
- FLASH: gut für einen Adrenalinkick - Rainer Klinke, Pixelio
Neben einer Reihe von Fahrgeschäften für Jung und Alt sind selbstverständlich auch eine Vielzahl von Verkaufsständen und Losbuden vertreten, beispielsweise Schießbuden, Losbuden, Eisstände und vieles mehr. Mehrere Festzelte, in denen das für Düsseldorf typische Altbier ausgeschenkt wird, sind dort ebenfalls zu finden, wobei die meisten Betreiber ein festes Lokal in der Altstadt unterhalten. Hierzu zählen beispielsweise das Zelt des Brauhauses Füchschen oder "Der Uerige".
Der Himmelsflieger: Dem Original im Tivoli nachempfunden
Im Kopenhagener Freizeitpark Tivoli steht ein Kettenkarussell, bei dem die Besucher in luftiger Höhe von über 60 Metern ihre Runden drehen. Ein vergleichbares Fahrgeschäft gibt es auch auf der Rheinkirmes, wobei die Kopie allerdings nicht ganz so hoch ist wie das Original. Dies hängt vermutlich damit zusammen, dass das Fahrgeschäft im Tivoli stets an Ort und Stelle bleibt, während es sich bei dem derzeit auf der Rheinkirmes befindlichen Kettenkarussell um eine mobile Einrichtung handelt, die von einem Ort zum anderen transportiert werden muss.
Vier Achterbahnen auf der Rheinkirmes
Bei der größten Achterbahn auf der Rheinkirmes in diesem Jahr handelt es sich um die "Alpina-Bahn", die im Gegensatz zum dort in den Vorjahren aufgebauten "Euro-Star" ganz ohne Loopings und Curls auskommt. Am Eingang werden die Besucher von zwei Bären in bayrischer Tracht empfangen.
Des Weiteren gibt es dort die Achterbahn Spinning Racer, wobei es sich um Einzelgondeln handelt, die mit bis zu vier Personen besetzt werden können. Der Clou ist, dass sich der obere Teil der Gondel während der Fahrt auch noch dreht. Auch auf dem Spinning Racer gibt es keine Loopings, dafür aber jede Menge Steilkurven, die die Fahrt durch den zusätzlichen Spin noch aufregender machen.
Zu den Evergreens für Jung und Alt zählt die "Wilde Maus", die oft in ihrer Wirkung unterschätzt wird. Auch wenn sie bei weitem nicht so hoch ist wie etwa die Alpina-Bahn oder vergleichbare Großachterbahnen, sorgen gerade die anfangs serpentinenartige Streckenführung und mehrere Abschnitte, die an eine Buckelpiste erinnern, für den Adrenalin-Kick. Oft hat man das Gefühl, in der Kurve geradeaus weiterzufahren direkt in den Abgrund.
Bei der vierten Achterbahn handelt es sich um eine Indoor-Achterbahn mit dem klangvollen Namen "Höllenblitz".
Die Klassiker: Break Dance, Riesenrad & Co.
Neben den vorgenannten Evergreens gab es auf der Rheinkirmes ebenso weitere Klassiker wie etwa die Krake, die Südseewellen oder die gute alte Raupe.
Das Riesenrad "Bellevue" ist das größte transportable Riesenrad Europas und bietet aus 50 Metern Höhe einen herrlichen Blick auf das Rheinknie und Düsseldorf, insbesondere den Landtag sowie den Fernsehturm.
An der Krake ist in diesem Jahr zu bemängeln, dass es sich um feste Gondeln handelt, so dass sich diese nicht bei voller Fahrt entgegengesetzt zur Fahrtrichtung drehen, was bei den Fahrgästen stets für ein aufregendes Magenkribbeln gesorgt hat. Als Alternative hierzu bietet sich Circus-Circus an, wobei die Gondeln in diesem Fall viersitzig sind, aber dennoch die gleichen Drehbewegungen vollführen wie die Gondeln der Krake, wenn diese nicht fest mit den Armen verbunden sind.
Höher, schneller, weiter: immer actionreichere Fahrgeschäfte
Bei vielen Fahrgeschäften soll der Adrenalinkick scheinbar immer weiter gesteigert werden - die Konstruktionen werden immer höher, die Geschwindigkeiten und Drehzahlen werden ebenfalls immer weiter gesteigert. Ein Beispiel hierfür ist die Konstruktion "Flash", bei der die Insassen in luftiger Höhe von etwa 20 Metern einen Überschlag machen und sich die einzelnen Gondeln zudem auch noch drehen. Insgesamt erinnert das Ganze eher an Zentrifugenhaltung.
Ein weiteres Beispiel für das Prinzip "Höher, schneller, weiter" ist die XXL-Schaukel mit einer Ausflughöhe von bis zu 50 Metern, wobei sich die runde Konstruktion im Flug auch noch dreht.
Das Wetter als Spaßbremse
Aufgrund der zahlreichen Unwetter über Nordrhein-Westfalen im Juli 2009 kam es zu einem leichten Besucherrückgang in diesem Jahr. Manche Fahrgeschäfte mussten aus Sicherheitsgründen vorübergehend still gelegt werden. Dafür verzeichneten aber die Festzelte weitere Besucherrekorde, wenn die Kirmesbesucher von einem aufziehenden Gewitter mit Starkregen, Sturmböen und Hagel überrascht wurden und in den Festzelten Schutz suchten.
