Kaum hat der Wind die letzten Blätter von den Bäumen gefegt und die Uhren sind auf die Winterzeit umgestellt, beginnt eine neue Saison: die Backsaison! Selbst Backmuffel greifen jetzt zu Nudelholz und Backblech. Großmutters handgeschriebenes Kochbuch wird hervor gekramt und alte, überlieferte Rezepte werden ausgegraben. Selbst Köchinnen oder Köche, die bei der Speisenzubereitung gern dem neuesten Trend huldigen, greifen zur Weihnachtszeit auf Altbewährtes zurück. Lebkuchen, Anisplätzchen und Zimtsterne dürfen auf keiner Adventstafel fehlen. Heidesand, Vanillekipferl und Mandelplätzchen sollten auf jedem bunten Teller unter dem Christbaum zu finden sein.

Honigkuchen und Gebäck aus Eierteig kann man schon einige Wochen vor dem Fest backen, durch das Liegen in der Blechdose verbessern sich Aroma und Konsistenz.Makronen und Buttergebäck schmecken dagegen frisch am besten und werden zuletzt gebacken. Wessen Großmutter keine Rezepte hinterlassen hat, wird hier fündig.

Heidesand

Dieses Gebäck besticht durch seinen Buttergeschmack. Die typischen Gewürze der Weihnachtsbäckerei fehlen allerdings, deshalb schmecken sie aber auch das ganze Jahr über.

Zutaten:

  • 200 Gramm Butter
  • 150 Gramm Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 250 Gramm Mehl
  • 1 Eigelb
  • 2 Esslöffel Zucker
Zubereitung:

Die Butter erhitzen und stark bräunen lassen. Das bewirkt ein karamelliges Aroma. Die Butter erkalten und fest werden lassen, zusammen mit dem Zucker schaumig schlagen, das Mehl unterheben und alles verkneten. Den Teig zu Rollen von ca. drei Zentimetern Durchmesser formen, mit dem Eigelb bestreichen und im Zucker wälzen. Im Kühlschrank fest werden lassen, mit einem scharfen Messer in ca. einen halben Zentimeter dicke Scheiben schneiden und bei 175 °C fünfzehn Minuten hellgelb backen.

Vanillekipferl

Zutaten:

  • 300 Gramm Mehl
  • 250 Gramm Butter
  • 125 Gramm Zucker
  • 150 Gramm geriebene Mandeln
  • 3 Eigelbe
  • 2 Esslöffel Puderzucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
Zubereitung:

Aus Mehl, Butter, Zucker und Mandeln einen Rührteig herstellen, diesen kalt ruhen lassen, sodann kleine Hörnchen formen und hellgelb bei 175 °C backen. Den Puderzucker mit dem Vanillezucker mischen und auf die noch heißen Hörnchen sieben.

Florentiner

Zutaten:

  • 500 Gramm gemischte Nüsse (gehackte Haselnüsse, grüne Kürbiskerne, Mandelblättchen)
  • 80 Gramm kandierte Cranberries
  • 40 Gramm Zitronat
  • 40 Gramm Orangeat
  • 100 Gramm Zucker
  • 50 Gramm Honig
  • 100 Gramm Sahne
  • 200 Gramm Zartbitterkuvertüre
Zubereitung:

Die Nussmischung auf ein Blech geben und im heißen Ofen leicht rösten, danach in grobe Stücke hacken. Die Cranberries (im Originalrezept sind es kandierte Kirschen), Orangeat und Zitronat fein würfeln. Butter Zucker, Honig und Sahne aufkochen, die Nüsse und Früchte hinzu geben und gut verrühren. Ein Blech mit Backpapier auslegen und kleine Häufchen in weitem Abstand aufsetzen. Florentiner laufen stark auseinander! Bei 200 °C zehn Minuten backen. Sind sie zu stark verlaufen, lässt sich die noch weiche Masse etwas zusammenschieben. Die Kuvertüre schmelzen und die Unterseite der erkalteten Florentiner damit bestreichen.

Tipp: Einfacher ist es, die Teigmischung auf ein Backpapier zu streichen, nach dem Backen und Erkalten in kleine Stücke zu schneiden und sodann mit Schokolade zu überziehen.