Ring - Das Original

Ein moderner Klassiker des Horrorfilms

"Ring - Das Original" gilt bereits als Klassiker des Horrorfilms. Die Geschichte über ein Tod bringendes Videoband bietet Spannung und ein phänomenales Ende.

Der Unterhaltungsindustrie in Hollywood stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, um die Endverbraucher mit neuen Filmideen zu überraschen. Ein Patentrezept ist die Neuverfilmung eines Themas, das bereits in einem anderen Land erfolgreich war. Für die Filmschaffenden ist es nicht wichtig, ob die ursprünglichen Filme und Ideen aus Deutschland ("Der Himmel über Berlin", US-Version "City of Angels"), Frankreich ("Nikita", US-Remake "Point of no return") oder Japan ("Ringu", US-Verfilmung "The Ring") stammen.

Asiatische Horrorfilme werden besonders gern wieder verwertet

Vor allem die asiatischen Vorbilder werden in Hollywood gerne aufgegriffen. Ein gutes Beispiel ist "Ringu" aus dem Jahr 1998. 2002 kam das US-Remake "The Ring" (deutscher Titel: "Ring") in die Kinos. Die Originalversion war zu dem Zeitpunkt der international erfolgreichste japanische Horrorfilm.

Die einfache aber geniale Idee einer Tod bringenden Videokassette

Der japanische Autor Koji Suzuki hatte für seinen Roman "The Ring" eine geniale Idee: ein normaler und ungefährlicher Gegenstand aus dem täglichen Leben wurde in ein Mordinstrument umgewandelt. In diesem Fall ist es eine gewöhnliche Videokassette, auf der jedoch sehr seltsame und nicht zusammenhängende Szenen zu sehen sind. Sieht sich eine Person diesen Film an, wird genau nach sieben Tagen der Tod eintreten.

Die Geschichte vom Ring beginnt unspektakulär

Die junge Journalistin Reiko Asakawa (Nanako Matsushima) untersucht Gerüchte über ein seltsames Video. Wie kann es möglich sein, dass eine Videokassette Menschen töten kann? Einige Teenager berichten ihr, was sie über dieses ungewöhnliche Video gehört haben.

Während ihrer Recherchen erfährt Reiko, dass ihre Nichte Tomoko Oishi (Yuuko Takeuchi) ganz plötzlich verstorben ist, und dass drei ihrer Freunde ebenfalls völlig unerwartet tot aufgefunden wurden. Es gibt eine merkwürdige Übereinstimmung zwischen den vier Toten: Alle starben am gleichen Tag, der Todeszeitpunkt und auch die Todesursache stimmen auf erschreckende Weise überein.

Reiko setzt ihre Nachforschungen fort, und dabei fällt ihr auch das mysteriöse Video in die Hände. Nachdem sie sich die Videokassette angesehen hat, klingelt das Telefon. Reiko muss voller Panik erkennen, dass die Gerüchte über dieses Videoband der Wahrheit entsprechen.

Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt

Da Reiko nur noch sieben Tage zu leben hat, entschließt sie sich am nächsten Tag, ihren Ex-Mann Ryuji Takayama (Hiroyuki Sanada) um Hilfe zu bitten. Im Laufe des Films wächst die Spannung, die Zeit wird knapp, denn auch der gemeinsame Sohn Yoichi (Rikiya Otaka) hat in der Zwischenzeit das Video gesehen. Gemeinsam versuchen Reiko und Ryuji nun alles, um diesen Fluch zu brechen.

Ringu - ein Meisterwerk des modernen japanischen Kinos

Viele Filmkritiker sind sich einig, dass die japanische Originalversion bereits als Klassiker im Horrorgenre gilt. Die unheimliche Atmosphäre sowie die verwendeten Geräusche tragen dazu bei, dass der Zuschauer gespannt wartet, wo und wie sich das Grauen endlich manifestieren wird.

Die Horrorvisionen nehmen schließlich auf erschreckende Weise Gestalt an. Die unheimliche Urheberin des Video-Fluches, Sadako Yamamura (Rie Inou), kriecht gegen Ende des Filmes aus dem Fernsehgerät. Mit dieser Wendung hat niemand gerechnet. In der nächsten Einstellung wird der Zuschauer in einer Großaufnahme mit dem absolut Bösen konfrontiert. Der Atem stockt, und das gezeigte Bild bleibt noch lange auf unangenehme Weise im Gedächtnis haften.

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