Robbie Williams - einmalig

Der neue King of Pop und seine Dämonen

Ohne Zweifel einer der größten Entertainer der heutigen Zeit aber doch ein kaputter Typ unter der Machoschale?

Ein Name, ein Mann, ein Gesicht, Millionen von Fans. Lieder die jetzt schon für immer in die Hitparadenbestenliste gebrannt sind.

Robert Peter Williams, der größer Entertainer der letzten Jahre. Ein kleiner Junge, der sich einst zusammen mit vier anderen jungen Männern aufmachte um die Welt des Pops zu erobern. Schon damals hielt er sich für den talentiertesten Burschen der Truppe, die auf den Namen Take That hörte und Millionen Mädchenherzen brach. Mit seiner damaligen Einschätzung lag er vermutlich gar nicht so falsch, aber die Rolle, die ihm zugedacht war, war nicht die des musikalischen Genies, er war der Clown der Truppe. Und damit nahm das Übel seinen Lauf.

Vom Teenieschwarm zum Drogenstar

Immer gute Laune haben ist auf Dauer etwas zu viel für den guten Robbie, der diesen Spitznamen übrigens nie so richtig mochte und sich von seinen Freunden Rob nennen ließ. Irgendwann wurde der Druck auf die Band und die Streitigkeiten zu viel und Robbie griff zu Alkohol und Drogen, Stützen für den Alltag, die er bis heute nicht so ganz abgelegt hat. Nur so gelang es ihm die Erwartungen des Managements und der Fans zu erfüllen.

Bis zum vorläufigen Teenie Pop Höhepunkt am 17. Juli 1995, als er in einer filmreifen Flucht den Zwängen des Boygroupdaseins ein Ende setzte. Mädchenherzen brachen, Selbstmorddrohungen waren wochenlang an der Tagesordnung, doch für den Künstler Robbie Williams fing da das Leben erst so richtig an.

Als "Loser des Jahres" beendete er die ersten 12 Monate als Solokünstler nur um darauf mit dem Mega-Hit "Angels" wie die Phoenix aus der Asche zu steigen. Von da an lief alles besser, alles anders. Take That trennten sich an seinem Geburtstag, doch das war nur noch reine Formsache. Von nun an gab es endlich den Robert Williams, den er wie erwähnt als talentiertesten Künstler angesagt hatte. Sein erstes Album wurde zum Bestseller nachdem "Angels" in aller Ohren war und auch die folgenden Singles in die Top Ten kletterten. Der Superstar Williams war geboren und seit dem gab es kein Image das der smarte Engländer noch nicht versucht hatte. Ob als pickelfreier Teeniestar oder als gestandener Mann im Anzug, der nach Sinatras Welthit "My way" seiner Mutter auf der Bühne der ausverkauften Royal Albert Hall dankte, Williams kann machen was er will, er kommt an. Sogar ein geflopptes Hip Hip Album "Rudebox" schaffte bessere Verkaufzahlen als manch ein Musikalbum das als Erfolg verbucht wird.

Bester Entertainer seiner Generation

Doch das private Glück scheint dem Helden von Millionen versagt zu bleiben. Zwar reihen sich unzählige Schönheiten auf der Liste seiner Geliebten ein, aber die große Liebe scheint aus zu bleiben. Dafür scheinen Depressionen einen immer größeren Platz in seinem Leben ein zu nehmen. Immer wieder gerät er in die Schlagzeilen, wirkt verzweifelt und verwirrt, dann mal wieder clean und selbstbewusst. Ein Clown auf der Bühne und vermutlich noch immer der verschüchterte Junge von damals hinter den Kulissen. Eine Gradwanderung die schon anderen vor ihm nicht gelungen ist.

Das Warten auf seine neue CD, die er wieder mit seinem Lieblingspartner Guy Chambers geschrieben hat, lohnt sich hoffentlich, sind die Erwartungen doch wieder hoch an ihn. Vor allem nach den grandiosen Erfolgen seiner ehemaligen Kollegen von Take That um Lieblingsfeind Gary Barlow, die mit ihrer Comeback Tour Beautiful World, alle Zweifler verstummen ließen. Robbie Williams sagte ihnen dankend ab. Hoffentlich war das kein Fehler, den der dämonengeplagte Superstar bereuen wird.

Doch wie man ihn kennt wird er auch diesmal wieder alle überraschen. Denn wie sang er doch gleich so schön? I did it my way...

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