Schauspieler Robert Pattinson im Porträt

Der Vampir unter den Schauspielern wurde durch "Twilight" bekannt

Robert Pattinson ist einer der neuen Stars am britischen Schauspielhimmel.

Spätestens seit seiner Hauptrolle als Vampir Edward Cullen in „Twilight“ kennt Robert Thomas Pattinson vor allem das weibliche Publikum als einen der sympathischsten Newcomer Hollywoods. Der hübsche Engländer wurde am 13. Mai 1986 in Barnes, einer Vorstadt von London geboren, wo er mit seinen zwei älteren Schwester Elizabeth – genannt Lizzy – und Victoria aufwuchs. Seine Mutter arbeitet in einer Modelagentur und der Vater verkauft Oldtimer. Robert hat bereits sehr früh gezeigt, dass in ihm einiges an Talent verborgen ist. Schon mit 4 Jahren nahm er Klavierunterricht und ein Jahr später versuchte er sich auch an der Gitarre. Bis zu seinem dreizehnten Geburtstag besuchte er die exklusive Tower House School für Jungen. Seine Schwestern empfanden ihn jedoch keineswegs als männlich, im Gegenteil, sie verkleideten ihren armen Bruder oft als Mädchen und stellten ihn auch bei Gästen der Familie als „Claudia“ vor.

Neu entdeckte Männlichkeit mit zwölf

Mit zwölf änderte sich das glücklicherweise und Robert wurde dank Haargel und etwas härterer Gesichtszüge endlich als zweiter Mann der Familie anerkannt. Er wechselte auf eine gemischte Schule und begann eine Modelkarriere, die leider nicht lange anhielt. Mit fünfzehn arbeitete er hinter den Kulissen der Barnes Theatre Company in West London, um, wie er selbst zugab, den hübschen Schauspielerinnen nahe zu sein. Sein Auftritt auf der Bühne ließ nicht lange auf sich warten. In Thomas Hardys Drama „Tess of the D’Urbervilles“ spielte er die Hauptrolle und zog somit die Aufmerksamkeit eines Agenten auf sich. Von da an nahm er die Schauspielerei ernst und kam seitdem auch nicht mehr davon los. 2004 verkörperte er die Rolle des Giselher in der deutschen Nibelungenverfilmung „Der Fluch des Drachen“ von Uli Edel. Ein Jahr später bekam er seine bis dahin bedeutendste Rolle als Cedirc Diggory im dritten Teil der Harry Potter Verfilmungen.

Der schauspielerischer Durchbruch

Sein großer Durchbruch gelang ihm dann 2007, als er für die Rolle des Vampirs Edward Cullen vorsprach und sich gegen 3.000 Mitbewerber durchsetzen konnte. Im Gegensatz zu „Twilight“-Regisseurin Catherine Hardwicke war seiner heutigen Schauspielkollegin Kristen Stewart, die Edwards Freundin Bella Swan spielt von Anfang an von Roberts Talent überzeugt und wollte ihn unbedingt an ihrer Seite haben. Außer dem Schauspiel hat er auch noch seine musikalische Veranlagung mit eingebracht und zwei Lieder zu dem Kinohit beigesteuert. Seitdem hat sich das Leben des Jack Nicholson Fans natürlich stark verändert. Vor „Twilight“ konnte er noch unerkannt durch sein geliebtes London schlendern, heute verfolgt ihn meist eine Horde kreischender Teenies. Doch Robert Pattinson nimmt es gelassen und freut sich bereits auf die Fortsetzungen der vierteiligen Vampirsaga.

Weitere Filmprojekte

Vor „Twilight“ hat er noch bei zwei Independentproduktionen mitgewirkt, die dank seines jetzigen Starstatus sicherlich bald in die Kinos kommen werden. In der Komödie „How To Be“ verkörpert er Art, einen jungen Mann, der sich in einer Existenzkrise befindet und einen Selbsthilfe-Guru engagiert. Im Künstlerporträt „Little Ashes“ spielt er seine bis dahin schwierigste Rolle, den homosexuellen Künstler Salvador Dalí.

Melanie Hielscher, Melanie Hielscher

Melanie Hielscher - Ich studiere zurzeit Theater- und Medienwissenschaft und Amerikanistik: Literaturwissenschaft an der FAU Erlangen-Nürnberg und bin ...

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