Rheuma - Ursachen für rheumatische Erkrankungen

Rheuma - Ursachen für rheumatische Erkrankungen - Cornelia Buron
Rheuma - Ursachen für rheumatische Erkrankungen - Cornelia Buron
Die Ursachen für Rheuma sind sehr zahlreich. Die Medizin geht zur Zeit davon aus, dass es vier Hauptursachen für das Auslösen von Rheuma gibt.

Die Ursachen für das Entstehen von Rheuma können sehr vielfältig sein und sind noch lange nicht ganz erforscht. Durch die Gene wird bei vielen Menschen bereits die Basis für diese Erkrankung gelegt, aber in der Regel müssen weitere Auslöser dazukommen, die das Ausbrechen einer rheumatischen Erkrankung begünstigen.

Rheuma: Stress gehört zu den wichtigen Ursachen

Ein Ursache von Rheuma, die oft unterschätzt wird, ist der tägliche Stress. Dabei denken Ärzte nicht an den positiven Stress (Eustress), durch den manche Menschen herausragende Leistungen erbringen können. Nein, gemeint ist damit der negative, krank machende Stress (Disstress), dem viele von uns heutzutage ausgesetzt sind. Körper und Seele leiden durch die ständige Überforderung in Alltag und Beruf.

Auslösefaktoren für rheumatische Erkrankungen

Einschneidende Erlebnisse von der Scheidung, über den Tod eines lieben Angehörigen, Krankheit in der Familie, selbst eine Schwangerschaft, sexuelle Schwierigkeiten, ein beruflicher Neuanfang oder finanzielle Veränderungen können Auslösefaktoren sein. Man spricht auch von Manifestationsfaktoren. Die ersten Symptome von Rheuma, die oft sehr diffus sind und oft nicht richtig zugeordnet werden, können sich in diesen Fällen auch in einem erhöhten Bedürfnis nach Ruhe äußern.

Falsche Ernährung gehört zu den Ursachen, die Rheuma auslösen können

Unsere heutzutage übliche Zivilisationskost, die in der Regel aus denaturierten und somit wertlosen Nahrungsmitteln besteht, wirkt sich negativ auf den Stoffwechsel aus. Die Ernährung ist zu fett, zu süß, wir essen meist von allem zu viel, wir trinken zu wenig oder das falsche Getränk. Der gesamte Verdauungsapparat wird dadurch ständig überlastet. Es kommt zu Stoffwechselstörungen und einer Übersäuerung des Körpers, der es nicht mehr schafft, alle Giftstoffe wieder auszuscheiden. Falsche, nicht genügend säurearme Ernährung bzw. basische Ernährung gehört zu den hauptsächlichen Ursachen, die Rheuma auslösen. Besonders für Gicht, aber auch für die meisten anderen rheumatischen Erkrankungen ist eine Ernährung, die zu viel Säurelieferanten erhält, ein wichtiger Auslösefaktor.

Bewegungsmangel und seine negativen Folgen

Eine ausreichende Bewegung ist nötig, um ein einwandfreies Funktionieren des Stoffwechsels zu garantieren. Bei zu wenig körperlicher Aktivität werden Zellen und Blut nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt, was zur Folge hat, dass das Blut weder genügend Nährstoffe zu den Stellen transportieren kann, wo sie am meisten benötigt werden, noch schafft es das Blut, die Schlackenstoffe zu den Ausscheidungsorganen zu befördern. Die verbleibenden Giftstoffe werden vom Körper eingelagert und führen oftmals zum Weichteilrheumatismus. Bewegung ist eine Möglichkeit, um die Rheumabehandlung selbst aktiv und natürlich zu beeinflussen.

Entzündliche Erkrankungen als Ursache für das Entstehen von Rheuma

Krankheitsherde, wie sie bei Entzündungen im ganzen Körper entstehen, gelten allgemein als weitere Ursache. Rheumatisches Fieber kann zum Beispiel nach einer Infektion mit Streptokokken, wie bei einer Mandelentzündung, auftreten. Möglich sind auch Entzündungsherde, die den Kiefer oder die Zähne, die Nasennebenhöhlen oder im Bauchraum den Blinddarm, die Eierstöcke oder die Gallenblase betreffen. Man geht davon aus, dass entzündliche Reaktionen von verschiedenen inneren Organen veranlasst werden, weil Bakterien oder deren Abfallprodukte entsprechende biologische Informationen im Körper senden und dadurch wiederum Rheuma auslösen können. Eindeutige Forschungsergebnisse zu diesen Vermutungen liegen bisher nicht vor.

Zum sogenannten rheumatischen Formenkreis zählen unterschiedliche Erkrankungen, denn Rheuma kann unter anderem auftreten in Form von Osteoporose, Gicht, Wirbelsäulenverschleiß, Arthritis, Weichteilrheumatismus oder auch als Verschleißrheuma, der Arthrose. Hat der behandelnde Arzt den Verdacht, dass eine rheumatische Erkrankung vorliegt, gibt es verschiedene Möglichkeiten, dies zu testen. Dazu gehören unter anderem die Ermittlung von unterschiedlichen Blutwerten wie den Rheumafaktoren, die Höhe der Leukozyten oder die Harnsäurekonzentration.

Das könnte Sie zum Thema Hilfe bei rheumatischen Erkrankungen vielleicht auch interessieren:

Quellen:

  • Rheumaschmerzen natürlich behandeln, GU Verlag, Dr. med. Robert M. Bachmann
  • Der Mensch, Anatomie und Physiologie, Thieme Verlag, Dr. med. hab. J. Schwegler
  • Rheuma erfolgreich behandeln, Südwest Verlag, Dr. med. Susanne Holst, Ulrike Meiser
  • Richtig entsäuern, Goldmann Verlag, Dr. med. Monika Wagner-Koch
  • Laborwerte, GU Verlag, Dr. N. Schaenzler, Dr. med. W.P. Bieger

Bitte beachten Sie, dass Suite101-Artikel nicht den fachlichen Rat - eines Arztes oder Heilpraktikers - ersetzen können.