohne direkte Geldforderungen – über Deutschland und das Internet rollen. Viele Webseiten mit Rezepten für Dresdner Stollen® oder Stollen nach Dresdner Art mussten die Beschreibung ändern. Wenn die Wortmarke dennoch in irgendeiner Form Verwendung findet, muss man dies durch ein „®“ kennzeichnen und darauf hinweisen, dass dies eine eingetragene Kollektivmarke der "Schutzverband Dresdner Stollen e.V." ist.
Selbstgebackener Mini-Stollen – Mitbringsel aus der Küche
Wer gerne kleine kulinarische Geschenke zusammenrührt, der kann auch gut zu diesem traditionellen Gebildbrot greifen und Freunden, Bekannten oder Familienmitgliedern diese süße Kleinigkeit als Weihnachtsgeschenke mitbringen. Kleine Stollen sind eine wunderschöne Beigabe und Mitbringsel in der Weihnachtszeit. Die kleinen Portionen haben den weiteren Vorteil, dass der Stollen nach dem Anschnitt nicht austrocknen kann, sondern komplett aufgegessen wird. Einfach aus dem Stollenteig statt einem großen Stollen viele kleine Mini-Stollen formen. Die Backzeit reduziert sich hierdurch auch deutlich.
Hochwertige Zutaten – leckerer Christstollen
Ob nun Mandeln, Butter, Trockenfrüchte, Orangeat, Citronat oder Gewürze – hier gilt es auf gute Qualität zu achten und nicht das Billigste zu kaufen. Der Geschmacksunterschied beim selbstgebackenen Stollen kann wirklich groß sein. Die Gewürze wie den Kardamom frisch im Mörser zu stoßen zahlt sich auch aus.
Rezept für selbstgebackenen Stollen
1 kg Weizenmehl
100 g Hefe
½ l Milch
200 g Zucker
450 g Butter
Schale einer Zitrone
½ Tl Kardamom
½ Tl Macis
500 g Sultaninen
150 g getrocknete Aprikosen
180 g Mandelstifte
150 g gehacktes Zitronat
100 g gehacktes Orangeat
eine große Prise Salz
Zum Bestreichen nach dem Backen des Stollens
125 g Butter
1 Paket Puderzucker
2 Tütchen Vanillezucker
Zubereitung des Stollens
- Das Mehl in eine große Schüssel geben, eine Mulde hineindrücken, etwas von der Milch sanft erwärmen, Hefe zerbröckeln und mit etwas Mehl zu einem Vorteig verrühren. Abdecken und an einem warmen Ort 40-50 Minuten gehen lassen.
- Den Vorteig nun mit der angewärmten Butter, Zucker, den Gewürzen, der Zitronenschale und der restlichen Milch zu einem Teig verkneten. Nach und nach mit den Händen die Sultaninen, Mandelstifte, Orangeat, Zitronat und in Stückchen geschnittenen Aprikosen unterkneten.
- Teig zu einem großen Ball formen und abgedeckt 40 Minuten gehen lassen. Nochmals gründlich durchkneten und wiederholt für 40 Minuten abgedeckt ruhen lassen.
- Jetzt kann man die Stollen formen. Die Menge reicht für zwei große Butterstollen oder ca. 10 kleine Mini-Stollen. Wie auf den Bildern zu sehen wird der Stollen geformt indem er auf einem bemehlten Backbrett dick ausgerollt oder flachgedrückt wird, dann wird der Teig in der Mitte gefaltet und zusammengeklappt. Mit beiden Händen formt man nun in der Mitte einen Wulst und legt den Stollen auf das mit Backpapier ausgelegte Blech.
- Den Stollen im vorgeheizten Ofen bei 180° ca. 70-80 Minuten backen. Wenn er vorzeitig bräunt, mit etwas Alufolie abdecken.
- Nach dem Backen den Stollen noch heiß mit flüssiger Butter von beiden Seiten bepinseln. In einem feinen Sieb Puderzucker mit Vanillezucker vermischen und den buttergetränkten Stollen gründlich damit bestäuben und umhüllen.
- Den Stollen nach dem Auskühlen mehrlagig und fest in Frischhaltefolie wickeln. Bevor er weihnachtlich verknuspert werden kann, sollte der Stollen jetzt noch einige Tage lagern und durchziehen. Je länger er Zeit hat, desto besser und leckerer das Ergebnis.
Wer im weihnachtlichen Koch- und Backfieber ist, kann sich auch an Vanillekipferln oder traditionellem Gänsebraten versuchen.
